Mode selbst nähen – maßgeschneidert & nachhaltig

Upcycling schafft individuelle Kleidungsstücke und hilft Ressourcen einsparen - ein Trend nicht nur für Schneider-Profis!

In der Modewelt hat sich ein neuer Trend manifestiert, der in erster Linie den Nachhaltigkeitsaspekt verankert und zugleich den Individualismus der Träger und Trägerinnen unterstreich: Das Upcycling von Mode. Dieser Trend besagt eigentlich nichts anderes, als das alte Kleidungsstücke nicht etwa weggeschmissen, sondern durch kreative Nähkünste ‚aufgepimpt‘ und verschönert werden. Aus alten Stoffen oder auch anderen Materialien entstehen gänzlich neue Produkte und Kleidungsstücke, so lassen sich beispielsweise aus alten Fahrradschläuchen mit etwas Geschick neue Taschen „basteln" und das Material wieder verwenden. Inwieweit Upcyclen die aktuelle Modewelt beeinflusst und was zusätzlich zu einem nachhaltigen Modeverständnis gehört, wird im Folgenden erläutert. 

Recycling wird immer wichtiger
DIY - Do It Yourself. Der Trend scheint nicht aufzuhalten zu sein. Foto: ClipdealerIn der Modewelt wird das Thema Recycling immer wichtiger und die Welt rund um Massenware und Billigproduktion gerät verstärkt in die Kritik. Es finden immer mehr Tauschpartys statt und Second-Hand-Shops werden immer beliebter. Diese positive Entwicklung wird noch damit unterstützt, dass immer mehr Menschen zur Nähmaschine greifen und sich selbst ihre Kleidung schneidern. Hierfür ist neben etwas Übung und Geschick auch nicht allzu viel Equipment notwendig. Eine qualitative Nähmaschine, Garn, Scheren, Schnittmuster, Stoffe und idealerweise auch eine Schneiderpuppe zum Abstecken der Stoffteile reichen fürs Erste aus, um sich im Nähen zu versuchen. Es muss ja für den Anfang auch nicht komplett ein neues Kleidungsstück werden – die nicht mehr getragene Bluse im Schrank kann durch das Anbringen neuer Knöpfe oder dem Aufnähen von Perlenapplikationen ganz einfach in neuen Glanz erstrahlen.
Das Recyceln von Kleidung macht auch nicht im Einzelhandel halt. Eine schwedische Modekette bietet ihren Kunden beispielsweise an, ihre alten, nicht mehr getragenen Kleidungsstücke in einer der Filialen abzugeben und im Gegenzug einen Rabatt zu erhalten. 

Mit eigenen Ideen mehr Individualität
Das Nähen der eigenen Kleidung hat nicht nur einen nachhaltigen Effekt, denn Kleidungsstücke, die man selbst näht, entsorgt man nicht einfach so und zudem passen die Kleider auch viel besser, weil sie quasi maßgeschneidert wurden. Zudem sind die Stoffe in der Regel um einiges günstiger zu bekommen, als wenn man Qualitäts- und Markenkleidung im Geschäft kauft. In Bezug auf den Nachhaltigkeitsgedanken ist das Anfertigen der eigenen Kleidung also durchaus empfehlenswert. Nur wer seine Kleidung selbst herstellen, kann hundertprozentig sicher gehen, dass das Kleidungsstück unter fairen Bedingungen angefertigt wurde. Damit wird Billiganbietern der Kampf angesagt, die ohnehin häufig unter schlechten Bedingungen im Ausland produzieren lassen und dabei mehr auf Quantität statt auf Qualität setzen. Wer sich Kleidungsstücke von Billigketten kauft, muss nämlich mit hoher Wahrscheinlichkeit damit rechnen, mit dem Kauf unwürdige Arbeitsbedingungen zu unterstützen und zudem mit Kleidern herumlaufen, die so gut wie jeder Zweite trägt – fern ab von jeglicher Individualität.


Lifestyle | LOHAS & Ethischer Konsum, 16.10.2015

     
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