Klimaschutz im Garten:

Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht Handbuch „Gärten für die Zukunft“

DUH informiert über  Kreislaufwirtschaft im Garten und den Schutz der biologischen Vielfalt  – Handbuch gibt Handlungsempfehlungen für den Klimaschutz auf lokaler Ebene 

Foto: Steffen Holzmann, DUH
Den Verlust der Biodiversität aufzuhalten und die Erderwärmung zu begrenzen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Auf lokaler Ebene kann dafür mit nachhaltigen Lebensstilen ein wichtiger Beitrag geleistet werden. Das Projekt „Gärten für die Zukunft" der Deutschen Umwelthilfe (DUH) setzt bei diesem Gedanken an: In Zusammenarbeit mit 25 Bildungseinrichtungen haben Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam vier Modellgärten naturnah angelegt und praxisnah wesentliches über den Erhalt der biologischen Vielfalt gelernt. Zum Abschluss des dreijährigen Projekts wird die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation im Februar 2017 ein Handbuch veröffentlichen. Es informiert umfassend über das Thema planetare Grenzen und gibt zahlreiche Tipps zum Gärtnern im Einklang mit der Natur.
 
„Die Frage, wie wir unser Ökosystem und das Klima schützen können, wird in Zukunft immer mehr in den Fokus rücken. Mit den „Gärten für die Zukunft" geben wir Denkanstöße zu den Belastungsgrenzen unseres Planeten. Wir zeigen auf, wie wir den Wasserverbrauch senken, auf künstlichen Stickstoffdünger verzichten, Stoffkreisläufe mit Bewirtschaftungsformen wie dem Kompost sichtbar machen und mit unserer Ernährung einen Beitrag zum Schutz der Natur leisten können", sagt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH.

An dem Projekt beteiligt waren Grundschulen und Kindertagesstätten, Gartenbauberufsschulen sowie Hochschulen für Landschaftsplanung und soziale Arbeit. Sie haben Zukunftsideen erarbeitet und diese in Gärten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt realisiert. Menschen vor Ort konnten bei der Gestaltung mithelfen und so ebenfalls für das Thema sensibilisiert werden. „Wir haben viele Menschen durch das Projekt anregen können, nachhaltiger zu wirtschaften. Neue wertvolle Netzwerke aus Schulen und Gärten, Kitaträgern, geflüchteten Familien und Jugendeinrichtungen konnten so zusammenwachsen", sagt Astrid Hölzer, Projektmanagerin Naturschutz bei der DUH. Ziel sei es, noch mehr Menschen als Gärtner für die Zukunft zu gewinnen und Städten das Potential von Gärten als Instrument für den Klimaschutz aufzuzeigen.

Gärtnern und nah an der Natur sein ist gerade hoch im Kommen. In Städten gründen sich immer mehr Gemeinschaftsgärten, Gartennetzwerke und Urban-Gardening Projekte. Das Handbuch „Gärten für die Zukunft" informiert über unser Ökosystem und seine Belastungsgrenzen. Es gibt eine Orientierung und Tipps für diejenigen, die ihre Gärten nachhaltig anlegen wollen und zeigt auf, wie das Thema nachhaltige Entwicklung an andere Menschen vermittelt werden kann. Es kann jetzt über die Mailadresse info@duh.de  bestellt werden.

Unterstützt wird das Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), der Niedersächsischen Bingo Umweltstiftung, der Arconic Foundation sowie der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt. So bekräftigt Heinrich Bottermann Generalsekretär der DBU: „Wir möchten mit unserer Förderung nachhaltige Effekte in der Praxis erzielen, Impulse geben und eine Multiplikatorenwirkung entfalten. Bildung und die aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sind besonders wichtig um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Die Förderung von Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung gerade mit neuen methodischen Zugängen zur Entwicklung und Stärkung von Nachhaltigkeitsbewusstsein insbesondere bei Kindern und jungen Erwachsenen in den Berufs- und Hochschulen befürworten wir sehr."

Weitere Informationen:
Mehr zum Projekt: http://www.duh.de/gaerten_zukunft/?L=0
Wenn Sie das Handbuch bestellen möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an info@duh.de


Umwelt | Biodiversität, 24.01.2017
     
Cover des aktuellen Hefts

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