Wirtschaft | CSR & Strategie, 01.03.2022
Kooperation ist Programm
Innovationszentrum für nachhaltige Liefer- und Wertschöpfungsketten
Angelique Terrien, Vice President – Product Supply, Corporate Function Engineering, End to End Product Supply Sustainability bei Procter & Gamble, leitet das Innovationszentrum in Kronberg. Sie ist überzeugt, dass sie damit wertvolle Impulse in der Branche und darüber hinaus setzen kann.
Procter & Gamble (P&G) eröffnete im Juni 2021 ein globales Product Supply Innovation Center (PSIC) in Kronberg im Taunus, um Innovationen für nachhaltige Liefer- und Wertschöpfungsketten für die Zukunft zu entwickeln. Das PSIC auf dem Kronberger Research & Development Campus von P&G unterstreicht die enge Verbindung zur Rhein-Main-Region und bildet die Basis für die Zusammenarbeit mit einem Netzwerk aus regionalen Zulieferern, Technologieunternehmen, Forschungsinstituten und Spitzenuniversitäten. Ziel ist die Entwicklung globaler, skalierbarer und modularer Lösungen zur Weiterentwicklung und Dekarbonisierung der Supply Chain.Mit dem neuen Innovationszentrum und den dort entwickelten neuen Ansätzen will P&G die Innovation, Transformation und Implementierung intelligenter Supply-Chain-Abläufe aus einem der weltweit führenden Märkte für Nachhaltigkeitsinnovationen und Industrie 4.0 heraus vorantreiben und weiter beschleunigen.
Die Konzepte und Erkenntnisse aus dem PSIC sollen die disruptiven Fortschritte in den Feldern „Cyber-physical Systems", „Internet of Things" sowie „Intelligent Operations" nutzbar machen. Die im PSIC entwickelten Lösungen sollen weltweit in den rund 200 Produktionsstandorten von P&G zum Einsatz kommen und wegweisende Impulse in der globalen Konsumgüterbranche setzen. Das Unternehmen investierte hierfür in Talente, neue Einrichtungen sowie in Lernlabore, in denen etwa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterschiedlichen Fähigkeiten an Fragen zu Nachhaltigkeit und Intelligent Operations in der Supply Chain arbeiten.
Angelique Terrien, Vice President, Supply Chain Innovation, Sustainability Engineering bei Procter & Gamble: „Ich freue mich sehr auf meine Aufgaben in der Leitung des neuen PSIC. Wir bringen hier unsere besten Talente aus verschiedenen Ländern mit Partnern aus dem gesamten Innovationsökosystem zusammen. Die drängenden Herausforderungen im Bereich Nachhaltigkeit können nur durch Partnerschaften und gemeinschaftliches Handeln gelöst werden." Virginie Helias, Chief Sustainability Officer bei P&G ergänzt: „Es ist unsere Mission, nachhaltige Lieferketten zu schaffen und uns im Bereich ‚Intelligent Operations‘ weiterzuentwickeln. Das neue PSIC ist ein wichtiger Meilenstein für P&G, um unser Tempo auf dem Weg zu den Nachhaltigkeitszielen, zu unserer ‚Ambition 2030‘ zu beschleunigen."
Kooperation macht's möglich
Die Smartbox: Mehrweg statt Einweg beim Warentransport - Ein Beispiel für eine Kooperation von Firmen quer durch die Lieferkette
Bis ein Produkt von der Produktion in ein Supermarktregal gelangt, durchläuft es normalerweise mehrere Behälter und Verpackungen. Das ist für den Handel und die Industrie sehr ineffizient, treibt die Kosten in die Höhe und es fällt viel Verpackungsmüll an. Nun haben Industrie, Handel und die GS1 Germany (eine Plattform, die weltweit Standards für effiziente und sichere Geschäftsprozesse über Unternehmensgrenzen hinweg entwickelt) gemeinsam eine Lösung kreiert: den Mehrwegbehälter GS1 Smart-Box. Es handelt sich um eine tauschbare Box, die einen umweltschonenden Vorteil für alle bietet: Der Tausch und die Reinigung der Boxen läuft über einen Poolpartner, Industrie und Handel teilen sich die Kosten, die LKWs werden optimal bestückt und ausgelastet, der Handel spart Zeit und Arbeit und es wird unnötiges Verpackungsmaterial reduziert. Auf Industrieseite beteiligen sich daran Beiersdorf, Colgate-Palmolive, Cosnova, Henkel, Kao, L’Oréal sowie Procter & Gamble. Vom Handel mit dabei sind der dm-Drogeriemarkt, Edeka, Müller und Rossmann.Verkaufsdisplays aus Silphie-Papier sind umweltfreundlich
Gemeinsam mit OutNature, einer Marke des Umweltdienstleisters PreZero, die das neuartige Silphie-Papier entwickelt hat, und dem Verpackungsspezialisten STI Group, entstand die Idee, das innovative Material für die Gillette-Verkaufsdisplays einzusetzen.Das Silphie-Papier ist besonders ressourceneffizient und kann im Food- und Non-Food-Bereich vielfältig eingesetzt werden. Mit einem Anteil von mindestens 35 Prozent bilden die Fasern der Silphie-Pflanze die Grundlage für das neuartige Papier. Der regionale Silphie-Anbau verringert Transportwege und die damit verbundenen CO2-Emissionen. Darüber hinaus werden im Aufbereitungsprozess wenig Wasser und Energie verbraucht und die Gewinnung der Fasern findet ohne den Einsatz von Chemikalien statt. Zudem bietet die Silphie-Pflanze auch für Landwirte eine zukunftsfähige Perspektive, da sie unter anderem insektenfreundlich ist, im Boden CO2 einspeichert und ihn vor Wind- und Wassererosionen schützt. Die robuste, mehrjährige Energiepflanze wurde bislang ausschließlich zur Produktion von Bio-Gas genutzt. OutNature ist es gelungen, die Pflanzenfasern mittels eines biothermischen Verfahrens vor der Bio-Energieerzeugung zu trennen. So macht die PreZero-Marke die Silphie-Pflanze als neuen, in Deutschland erzeugten Rohstoff nutzbar, der die Papier- und Verpackungsindustrie revolutioniert.
Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 01/2022 ist erschienen. Schwerpunkt: Energiewende - Was wäre, wenn? erschienen.
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