Wirtschaft | Recht & Normen, 13.10.2015
Neue ISO-Versionen vereinfachen Integration von Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen
TÜV Rheinland zertifiziert integrierte Managementsysteme nach ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015
Die neuen Versionen der internationalen Normen für Qualitätsmanagement und Umweltmanagement – die ISO 9001 und ISO 14001 – wurden im September 2015 veröffentlicht. Mit der neuen ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015 gestalten sich für Unternehmen der Aufbau und die Zertifizierung von integrierten Managementsystemen einfacher. Denn: Zukünftig zeichnen sich beide Normen durch identische Strukturen, weitgehend einheitliche Kerntexte, Begriffe und Definitionen aus. TÜV Rheinland zertifiziert integrierte Managementsysteme unter anderem gemäß der ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015. Identische Struktur vereinfacht Integration von Systemen
Unternehmen, die bereits ein integriertes Managementsystem einsetzen beziehungsweise ein solches aufbauen wollen, haben es zukünftig leichter. Sowohl die ISO 9001:2015 als auch die ISO 14001:2015 folgen der sogenannten „High Level Structure". Die Hauptkapitel beider Standards sind somit identisch strukturiert und vergleichbar. Durch diese Vereinheitlichung können Unternehmen die Anforderungen beider Normen einfacher bündeln und den entsprechenden Prozessen innerhalb des Unternehmens zuordnen. Das heißt, in einem Prozess werden sowohl die qualitätsrelevanten Aspekte als auch die umweltrelevanten Aspekte bedacht und in ein einziges Managementsystem integriert. Beinhaltet beispielsweise der Produktionsprozess eines Industrieunternehmens das Lackieren von Produkten, so würden die Prozessabläufe sowohl qualitäts- als auch umweltrelevante Aspekte berücksichtigen und eng miteinander verzahnen. Auch wird bei der Dokumentation dieses Prozesses dieselbe Darlegungsform für beide Normen begünstigt.
Hoher Integrationsgrad schafft Vorteile
Durch die Verschmelzung vieler Anforderungen der ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015 lässt sich auf einfache Weise ein sehr hoher Integrationsgrad der Systeme erreichen. Dieses hat auch positiven Einfluss auf ein anschließendes Audit- und Zertifizierungsverfahren, das viele Unternehmen anstreben. „Auch in der Praxis profitieren Unternehmen von einem integrierten Managementsystem. Die Tätigkeiten innerhalb der verschiedenen Betriebsprozesse sind meistens besser aufeinander abgestimmt. Es herrscht mehr Transparenz und redundante Arbeiten werden vermieden", erklärt Jürgen Ohligschläger, Produktverantwortlicher für die ISO 9001 bei TÜV Rheinland.
Vorgehensweise für Unternehmen
TÜV Rheinland empfiehlt Unternehmen, die ein integriertes Managementsystem aufbauen wollen, zwei wichtige Schritte zu vollziehen: Zunächst sollten sie die Anforderungen ermitteln, welche die ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015 an Qualität und Umwelt stellen. Anschließend können Unternehmen diese Anforderungen den jeweils relevanten Prozessen innerhalb des Unternehmens zuordnen und den Prozess in Bezug auf beide Anforderungsaspekte aufbauen. Nach dem Aufbau des integrierten Managementsystems kann dieses im Rahmen einer Kombizertifizierung durch TÜV Rheinland geprüft und zertifiziert werden.
Mehr Informationen zu dem Thema Kombizertifizierungen finden Interessierte auf: www.tuv.com/Kombizertifizierung
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