Technik | Energie, 07.10.2011
Skandalöse Pläne
Energiekonzerne wollen Atomrisiken in staatliche Stiftung auslagern
Zum heutigen Bericht des Handelsblattes über die Gründung einer Atomstiftung kommentiert Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie e.V.
Der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie e.V., Hermann Albers, erklärt zum heutigen Bericht des Handelsblattes über die Gründung einer Atomstiftung:
"Die Pläne, die das Handelsblatt zur Gründung einer Atomstiftung vorliegen, zeigen deutlich: Weder Energieversorger noch "eingeweihte Kreise in Berlin" (laut Handelsblatt) haben seit dem Desaster der Laufzeitverlängerung im vergangenen Herbst dazugelernt. Wieder einmal wird hinter verschlossenen Türen ausgehandelt, wie die großen Energieversorgungsunternehmen auf Kosten der Verbraucher, der Energiewende und mittelständischer Unternehmen ihren Profit maximieren können. Besonders skandalös ist dabei, dass die wirtschaftlichen Risiken der alten Atommeiler auf die Gemeinschaft übertragen werden sollen und dass als Argument dafür die Energiewende herhalten soll. Klar ist: Die Energiewende ist auch ohne Monopolstrukturen machbar. Der Reiz der Energiewende liegt nämlich gerade darin, dass die Versorgungsstruktur dezentral ist und mehr Wettbewerb geschaffen wird. Würde dieser Plan, wie er im Handelsblatt beschrieben wird, umgesetzt, würde damit das Ziel transparenter und fairer Energiekosten massiv gefährdet. Die Monopolisten würden sich so nach dem Aus für ihre alten Atommeiler neue Subventionstatbestände schaffen. Es kann nicht sein, dass die großen Vier in den vergangenen Jahrzehnten riesige Gewinne eingefahren haben und sich jetzt auf Kosten der Steuerzahler aus dem Staub machen."
Um den Bericht des Handelsblattes zu lesen klicken Sie bitte hier
Der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie e.V., Hermann Albers, erklärt zum heutigen Bericht des Handelsblattes über die Gründung einer Atomstiftung: "Die Pläne, die das Handelsblatt zur Gründung einer Atomstiftung vorliegen, zeigen deutlich: Weder Energieversorger noch "eingeweihte Kreise in Berlin" (laut Handelsblatt) haben seit dem Desaster der Laufzeitverlängerung im vergangenen Herbst dazugelernt. Wieder einmal wird hinter verschlossenen Türen ausgehandelt, wie die großen Energieversorgungsunternehmen auf Kosten der Verbraucher, der Energiewende und mittelständischer Unternehmen ihren Profit maximieren können. Besonders skandalös ist dabei, dass die wirtschaftlichen Risiken der alten Atommeiler auf die Gemeinschaft übertragen werden sollen und dass als Argument dafür die Energiewende herhalten soll. Klar ist: Die Energiewende ist auch ohne Monopolstrukturen machbar. Der Reiz der Energiewende liegt nämlich gerade darin, dass die Versorgungsstruktur dezentral ist und mehr Wettbewerb geschaffen wird. Würde dieser Plan, wie er im Handelsblatt beschrieben wird, umgesetzt, würde damit das Ziel transparenter und fairer Energiekosten massiv gefährdet. Die Monopolisten würden sich so nach dem Aus für ihre alten Atommeiler neue Subventionstatbestände schaffen. Es kann nicht sein, dass die großen Vier in den vergangenen Jahrzehnten riesige Gewinne eingefahren haben und sich jetzt auf Kosten der Steuerzahler aus dem Staub machen."
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