66 seconds for the future - forum zeigt Zukunftsgestalter:innen und Nachhaltigkeitspionier:innen

Deutliche Maßnahmen gegen Hunger gefordert

Experten von "Brot für die Welt" Bei UN-Welternährungswoche

"Brot für die Welt" fordert zum Auftakt der UN-Welternährungswoche entschiedene Maßnahmen gegen Hunger. Dazu gehören Regeln gegen Landgrabbing und steigende Preise für Grundnahrungsmittel. Das evangelische Hilfswerk appelliert an das bei der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) angesiedelte Komitee für Welternährung, das in Rom über Vorschläge verhandelt, den Hunger in der Welt zu reduzieren. Rund eine Milliarde Menschen hungern weltweit, davon sind 70 Prozent Frauen und Mädchen. Fachleute von "Brot für die Welt" begleiten die Verhandlungen in Rom, bei denen Landgrabbing und Nahrungsmittelpreise im Zentrum stehen.

Unter "Landgrabbing" oder Landraub versteht man Agrarinvestitionen, bei denen großflächig Land in Entwicklungsländern gepachtet wird, um darauf Energiepflanzen für Agrosprit, Futtermittel oder Grundnahrungsmittel für weit entfernte, kaufkräftige Kunden anzubauen. Dabei bleiben die Ärmsten am Ort auf der Strecke, weil für sie Nahrung teurer und Land knapper wird. Doch die Verhandlungen in Rom drohen an nationalen Interessen zu scheitern, warnt Carolin Callenius, Leiterin der Ernährungskampagne bei "Brot für die Welt". "Es müssen strenge Leitlinien entstehen, die die Interessen der Betroffenen berücksichtigen, fordert Callenius.

Auch in den Importländern fordert "Brot für die Welt" Konsequenzen. Die hohen Importe an Futtermitteln und Agrospritpflanzen aus Entwicklungsländern heizen dort die Nachfrage nach Land an. Deshalb sollten die Vorschläge zur EU-Agrarreform, die vergangene Woche in Brüssel vorgestellt wurden, unbedingt nachgebessert werden: in Richtung einer EU-Agrarpolitik, die den Importbedarf durch eine stärkere einheimische Produktion ersetzt.

"Es müssen aber auch Preissteigerungen für Grundnahrungsmittel verhindert werden", sagt Bernhard Walter, Ernährungsfachmann von "Brot für die Welt". "Die führenden Wirtschaftsnationen sollten endlich mehr Maßnahmen zur Regulierung der Börsen ergreifen. Dazu gehören die Begrenzung der Termingeschäfte und mehr Transparenz auf den Agrarrohstoffmärkten", betont Walter. Die Bundesregierung müsse sich für einen Aktionsplan einsetzen, um spekulationsbedingte Preissprünge zu stoppen. Walter: "Aus ethischer Sicht darf mit Nahrungsmitteln nicht spekuliert werden, da sind sich alle einig, jetzt bedarf es des politischen Willens, den Worten auch Taten folgen zu lassen".



Lesen Sie mehr zu dem Thema Landgrabbing und Nahrungsmittelspekulation im Magazin "forum Nachhaltig Wirtschaften" 2/2011 mit dem Schwerpunkt Ressourcen und dem Special Ernährung & Landwirtschaft.

Das Magazin umfasst 148 Seiten und ist zum Preis von 7,50? zzgl. 3,00? Porto & Versand (innerhalb Deutschlands) direkt hier zu bestellen.
Oder unterstützen Sie uns durch ein forum-Abonnement

Quelle:



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
MÄR
2026
Erneuerbare - rund um die Uhr (nutzen)
33. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Solar-Initiativen (ABSI)
84524 Neuötting
21
APR
2026
Sustainable Economy Summit
Rückenwind für die Wirtschaft der Zukunft
10117 Berlin
08
JUN
2026
SuperReturn Energy Transition - Ticket discount for forum readers!
Powering progress. Investing in the future of energy.
10789 Berlin
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Professionelle Klimabilanz, einfach selbst gemacht

Einfache Klimabilanzierung und glaubhafte Nachhaltigkeitskommunikation gemäß GHG-Protocol

Pioniere & Visionen

Innovation und Kreativität brauchen Spielräume
Christoph Quarchs Gedanken zum Frühlingserwachen
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Intelligenz und Resilienz statt Abhängigkeit

Die Chance der Krise

Sondervermögen: Das 11 Milliarden-Potenzial des Klima- und Transformationsfonds (KTF)

Klimaziele 2030 und 2040 werden deutlich verfehlt

Richtiges Haushalten denkt das Morgen mit

Auftakt mit Strahlkraft - Let's talk about Cotton

3-phasiges Solar- und Speichersystem der nächsten Generation mit integrierter Ersatzstromfunktion

Einfach mal machen

  • TÜV SÜD Akademie
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Global Nature Fund (GNF)
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • ZamWirken e.V.
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • circulee GmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • NOW Partners Foundation
  • SUSTAYNR GmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • WWF Deutschland