Lifestyle | LOHAS & Ethischer Konsum, 09.12.2013
Fly Lemon and more
Good news from Love Green
Hätten Sie gedacht, dass man mit Zitronen fliegen kann? Eine australische Wissenschaftlerin will genau das zur Realität werden lassen. Das ist diese Woche eines der Themen in den Love Green Facts. Außerdem erfahren Sie diesmal mehr über über Strom von der Vulkan-Insel und über eine Kampagne, die dafür sorgte, dass zahlreiche Modeunternehmen nun auf Angora-Wolle verzichten.
Mit Zitronen durch die Luft fliegen
Der Naturstoff Limonen sorgt für den frischen, zitronigen Duft in Zitronen, Limetten oder anderen Zitrusfrüchten. Doch der Limonen ist weitmehr als nur ein Duftstoff. In Zukunft könnte aus Limonen auch der umweltfreundliche Treibstoff für Flugzeuge entstehen. Davon geht zumindest eine australische Wissenschaftlerin aus. Erste Tests mit Flugzeugen liefen bereits erfolgreich. Allerdings erweist sich die Gewinnung von Limonen aus der Schale von Zitrusfrüchten nicht als praktikabel. Daher suchte die Forscherin vom Australian Institute for Bioengineering and Nanotechnology (AIBN) an der Universität von Queensland nach einer effektiveren Produktionsform. Und fand diese bei Hefe. Hier lässt sich aus modifizierter Stärke auf natürliche Weise Limonen gewinnen, das wiederum zu Bio-Treibstoff umgewandelt werden kann. Aktuell befindet sich dieses Vorhaben zwar noch in den Anfängen. Aber wer weiß, vielleicht fliegen wir in ein paar Jahren tatsächlich mit Zitronen durch die Luft.
Strom von der Vulkan-Insel
Island verfügt über mehr als 30 aktive Vulkane und so ist es nicht verwunderlich, dass der Inselstaat fast seinen gesamten Strom aus Erdwärme und Wasserkraft gewinnt. Da genügend Energie zur Verfügung steht, wird geprüft, ob der Ökostrom nicht auch an das Festland geliefert werden kann. Mit Hilfe einer über 1.000 Kilometer langen Leitung. Schon seit mehr als 60 Jahren beschäftigen sich die Isländer mit dieser Idee. Doch bislang hat sich das nicht gerechnet. Die in Europa stetig steigenden Strompreise könnten das Blatt wenden. Daher hat das größte Stromunternehmen des Landes Landsvirkjun in den Jahren 2009/2010 eine Kabel-Verbindung zwischen Island und Europa erneut untersuchen lassen. Und kam zu positiven Ergebnissen. Denn die Stromproduktion ist auf Island verhältnismäßig günstig und die Vulkane entsprechend aktiv. Laut Landsvirkjun könnte ab dem Jahr 2020 der Strom-Export von der Insel starten.
Keine Angora-Produkte mehr bei C&A, Esprit und H&M
Winterzeit ist Pulloverzeit. Und so haben auch dieses Jahr wieder viele Bekleidungs-Unternehmen eine Reihe von kuschelig-weichen Angora-Produkten im Angebot. Doch die meisten Verbraucher wissen nicht, wie Angora-Wolle gewonnen wird. Denn anders als bei Schafen werden Angora-Kaninchen nicht geschoren. Sondern den possierlichen Tieren werden die Wollbüschel qualvoll herausgerissen. Mit einem Undercover-Video machte die Tierschutzorganisation PETA auf diese grausame Handhabe aufmerksam. Und startete eine weltweite Kampagne. Mit Erfolg. Die Handelskonzerne C&A, Esprit und H&M stellen die Fertigung von Angora-Produkten ein und nehmen Kleidungsstücke aus dem Handel - vorerst zumindest. Die schwedischen Firmen Lindex, Gina Tricot und MQ sowie die dänische Firma IC Companys wollen ganz auf Angora-Wolle verzichten.
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Die vielseitigen Zitrusfrüchte könnten demnächst auch noch Flügel verleihen. |
Der Naturstoff Limonen sorgt für den frischen, zitronigen Duft in Zitronen, Limetten oder anderen Zitrusfrüchten. Doch der Limonen ist weitmehr als nur ein Duftstoff. In Zukunft könnte aus Limonen auch der umweltfreundliche Treibstoff für Flugzeuge entstehen. Davon geht zumindest eine australische Wissenschaftlerin aus. Erste Tests mit Flugzeugen liefen bereits erfolgreich. Allerdings erweist sich die Gewinnung von Limonen aus der Schale von Zitrusfrüchten nicht als praktikabel. Daher suchte die Forscherin vom Australian Institute for Bioengineering and Nanotechnology (AIBN) an der Universität von Queensland nach einer effektiveren Produktionsform. Und fand diese bei Hefe. Hier lässt sich aus modifizierter Stärke auf natürliche Weise Limonen gewinnen, das wiederum zu Bio-Treibstoff umgewandelt werden kann. Aktuell befindet sich dieses Vorhaben zwar noch in den Anfängen. Aber wer weiß, vielleicht fliegen wir in ein paar Jahren tatsächlich mit Zitronen durch die Luft.
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Island plant ab dem Jahr 2020 seinen Strom nach Europa zu liefern. |
Island verfügt über mehr als 30 aktive Vulkane und so ist es nicht verwunderlich, dass der Inselstaat fast seinen gesamten Strom aus Erdwärme und Wasserkraft gewinnt. Da genügend Energie zur Verfügung steht, wird geprüft, ob der Ökostrom nicht auch an das Festland geliefert werden kann. Mit Hilfe einer über 1.000 Kilometer langen Leitung. Schon seit mehr als 60 Jahren beschäftigen sich die Isländer mit dieser Idee. Doch bislang hat sich das nicht gerechnet. Die in Europa stetig steigenden Strompreise könnten das Blatt wenden. Daher hat das größte Stromunternehmen des Landes Landsvirkjun in den Jahren 2009/2010 eine Kabel-Verbindung zwischen Island und Europa erneut untersuchen lassen. Und kam zu positiven Ergebnissen. Denn die Stromproduktion ist auf Island verhältnismäßig günstig und die Vulkane entsprechend aktiv. Laut Landsvirkjun könnte ab dem Jahr 2020 der Strom-Export von der Insel starten.
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Gute Nachrichten auch aus der Bekleidungsindustrie - Angora-Produkte werden zumindest zeitweise von zahlreichen Unternehmen aus dem Sortiment genommen. |
Winterzeit ist Pulloverzeit. Und so haben auch dieses Jahr wieder viele Bekleidungs-Unternehmen eine Reihe von kuschelig-weichen Angora-Produkten im Angebot. Doch die meisten Verbraucher wissen nicht, wie Angora-Wolle gewonnen wird. Denn anders als bei Schafen werden Angora-Kaninchen nicht geschoren. Sondern den possierlichen Tieren werden die Wollbüschel qualvoll herausgerissen. Mit einem Undercover-Video machte die Tierschutzorganisation PETA auf diese grausame Handhabe aufmerksam. Und startete eine weltweite Kampagne. Mit Erfolg. Die Handelskonzerne C&A, Esprit und H&M stellen die Fertigung von Angora-Produkten ein und nehmen Kleidungsstücke aus dem Handel - vorerst zumindest. Die schwedischen Firmen Lindex, Gina Tricot und MQ sowie die dänische Firma IC Companys wollen ganz auf Angora-Wolle verzichten.
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