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Globale Verantwortung: "Nachhaltigkeitspolitik wird härter werden"

Auf der 15. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat dessen Vorsitzende Marlehn Thieme auf die gestiegenen Anforderungen an die deutsche Nachhaltigkeitspolitik hingewiesen.

„2015 ist aus meiner Sicht ein entscheidendes Jahr. An seinem Ende wird sich zeigen, ob wir es schaffen, Globalisierung und Verantwortung zusammenzubringen."
 
Mit der UN-Konferenz zu den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs) im September in New York und mit der UN-Klimakonferenz im Dezember in Paris stünden zwei große internationale Entscheidungen an. „Die Universalität der globalen Nachhaltigkeitsziele verschiebt überkommene Vorstellungen und stellt schon jetzt neue Anforderungen an uns alle", so Thieme. „Damit wird Nachhaltigkeitspolitik härter werden." Vor diesem Hintergrund müsse globale Verantwortung neu buchstabiert werden. „Deutschland muss seine Nachhaltigkeitsstrategie gründlich überholen." Entscheidend für das Erreichen von Klimazielen und globalen Nachhaltigkeitszielen sei jetzt die nationale Handlungsebene.
 
Um globale, nationale und kommunale Handlungsebenen besser zusammenzubringen, hatte der Rat für Nachhaltige Entwicklung bereits im April rund 100 junge kommunale Verantwortliche aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft eingeladen, um sich mit der Bedeutung der nationalen Nachhaltigkeitspolitik für die kommunale Ebene auseinanderzusetzen. Auf der Grundlage des dreitägigen Dialoges haben sie ihre „Handlungsempfehlungen für eine bessere Wirkung zwischen nationalen und kommunalen Nachhaltigkeitsbestrebungen" in einem Impulspapier zusammengefasst, welches sie auf der Jahreskonferenz präsentieren und das der Nachhaltigkeitsrat am 2. Juni der Bundesregierung übermittelt hat.
 
 
Marlehn Thieme bedankte sich bei den jungen kommunalen Verantwortungsträgern für ihr Engagement. „Ich freue mich über das hohe Interesse der jungen Menschen an Nachhaltigkeit und ihre ernst zu nehmenden Gestaltungsvorschläge für eine nachhaltige Gegenwart und Zukunft."

Gesellschaft | Politik, 03.06.2015
     
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