Garten-PV - Grüner Strom aus eigenem Anbau.
Technik | Energie, 30.04.2014

Kyocera begrünt Firmengebäude und spart Energie

Green Curtains-Initiative

Neuss - Pünktlich zum Frühlingsanfang pflanzen die Mitarbeiter der Kyocera Corporation in Japan "Green Curtains" zur Energieeinsparung an den Unternehmensstandorten. Mittlerweile erfreut sich diese Tradition jedoch nicht nur in Asien zunehmender Beliebtheit: Die Do-it-yourself-Anleitung erklärt Schritt für Schritt, wie jeder Green Curtains auch zu Hause erfolgreich anbauen kann - im Garten oder auf dem Balkon.

Als Bestandteil seiner traditionellen Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsaktivitäten pflanzt Kyocera jedes Jahr im Frühling Green Curtains an den Standorten des Unternehmens in Japan sowie einigen Niederlassungen in anderen Teilen der Welt. Bis zum Sommer bewachsen dichte Laubvorhänge die Rankgitter an Außenwänden der Produktionsstätten und Bürogebäuden. Diese natürlichen Vorhänge, die auch Fenster bedecken, sorgen nicht nur für Schatten, sondern isolieren das Gebäude. In den heißen Sommermonaten kann die Temperatur um bis zu 2° C gesenkt und damit der Energieverbrauch durch Klimaanlagen erheblich reduziert werden.*

Die Green Curtains vermindern also nicht nur Energieverbrauch und Emissionen, sondern binden zusätzlich CO2: Ein Quadratmeter des Blattwerks neutralisiert ganze 3,5 Kilogramm Kohlendioxyd pro Jahr. Im Jahr 2012 umfasste die gesamte Länge an Green Curtains der Kyocera Corporation 830 Meter sowie eine Fläche von 3.417 Quadratmeter - das entspricht 13 Tennisplätzen. Damit leistet das Grün einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der regionalen Ziele im Rahmen des nationalen Energiesparplanes in Japan, der in Folge des Erdbebens und Tsunamis im Jahr 2011 erlassen worden ist.

Seit der ersten Green Curtain-Bepflanzung in der Produktionsstätte in Okaya in der japanischen Präfektur Nagano im Jahr 2007, hat sich dieser Bestandteil der Klimaschutzmaßnahmen des Unternehmens mittlerweile auf über 28 Standorte in Japan und weitere Ländergesellschaften, wie etwa China, Thailand und Brasilien, ausgeweitet. Erstmals werden in diesem Jahr auch die Gebäude der weltweiten Zentrale von außen durch Windengewächse begrünt. In einigen Regionen werden in Zusammenarbeit mit den Gemeinden die Bürger vor Ort miteinbezogen und kostenlose Setzlinge sowie Do-it-yourself-Anleitungen für den Heimeinsatz bereitgestellt.

Auf seiner Webseite zu den Green Curtains-Aktivitäten bietet Kyocera einen umfassenden Überblick sowie Erklärungen zur Umwelt-Initiative und regt damit zur weiteren Nachahmung an: Fotos und Illustrationen zeigen in einer leicht verständlichen Schritt-für-Schritt-Anleitung, welche Materialien für einen grünen Vorhang benötigt werden und in welcher Reihenfolge vorgegangen werden muss, damit er am Arbeitsplatz oder auch zu Hause gedeiht. Durch den Einsatz von Kletterhilfen sind die Auswirkungen dieser Bepflanzungsmethode auf Fassade und Gebäude jedenfalls ausschließlich positiver Natur und bieten zudem auch einen ästhetischen Mehrwert - Nachmachen lohnt sich also in jedem Fall.

Und das nicht nur der Umwelt zuliebe. Denn das dichte Grün lässt sich gleichzeitig auch zur Gemüsezucht verwenden: Neben der Goya, einem traditionellem Sommergemüse aus dem japanischen Okinawa, das hierzulande vor allem als Bittergurke bekannt ist, kommen vornehmlich Gurken und Erbsen zum Anbau der Green Curtains bei Kyocera zum Einsatz. Nach der gemeinsamen Ernte der Mitarbeiter bildet das Gemüse die wichtigste Zutat für ein besonderes Kantinen-Menu. Nicht zuletzt kommt die nährstoffreiche Bittergurke dabei als Mittel zur Vorbeugung von Müdigkeit in der sommerlichen Hitze zum Einsatz - eine optimale Ergänzung zum isolierenden Effekt der Green Curtains.* Quelle: Japan Ministry of Land, Infrastructure, Transport and TourismFür weitere Informationen zu den Green Curtains-Aktivitäten: global.kyocera.com.

Quelle: KYOCERA Document Solutions Deutschland GmbH



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit
30
JUN
2026
Circular Tech Hub
Europe’s Largest Tech, Startup & Digital Investment Event
14055 Berlin
28
SEP
2026
Zertifikatskurs „Sustainability Management“
Wir verbinden Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit!
95447 Bayreuth
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Digitalisierung

Neues "Mental Operating System" für Social Media und Ki-Systeme
Christoph Quarch plädiert für die Programmierung einer europäischen, humanistischen KI zur Erreichung digitaler Souveränität
B.A.U.M. Insights
Garten-PV - Stromkosten um fast 80 Prozent gesenkt

Jetzt auf forum:

Stadtgrün gegen Hitze

Biodiversität beginnt vor der Haustür

Erfolgreicher Moor-Mitmachtag mit 100 Freiwilligen

Klimaneutrale Speicherstadt drei Mal erfolgreich bei DGNB Sustainability Challenge

Die Sommer-INNATEX wartet auf mit bekannten Namen und essenziellen Themen

Recht haben reicht nicht

Neue Wege gehen: Die nächste Generation steht bereit

Der Einkauf als Hebel

  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • NOW Partners Foundation
  • 66 seconds for the future
  • WWF Deutschland
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • ZamWirken e.V.
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • TÜV SÜD Akademie
  • SUSTAYNR GmbH
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Engagement Global gGmbH