82 Leistungen. Ein Vertrag. Ein Preis. Transformation as a Service - Planungssicherheit statt Projekte

Am 13. August ist Erdüberlastungstag: Die Erde ist leer

Aktionsbündnis drängt auf deutsche Maßnahmen zur Senkung des Ressourcenverbrauchs

 
Der globale Erdüberlastungstag ist in diesem Jahr bereits am 13. August und damit noch einmal sechs Tage früher als im Vorjahr: Ab diesem Tag sind die nachhaltig nutzbaren Ressourcen der Erde für das gesamte Jahr verbraucht. Mit einer Aktion vor dem Kanzleramt prangern Aktivist/innen von INKOTA, Germanwatch, BUNDjugend, Naturschutzjugend (NAJU), FairBindung, PowerShift, der Christlichen Initiative Romero und der Kampagne Stop Mad Mining den übermäßigen Ressourcenverbrauch Deutschlands an und fordern die Bundesregierung auf, sich für eine zukunftsfähige und gerechte Ressourcenpolitik einzusetzen.
 
Eine drei Meter hohe Erdkugel in Form einer Trinkpackung steht vor dem Kanzleramt. Untermalt von einem lauten Schlürfgeräusch wird sie mit einem überdimensionierten Strohhalm ausgesaugt. Nach und nach fällt sie in sich zusammen. Mit dieser Aktion unter dem Motto „Leer! Die nächste bitte!" machen verschiedene Organisationen auf den Erdüberlastungstag und seine Folgen aufmerksam. „Wir verbrauchen die Ressourcen der Erde, als hätten wir noch eine zweite Erde im Keller", erklärt INKOTA-Referentin Christine Pohl. „So ist es aber leider nicht: Alles, was wir ab heute verbrauchen, wächst nicht nach oder kann von der Erde nicht kompensiert werden", so Pohl weiter.
 
1,5 Erden bräuchte die Weltbevölkerung derzeit, um den weltweiten Bedarf an Rohstoffen, Ackerland, Wasser und Wäldern nachhaltig zu decken. Würden alle Länder weltweit so wirtschaften wie Deutschland, wären sogar 2,6 Planeten notwendig. Der ökologische Fußabdruck eines Deutschen ist damit zwar deutlich kleiner als der eines US-Amerikaners. Dennoch liegt Deutschland im obersten Viertel aller Länder weltweit. Beim derzeitigen ökologischen Fußabdruck eines Inders würde hingegen nur die Hälfte der jährlich nachhaltig nutzbaren Ressourcen der Erde verbraucht.
 
„Unsere Wirtschaftsweise ist weder ökologisch nachhaltig noch global gerecht", erklärt Julia Otten, Referentin bei Germanwatch. „Damit beuten wir die Erde auf Kosten künftiger Generationen und der in Armut lebenden Menschen aus, die insbesondere im globalen Süden leben." Neben weltweiter Landübernutzung und dem Rückgang der Biodiversität in schrumpfenden Wäldern und überfischten Meeren, ist der globale Klimawandel eine der spürbarsten Auswirkungen der ökologischen Überlastung. Extreme Hitzewellen, Dürren, Stürme und Überschwemmungen treffen schon heute die Menschen im globalen Süden besonders hart. Dadurch und durch den Kampf um Rohstoffe verlieren immer mehr Menschen ihre Lebensgrundlage, müssen ihr Land verlassen oder vor Konflikten fliehen.
 
„Die Bundesregierung unterstützt zwar bessere Energie- und Rohstoffeffizienz der deutschen Wirtschaft, bezieht aber die Einhaltung globaler Umweltgrenzen nicht konsequent in ihre Rohstoffpolitik ein", erklärt Christoph Röttgers, Bundesjugendsprecher von der Naturschutzjugend. Es fehle bisher an verbindlichen Aussagen, den absoluten Ressourcenverbrauch in Deutschland zu senken. Die Organisationen fordern die Bundesregierung deshalb auf, endlich auch die Frage nach Suffizienz auf die politische Agenda zu setzen. „Wir brauchen eine Wirtschaftspolitik, die nicht mehr nach Wachstum um jeden Preis strebt, sondern die dem übermäßigen Ressourcenverbrauch ein Ende setzt und ein Wirtschaften innerhalb der planetaren Grenzen ermöglicht", so Röttgers weiter.
 
Zum Hintergrund
Das Global Footprint Network berechnet jedes Jahr den Tag, an dem die Erdüberlastung (Earth Overshoot Day) erreicht wird. Dabei wird der gesamte Bedarf an Wäldern, Flächen, Wasser, Ackerland und Lebewesen, den die Menschen derzeit für ihre Lebens- und Wirtschaftsweise brauchen, der biologischen Kapazität der Erde Ressourcen aufzubauen sowie Müll und Emissionen aufzunehmen, gegenübergestellt.
 
  
www.inkota.de/erdueberlastungstag2015


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

forum 04/2026

  • Kreislaufwirtschaft
  • Biodiversität
  • Bildung
  • Wasserweisheiten
  • Altöl im Kreislauf
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
23
NOV
2026
Energie- & Umweltgipfel 2026: Produzierende Industrie
Where Industrial Transformation Creates Competitive Advantage
10623 Berlin
23
NOV
2026
European Sustainability Week
Built on Trust. Driven by Insight. Focused on Impact. - Ticketrabatt für forum-Leser*innen
53639 Königswinter
Alle Veranstaltungen...
Energie- & Umweltgipfel 2026
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Digitalisierung

Sind wir auf dem Weg, uns selbst abzuschaffen?
Christoph Quarch überlegt, was KI-Systeme mit uns machen und wie wir uns verhalten sollten
Munich Climate Week 2026
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.

Jetzt auf forum:

Alle sind aufgerufen, einen Atomkrieg zu verhindern

BN-Donauschifffahrt zeigt den Wert der frei fließenden Donau auf

Konkrete Gefahren für Betriebe

Ein Wochenende voller Musik, Kunst und Begegnung

11. Internationaler Bodentag zum Thema "Gesunder Boden: vom Acker zum Teller" am 18,/19. November 2026 in Neunburg v. Wald

EthioTrees ist das Leuchtturm-Projekt 2026

PLAN-B NET ZERO gewinnt zweiten PaaS-Kunden

Regenwald-Konferenz erhält den "Making a Difference" Award 2026 des Jane Goodall Instituts Deutschland

B.A.U.M. Insights
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • ZamWirken e.V.
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • WWF Deutschland
  • SUSTAYNR GmbH
  • NOW Partners Foundation
  • Zendure DE GmbH
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • 66 seconds for the future
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Engagement Global gGmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH