Technik | Mobilität & Transport, 01.04.2014
Wann kommt die Stromer-Flotte?
Ob Elektrofahrzeuge im Wirtschaftsverkehr ökonomisch sinnvoll sind, untersucht das Projekt Get eReady.
Fazit bisher: Bei häufiger und regelmäßiger Nutzung können sich Elektrofahrzeuge in Unternehmen heute schon rechnen.
Elektrofahrzeuge bieten langfristig große Potenziale, die lokalen und globalen Emissionen des Verkehrs deutlich zu senken. Der Strom für die zukünftige Elektrofahrzeugflotte muss dafür aus erneuerbaren Energien kommen. In der derzeitigen Markteinführungsphase von Elektrofahrzeugen stellt sich jedoch vor allem die Frage, ob dieser ökologische Antrieb auch wirtschaftlich sinnvoll ist.
Um die Kosten von Kauf und Betrieb von Fahrzeugen vergleichen zu können, betrachtet man meist die Gesamtnutzungskosten. Sie bilden die Summe der auf das Jahr umgerechneten Anfangsinvestitionen plus der jährlichen laufenden Kosten. Elektrofahrzeuge sind dabei teurer in der Anschaffung, aber günstiger im Betrieb als konventionelle Diesel- oder Benzinfahrzeuge. Daher können Elektrofahrzeuge bei intensiver Nutzung von mindestens 25.000 km Jahresfahrleistung die höheren Anschaffungsausgaben durch geringere laufende Kosten amortisieren und prinzipiell günstiger sein als konventionelle Pkw.
Im Wirtschaftsverkehr fahren Pkw im Mittel ca. 25.000 km und damit mehr als im Privatverkehr (durchschnittlich ca. 14.000 km pro Jahr). Gewerbliche Autos sind daher als Erstmarkt besonders interessant - auch weil innerhalb einer Unternehmensflotte mit vielen Fahrzeugen weiterhin konventionelle Pkw für längere Fahrten zur Verfügung stehen. Das Projekt Get eReady im Schaufenster Baden-Württemberg (livinglab BWe mobil) untersucht derzeit die Wirtschaftlichkeit von Elektrofahrzeugen in Flotten. Erste Ergebnisse zeigen, dass bereits heute die Lücke zum wirtschaftlichen Einsatz von Elektrofahrzeugen nicht besonders groß ist und für einen Teil der Unternehmen unter 50 Euro pro Monat liegt. Diese Lücke lässt sich bereits mit einer geringen staatlichen Förderung auf die monatliche Leasingrate ausgleichen - wie innerhalb des Projektes Get eReady getestet. Gleichzeitig verringern die Unternehmen den Ausstoß von Treibhausgasen ihrer Fahrzeugflotte und werden mit dem Einsatz innovativer Elektrofahrzeuge attraktiver für neue Mitarbeiter.
Aus einer ganzheitlichen Perspektive betrachtet ist ein eingespartes Fahrzeug stets günstiger und umweltfreundlicher als jedes noch so effiziente Elektrofahrzeug. Daher wird im weiteren Verlauf des Projektes und für die zukünftige Bewertung von Fahrzeugflotten auch die Einsparung ganzer Fahrzeuge sowie die Optimierung der Fahrzeugnutzung innerhalb der Flotte wichtig sein und untersucht werden.
Um die Kosten von Kauf und Betrieb von Fahrzeugen vergleichen zu können, betrachtet man meist die Gesamtnutzungskosten. Sie bilden die Summe der auf das Jahr umgerechneten Anfangsinvestitionen plus der jährlichen laufenden Kosten. Elektrofahrzeuge sind dabei teurer in der Anschaffung, aber günstiger im Betrieb als konventionelle Diesel- oder Benzinfahrzeuge. Daher können Elektrofahrzeuge bei intensiver Nutzung von mindestens 25.000 km Jahresfahrleistung die höheren Anschaffungsausgaben durch geringere laufende Kosten amortisieren und prinzipiell günstiger sein als konventionelle Pkw. Im Wirtschaftsverkehr fahren Pkw im Mittel ca. 25.000 km und damit mehr als im Privatverkehr (durchschnittlich ca. 14.000 km pro Jahr). Gewerbliche Autos sind daher als Erstmarkt besonders interessant - auch weil innerhalb einer Unternehmensflotte mit vielen Fahrzeugen weiterhin konventionelle Pkw für längere Fahrten zur Verfügung stehen. Das Projekt Get eReady im Schaufenster Baden-Württemberg (livinglab BWe mobil) untersucht derzeit die Wirtschaftlichkeit von Elektrofahrzeugen in Flotten. Erste Ergebnisse zeigen, dass bereits heute die Lücke zum wirtschaftlichen Einsatz von Elektrofahrzeugen nicht besonders groß ist und für einen Teil der Unternehmen unter 50 Euro pro Monat liegt. Diese Lücke lässt sich bereits mit einer geringen staatlichen Förderung auf die monatliche Leasingrate ausgleichen - wie innerhalb des Projektes Get eReady getestet. Gleichzeitig verringern die Unternehmen den Ausstoß von Treibhausgasen ihrer Fahrzeugflotte und werden mit dem Einsatz innovativer Elektrofahrzeuge attraktiver für neue Mitarbeiter.
Aus einer ganzheitlichen Perspektive betrachtet ist ein eingespartes Fahrzeug stets günstiger und umweltfreundlicher als jedes noch so effiziente Elektrofahrzeug. Daher wird im weiteren Verlauf des Projektes und für die zukünftige Bewertung von Fahrzeugflotten auch die Einsparung ganzer Fahrzeuge sowie die Optimierung der Fahrzeugnutzung innerhalb der Flotte wichtig sein und untersucht werden.
Patrick Plötzl
ist Senior Scientist am Fraunhofer ISI und beschäftigt sich hauptsächlich mit Energieeffizienz und Elektromobilität.
ist Senior Scientist am Fraunhofer ISI und beschäftigt sich hauptsächlich mit Energieeffizienz und Elektromobilität.
Til Gnann
arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer ISI mit dem Schwerpunkt Elektromobilität.
arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer ISI mit dem Schwerpunkt Elektromobilität.
Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 02/2014 - Voll transparent, voll engagiert erschienen.
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