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Süße Sünde

Und gutes Gewissen: Ritter Sport

Schokolade ist der Deutschen liebste Süßigkeit. Rund 9,5 kg isst im Durchschnitt jeder pro Jahr. Dafür werden fast 5000 Kakaobohnen benötigt. Ein Kakaobaum trägt pro Jahr rund 30 Früchte mit jeweils circa 50 Kakaobohnen und ist überaus anspruchsvoll.

Eine der Lieblingssünden der Deutschen: Kakao und Vanille und die daraus gemachten Produkte.
Inzwischen ist nicht nur vielen Verbrauchern bewusst, dass die ökologischen und sozialen Bedingungen im Kakaoanbau häufig problematisch sind, auch viele Schokoladeproduzenten haben den Handlungsbedarf erkannt. Als einer der ersten hat vor rund 25 Jahren Ritter Sport begonnen, sich für nachhaltigen Anbau von Kakao zu engagieren.

Um nachhaltigen Kakao für die bunten Ritter Sport Quadrate zu gewinnen, geht das Familienunternehmen ungewöhnliche Wege: Im Osten Nicaraguas hat Ritter Sport rund 2.000 Hektar Land erworben und steigt selbst in den nachhaltigen Kakaoanbau ein. Insgesamt investiert das Unternehmen jährlich rund 5 Millionen Euro in €"El Cacao" und weitere Projekte. Gemessen am Umsatz des vergleichsweise kleinen Unternehmens eine beachtliche Summe.

"Für uns als mittelständisches Unternehmen ist das der effektivste Weg, maximalen Einfluss auf die ökologischen und sozialen Bedingungen im Kakaoanbau zu nehmen", erklärt Alfred T. Ritter, Inhaber und Vorsitzender der Geschäftsführung von Ritter Sport. "Eine permanente Kontrolle der Anbau- und Arbeitsbedingungen weltweit ist für uns weder finanziell noch personell möglich".

"In der El Cacao"-Baumschule wachsen die Kakaobäume heran, die künftig nachhaltigen Kakao für Ritter Sport Schokolade liefern.
Integrierte Landwirtschaft: Plantage mit Modellcharakter

Bei dem erworbenen Land handelt es sich um ehemals als Weideflächen genutztes Brachland. 1.300 Hektar werden nach den Gesichtspunkten der agroforstwirtschaftlichen Landwirtschaft aufgeforstet. Die Bewirtschaftung folgt den Prinzipien der integrierten Landwirtschaft, zu denen Energieeffizienz, die Vermeidung klimarelevanter Emissionen, nachhaltige Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität zählen. Letzterer trägt der Erhalt vorhandener Waldbestände und Feuchtgebiete Rechnung, die 700 Hektar ausmachen.

Faire und sichere Arbeitsbedingungen

Vor allem der soziale Aspekt ist der zentrale Beweggrund für Ritter Sport, selbst aktiv zu werden. Deshalb erhalten die Mitarbeiter in Nicaragua zum gesetzlichen Mindestlohn einen Aufschlag von fast 30 Prozent sowie nicht-monetäre Leistungen wie ärztliche Versorgung oder Weiterbildungsangebote. Hohe Sicherheitsstandards, die über die geltenden Vorschriften hinausgehen, dienen dem Schutz der Arbeiter. Auch aufgrund dieses Engagements in Nicaragua hat Ritter Sport im letzten Herbst das Zertifikat für den "ZNU-Standard nachhaltig Wirtschaften Food" erhalten. Ein echter Beleg für nachhaltiges Handeln.  

Quelle: Alfred Ritter GmbH & Co. KG



     
        
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