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Umwelt | Klima, 26.11.2013

World Climate Summit und Business Day des WBCSD

Wie sieht der Weg nach Paris 2015 aus? Welche Lösungen bietet die Wirtschaft?

Der World Climate Summit und Business Day des WBCSD fand am Rande der COP 19 Klimaverhandlungen am 17. und 18. November 2013 im Marriott-Hotel in Warschau statt. Janusz Piechocinski, der stellvertretende Premierminister von Polen, eröffnete das Großevent. Veranstalter von "Climate Solutions" waren der World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) und World Climate Ltd. Unter den rund 500 Teilnehmern befanden sich viele Führungskräfte bis zum CEO-Level. Es sollte deutlich werden, dass das Thema Klimaschutz heute im Top-Management der Wirtschaft angekommen ist und dort auch aktiv verfolgt wird.

Bernhard Schwager, Robert Bosch GmbH
Foto: © www.bosch.com
Um das 2-Grad-Ziel zu erreichen, muss es die Weltgesellschaft die Systeme für Energie, Industrie, Landwirtschaft und Forstwirtschaft umgestalten. Dafür muss die Weltgemeinschaft
  • gesellschaftliche Entwicklungsziele erreichen
  • erforderliche Strukturveränderungen veranlassen, die sicherstellen, dass das Gesamtbudget von 1 Billion Tonnen Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre bis 2020 nicht überschritten wird
  • die zu erwartenden Klimaveränderungen abfedern
"Action 2020" lautet das Motto, mit dem die Wirtschaft Lösungen sowohl für die Unternehmen als auch die Gesellschaft anbietet. Im Mittelpunkt stehen gesellschaftliche Ziele, um die Systeme unseres Planeten wieder auf einen nachhaltigen Kurs zu bringen. Zentral ist dabei, dass dies nur gelingen kann, wenn Wirtschaft, Regierungen und Gesellschaft eng und partnerschaftlich zusammenarbeiten. Genau dies setzte sich der Business Day zum Ziel und diskutierte dazu in verschiedenen Panels die konkreten Lösungsmöglichkeiten mit verschiedenen Stakeholdern.

Zu den neun Handlungsfeldern, die messbar, skalierbar, replizierbar und über business as usual hinausgehen müssen, gehören:
  • Klimawandel
  • Nährstoffe
  • Ökosysteme
  • Gefahrstoffe
  • Wasser
  • Grundbedürfnisse und Rechte
  • Fähigkeiten und Arbeit
  • Nachhaltige Lebensstile
  • Lebensmittel
Der zweite Tag der Veranstaltung diente als Launch der ersten 50 Projekte des WBCSD, um Wirtschaft und Regierungsvertretern den Weg in eine emissionsarme Zukunft aufzuzeigen. Viele Produkte und Technologien dafür stehen bereits zur Verfügung. Es ist damit auch an der Politik, mit flankierenden Maßnahmen für eine Marktdurchdringung zu sorgen. Beispielhaft hierfür ist die in deutschen Gebäuden verbaute Heiztechnik, die durchschnittlich doppelt so alt ist wie unsere Kfz-Flotte. An dieses Effizienzpotenzial gilt es heranzukommen, denn Gebäude stehen für fast 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen.
 
 
Von Bernhard Schwager
 
 

Im Profil

Bernhard Schwager ist Leiter der Geschäftsstelle Nachhaltigkeit der Robert Bosch GmbH und seit 2006 Präsident des Verbandes der Betriebsbeauftragten e.V. (VBU). Zudem ist er seit Mai 2008 Obmann des Ausschusses Umweltmanagementsystem/Umweltaudit im deutschen Institut für Normung (DIN).

Quelle:



     
        
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