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Luftreinhaltung als wichtiges Gut - auf der IFAT 2016 ein wichtiger Faktor

Luftreinhaltung – durch Filteranlagen oder Absaugung und Abscheider – hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.

Was brauchen wir – neben Wasser und Nahrung – zum Leben? Genau, die Luft zum Atmen. Die Erdatmosphäre hat sich über Jahrmillionen zu einem komplexen Kreislauf entwickelt, welcher in der Hauptsache aus Stickstoff und Sauerstoff besteht. Organismen haben sich an dieses Milieu angepasst. Der Mensch ist heute in der Lage, seine Umwelt zu formen – auch unbewusst. Beim Autofahren, heizen oder in der Industrie entstehen überall Schadstoffbelastungen. Diese gelangen in die Luft – und werden hier zum Klimakiller oder Gesundheitsrisiko.

Luftreinheit wird im Hinblick auf den Klimawandel immer wichtiger. Nachhaltige Technologien sind deshalb einer der wichtigsten Bereiche unserer Zukunft. Nur so lassen sich bereits begonnene Veränderungen zumindest abmildern. @ Foto-Rabe (CC0-Lizenz)/ pixabay.comLuftreinhaltung – durch Filteranlagen oder Absaugung und Abscheider – hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Eine Tatsache, die inzwischen nicht mehr nur im Verborgenen stattfindet. Aus Anlass der diesjährigen IFAT 2016 haben sich auch Aussteller aus dem Segment der Luftreinhaltung in München getroffen. Was beinhaltet der Aspekt Luftreinhaltung überhaupt? Je nach Stufe, auf welcher sich der Betrachter an dieser Stelle bewegt, sind Aufgaben und Lösungsansätze unterschiedlich. Eines der bekannten Elemente begegnet uns aber ständig: Die Rede ist vom Kat im Auto, welcher den Ausstoß an Schadstoffen beim Fahren verringern soll. Darüber hinaus gibt es jedoch auch noch viele andere Möglichkeiten, die Luftreinheit zu verbessern.

Die IFAT in München - Errungenschaften und Neuigkeiten
Die IFAT München bezeichnet sich selbst als „Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft". Der Slogan Resources, Innovations, Solutions ist hier Programm. Es geht um neue Wege und Entwicklungen, die intelligente Stoffkreisläufe ermöglichen sollen. Schließlich ist Abfall, der heute in Haushalten und der Industrie anfällt, nicht einfach Müll. Dahinter verbergen sich nutzbare Rohstoffe. Und diese muss eine moderne Gesellschaft für sich einsetzen – um natürliche Ressourcen schonen zu können. Voraussetzung sind neue Technologien und Ideen, die regelmäßig auf der IFAT München und den Netzwerkpartnern, wie der:

präsentiert werden.
2016 war für die IFAT München ein besonderes Jahr. Vor 50 Jahren öffnete die Messe zum ersten Mal ihre Pforten für das Publikum. Präsentierten sich damals noch 147 Aussteller, ist deren Zahl inzwischen deutlich gewachsen – auf knapp 3.100. Einen ebenfalls deutlichen Anstieg verzeichnet die Messeleitung bei den Besucherzahlen. 2016 haben knapp 140.000 Besucher die IFAT München gesehen, was sich durchaus als beeindruckend bezeichnen lässt.
Das Thema Luftreinhaltung ist auf der IFAT auch dieses Jahr nur ein Themenschwerpunkt gewesen. Immer mehr setzt sich beispielsweise die Erkenntnis durch, dass die Moderne neue Ansatzpunkte hinsichtlich der Wassernutzungsinfrastruktur braucht. Ein auf der IFAT vorgestellter Ansatz ist das Verbundvorhaben TWIST++.

Luftreinhaltung - ein Überblick
Der Themenkomplex Luftreinhaltung umfasst verschiedene Schwerpunkt. Einerseits geht es an dieser Stelle natürlich um einen überregionalen Ansatz. Luft bzw. unsere Atmosphäre ist kein in sich abgeschlossenes System, sondern ein offener Stoffkreislauf.
Einzelne Komponenten können hinzukommen – und verteilen sich in der Luft mit Strömungen immer weiter. Diese Tatsache hat besondere Relevanz im Zusammenhang mit dem Eintrag von Schadstoffen. Hierzu gehören:

  • Festkörperpartikel (Stichwort Feinstaub)
  • Aerosole und
  • Gase.

Letztere können beispielsweise Stickoxide oder schädliche CO-Verbindungen sein. Aber auch andere Treibhausgase, wie das lange eingesetzte FCKW, spielen bei der Luftverschmutzung und Reinhaltung eine Rolle.

Auch in der Arbeitswelt und im Arbeitsschutz ist Luftreinheit ein wichtiges Gut. Aus diesem Grund sind beispielsweise Ansauganlagen eine sehr hilfreiche Option. @ Pezibaer (CC0-Lizenz)/ pixabay.comAufgrund der besonderen Rahmenbedingungen ist die Luftreinhaltung ein mehrstufiger Prozess mit variablen Dimensionen. Die Reinhaltung der Umgebungsluft beginnt beispielsweise mit dem Einsatz von Partikelfiltern oder dem Katalysator im Auto. Kleinmaßstäblich ist die Luftverunreinigung in Betrieben am Arbeitsplatz – etwa im Zusammenhang mit Fräs-, Löt- oder Schweißarbeiten. Hier kommt als Komponente der Arbeitsschutz in Form einer Absauganlage hinzu. Bewegt sich der Betrachter eine Ebene weiter, landet man bei der Heizenergieherstellung und anderen industriellen Prozessen.
Luftreinhaltung und Schadstoffabsaugung erfüllen an dieser Stelle eine gesamtgesellschaftliche Umweltschutzaufgabe. Immer stärker tritt heute in der Wahrnehmung – auch der Verbraucher – zutage, dass Umwelt und Natur nicht einfach unerschöpfliche Ressourcen bieten.

Fazit: Luftreinhaltung geht uns alle etwas an
Die diesjährige IFAT ist vorbei und durfte ein besonderes Jubiläum feiern. Aber nicht nur aus diesem Anlass lohnt sich der Blick auf die Messe und deren Ergebnisse. Zentrales Thema der IFAT ist letztlich die nachhaltige Nutzung von Ressourcen. Der Mensch geht mit vielen Rohstoffen seit Jahren verschwenderisch um. Die Ergebnisse sind vielleicht in Deutschland nicht direkt sichtbar. Dennoch bekommt die Gesellschaft den Verbrauch an Ressourcen immer stärker zu spüren. Es muss heute deshalb darum gehen, neue Nutzungskonzepte zu entwickeln. Ein Ergebnis dieser Bemühungen sehen Beobachter immer wieder: Was gestern Müll war, ist heute ein Rohstoff. Diese Erkenntnis gilt auch für die Luftreinhaltung. Moderne Absaugungsanlagen und Abscheider sind in der Lage, aus Schadstoffen beispielsweise Baumaterial entstehen zu lassen. Ein Schritt, der im 21. Jahrhundert wichtiger ist denn je.



     
        
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