VDMA: Pariser Klimaabkommen muss Chancengleichheit in der Industrie wahren
"Die Zustimmung zum Klimaabkommen ist ein Zeichen, dass Europa auf dem Weg hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft mit vorangeht"

Nach der Zustimmung des Europäischen Parlaments kann das Weltklimaabkommen zeitnah in Kraft treten. Aus Sicht des VDMA kann eine weltweit steigende Nachfrage nach Effizienztechnologien Europas Unternehmen weitere Marktchancen eröffnen.
Das Pariser Klimaabkommen muss von möglichst vielen Staaten konsequent umgesetzt werden – nur so können die hohen Potenziale klimaschonender Technologien der europäischen Industrie freigesetzt werden. Als wichtiges Signal sieht der VDMA daher das Votum des Europäischen Parlaments, den Vertrag zu ratifizieren. Damit könnte das Klimaabkommen noch in diesem Jahr in Kraft treten. Schon heute trägt der europäische Maschinenbau mit effizienten Technologien zu einer klimafreundlichen Produktion bei (zahlreiche Effizienzbeispiele zeigen die Partner der VDMA-Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence unter diesem Link). Eine weltweit steigende Nachfrage nach Effizienztechnologien könnte Europas Unternehmen weitere Marktchancen eröffnen.
Ende des vergangenen Jahres hatten sich die UN-Staaten in Paris auf das Ziel verständigt, die Erderwärmung deutlich unter 2°C halten zu wollen. Ein entsprechendes Abkommen tritt in Kraft, wenn der Vertrag von mindestens 55 Staaten ratifiziert wird, die zusammen für mindestens 55 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen stehen. Mit der Zustimmung der EU-Staaten wären diese Voraussetzungen erfüllt. Allerdings muss das Abkommen nicht nur vom Europäischen Parlament, sondern auch von den Nationalstaaten bestätigt werden.
„Die Zustimmung des EU-Parlaments zum Klimaabkommen ist ein wichtiges Zeichen, dass Europa auf dem Weg hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft mit vorangeht. Der europäische Maschinenbau profitiert von einer möglichst breiten Unterstützung für das Pariser Klimaabkommen. Zum einen setzt die Entwicklung effizienter Technologien eine gewisse Marktgröße voraus. Zum anderen werden Marktverzerrungen vermieden, wenn sich möglichst viele Länder an dem Abkommen beteiligen", sagt Holger Kunze, Leiter des VDMA European Office. „Bei der Umsetzung der Ziele muss die Politik eine Priorität auf investitionsfreundliche Bedingungen für Unternehmen legen. Neben Planungssicherheit bedeutet das auch weltweite Chancengleichheit für die einzelnen Branchen und Standorte."
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