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'Rettet unsere Böden'

'Amsterdam-Erklärung' appelliert an die Regierenden der Welt

Die 8-jährige Meike aus den Niederlanden präsentiert die 'Amsterdam Erklärung', die die gesammelten Ideen zum Bodenschutz enthält. © Nature & MoreFruchtbaren Boden auch für künftige Generationen erhalten: Dieses Ziel verfolgt die „Amsterdam-Erklärung", die die Teilnehmer der internationalen Konferenz „Celebrating Soil! Celebrating Life!" feierlich in Amsterdam veröffentlichten.
 
„Bitte kümmert euch um diese Erde! Gebt sie verantwortungsvoll an uns weiter, denn dann werden wir es euch nachtun! Bitte achtet auf unseren Boden!" Mit dieser glühenden Bitte richtete sich der 20-jährige Nyakallo Makgoba in der Abschlusszeremonie der „Celebrating Soil! Celebrating Life!"-Konferenz am vergangenen Freitag an alle Verantwortlichen aus Politik, Königshäusern und Wirtschaft. Gemeinsam mit Joszi Smeets von der Youth Food Bewegung forderte er alle Anwesenden auf, jetzt gegen Bodenerosion und -abbau aktiv zu werden. Nicht nur im Namen der Youth Food Bewegung, sondern im Namen der ganzen Generation. Denn ohne gesunden Boden gäbe es für die nachfolgenden Generationen keine Nahrungsversorgung – und damit auch keine Zukunft.
 
Was folgte, war ein ergreifender Moment der Stille im Saal, der schließlich von der 8-jährigen Meike aus den Niederlanden unterbrochen wurde: Die „Amsterdam-Erklärung" hoch über dem Kopf erhoben, zog sie durch den Saal nach draußen – begleitet von tosendem Applaus. Ein deutliches Zeichen für die Zukunft.
 
„Celebrating Soil! Celebrating Life!"
Im „Königlichen Tropeninstitut" in Amsterdam waren am 26. und 27. Juni rund 500 Teilnehmer zur internationalen Konferenz „Celebrating Soil! Celebrating Life!" zusammengekommen, um dem Boden eine Stimme zu geben. Mit dabei waren zahlreiche prominente Vertreter aus Unternehmen, Politik und Geistesleben, darunter u.a. Umweltaktivistin Vandana Shiva, die ehemaligen Agrarminister von Deutschland und Bhutan, Renate Künast und Pema Gyamtsho sowie Alnatura Geschäftsführer Prof. Dr. Götz Rehn.
 
Als Teil der „Save Our Soils – Rettet unsere Böden"-Kampagne machte die Konferenz deutlich, dass sofortiges Handeln notwendig ist. Denn jedes Jahr gehen 24 Milliarden Tonnen fruchtbarer Boden verloren, ein wirtschaftlicher Verlust von 1,5 Billionen Euro. Wird diese Entwicklung nicht gestoppt, sind die Folgen verheerend: Schließlich braucht es, um Klimaziele und Nahrungssicherheit zu erreichen, gesunden Boden.
 
Zahlreiche Prominente wie Julia Roberts haben diese Gefahr erkannt und unterstützen die „Save Our Soils – Rettet unsere Böden"-Kampagne. Denn nur so haben auch künftige Generationen eine faire Lebensgrundlage.
 
Die „Amsterdam-Erklärung"
Doch was lässt sich gegen die fortschreitende Zerstörung der Böden tun? Als Antwort auf diese Frage und als ein Versprechen an die künftigen Generationen haben Prominente und die 200 „Save Our Soils – Rettet unsere Böden"-Kampagnenpartner Lösungsmöglichkeiten und Verpflichtungen gesammelt und in der „Amsterdam-Erklärung" zusammengetragen. Darin setzen sie sich für die ökologische Landwirtschaft und einen nachhaltigen Umgang mit dem Boden ein. So heißt es dort: „Entscheidungsträger, Regierungen, Wirtschaftsvertreter und die Zivilgesellschaft sollten erkennen, dass diese Form der Landwirtschaft die beste Lösung ist, um Biodiversität sowie Klima- und Nahrungssicherheit zu erhalten." Eine der Mitwirkenden, die frühere Agrarministerin Renate Künast, betonte: „Es ist Zeit, dass das Thema Boden auf die globale Agenda kommt."
 
Ein Zeichen für den Boden
In der Guerilla Gardening-Aktion gibt TV-Köchin Sarah Wiener vollen Körpereinsatz. Mit dabei sind (von links nach rechts): Joszi Smeets von der Youth Food Bewegung, Vandana Shiva, Erzbischof Thabo Makgoba, Renate Künast, André Leu von IFOAM, Volkert Engelsman von Nature & More, Prof. Dr. Götz Rehn von Alnatura, Rabbi Soetendorp und Ibrahim Abouleish von SEKEM. © Nature & MoreEin symbolisches Zeichen an die künftigen Generationen hatten die Teilnehmer der Konferenz bereits früh am Tag gesetzt: Umweltaktivistin Vandana Shiva, Nature & More Geschäftsführer Volkert Engelsman, Alnatura Geschäftsführer Prof. Dr. Götz Rehn, Köchin Sarah Wiener und einige mehr kamen vor dem Kongressgebäude für eine gemeinsame Guerilla Gardening-Aktion zusammen. Ausgerüstet mit einem Spaten, lösten sie Steinplatten aus dem Amsterdamer Gehweg und gaben Bio-Samen und Bio-Kompost in die Erde. „Lebendige Böden und gesunde Samen sind der Ursprung unserer Gesellschaft", betonte Vandana Shiva.
 
Volkert Engelsman, der die „Save Our Soils – Rettet unsere Böden"-Kampagne zusammen mit FAO und IFOAM ins Leben gerufen hat, zeigte sich nach der Aktion hoffnungsvoll: „Bauern, die sich um ihre Böden kümmern, sind die Ärzte der Zukunft. Doch die Verbraucher haben letztlich die Macht: Nur wenn diese entscheiden, in Zukunft nachhaltig angebaute Produkte zu kaufen, kann sich wirklich etwas verändern." Und er fügte hinzu: „Was mir Hoffnung gibt, ist, dass die jungen Meinungsträger die ökologische und nachhaltige Landwirtschaft unterstützen. Wir, die führende Generation, müssen daher jetzt Verantwortung übernehmen."
 
Über „Save Our Soils – Rettet unsere Böden"
Die „Save Our Soils – Rettet unsere Böden"-Kampagne wurde von Nature & More, einem international führenden Distributor von frischem Bio-Obst und Bio- Gemüse und der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung gesunder Böden aufmerksam zu machen. Die Kampagne wird auch von zahlreichen Prominenten unterstützt, u.a. von Julia Roberts, dem Dalai Lama und dem früheren Erzbischof Desmond Tutu.
 
Der „Save Our Soils – Rettet unsere Böden"-Fonds wurde im Februar 2015 eröffnet und konnte bisher bereits 200.000 Euro sammeln, um Bauern weltweit bei ihrem Einsatz für fruchtbare, gesunde Böden und eine ökologische Landwirtschaft zu unterstützen.
 
Mehr erfahren Sie unter:
 
Pressekontakt Niederlande:
Michael Wilde | +31 180 63 55 63 | michael.wilde@eosta.comwww.eosta.com
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