Gesellschaft | Politik, 10.09.2015
KMU gegen TTIP
Initiative von Unternehmen in Deutschland ins Leben gerufen
Was hat das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP, das derzeit mit den USA verhandelt wird, eigentlich mit den kleinen und mittleren Unternehmen in Europa zu tun? Was wissen die Betriebe über TTIP? Wie transparent und demokratisch legitimiert erfolgen die Verhandlungen? Bringen Konfliktfelder wie Gentechnik, hormonbehandeltes Fleisch oder unterschiedliche Standards bei Pestiziden und Klon-Fleisch unsere Betriebe in Bedrängnis? Wie wollen wir wirtschaften und welche Art von Handelsabkommen brauchen wir dazu?
Kleine und mittlere Unternehmen über die Folgen des Freihandelsabkommens TTIP zu informieren, das hat sich die Initiative „KMU gegen TTIP DE" zum Ziel gesetzt. Das Abkommen, das zwischen den USA und Europa verhandelt wird (Transatlantic Trade and Investment Partnership), wird schließlich gerade in den letzten Monaten vehement mit den vermeintlichen Vorteilen für KMU beworben. Die an der Gründung der Initiative beteiligten Unternehmen (Fella Maschinenbau GmbH, Brauerei Clemens Härle KG, Egovision GmbH, Ulrich Walter GmbH/ Lebensbaum, Velokonzept GmbH) setzen sich daher für eine faktenbasierte Diskussion ein und möchten auch die zu erwartenden Nachteile und Risiken des Freihandelsabkommens thematisieren. Erste Schritte wurden diese Woche mit der Homepage www.kmu-gegen-ttip.de gesetzt, auf der eine Unterstützungserklärung unterzeichnet werden kann.
Mittels der Aufklärung von Wirtschaftstreibenden und der Sammlung von Unterstützungserklärungen soll auch ein Signal an die traditionellen Wirtschaftsverbände und die politischen Entscheidungsträger/innen gesendet werden: Die KMU, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, stehen keinesfalls geschlossen hinter TTIP, sondern setzen sich in erster Linie für eine weitaus offenere und transparentere Diskussion möglicher Vor- und Nachteile ein.
Kontakt:
Arbeitsgemeinschaft "KMU gegen TTIP DE"
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