Umwelt | Ressourcen, 25.08.2011
Energie rationell verwenden
Dr. Fritz Brickwedde, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) zum Thema Klimaschutz und Schonung begrenzter Ressourcen fossiler Energieträger.
Zu den zentralen Herausforderungen des Umweltschutzes gehören der Klimaschutz und die Schonung begrenzter Ressourcen fossiler Energieträger. Hierzu müssen erneuerbare Energien stärker genutzt und der Energieverbrauch insgesamt weiter reduziert werden.
Analysen zeigen, dass durch einen rationellen Energieeinsatz 35 bis 45 Prozent des derzeitigen Energieverbrauchs eingespart werden könnten, ohne dass an Energiedienstleistungen Abstriche gemacht werden müssten. Rationelle Energieverwendung bedeutet dabei, Energie schonend zu gewinnen, sparsam mit ihr umzugehen und die Chancen neuer, innovativer Technologien zu realisieren. Nicht nur in den privaten Haushalten und im Verkehr sind dabei erhebliche Einsparungen durch eine effizientere Technik möglich, sondern auch in Industrie und Gewerbe. Dass Umwelt- und Ressourcenschutz kein Selbstzweck ist, zeigt sich hier ganz besonders. Denn Unternehmen sparen durch den Einsatz effizienterer Technik angesichts steigender Preise für Energie und Ressourcen dauerhaft hohe Kosten. In allen Bereichen, von der Erzeugung und Umwandlung von Energie über die Produktion von Gütern bis zum Betrieb von Geräten und Anlagen, kann effizientere Technik eingesetzt werden.
Top-Thema Energieeffizienz
Seit Beginn ihrer Fördertätigkeit unterstützt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) die Entwicklung, Erprobung und Umsetzung energiesparender Produkte und Produktionsverfahren. Insgesamt hat die DBU seit 1991 über 7.700 modellhafte und innovative Projekte im Umweltbereich mit mehr als 1,35 Milliarden Euro unterstützt. Die Spannweite der im Bereich der Energieeffizienz geförderten Projekte ist groß. Sie erstreckt sich von Mess- und Anzeigegeräten, die den Energieverbrauch auf ein Fünftel senken, über Wäschetrockner, die 50 Prozent weniger Strom verbrauchen bis hin zu High-Tech-Entwicklungen wie Induktionsheizer in der Metallindustrie auf Supraleiter-Basis, die über 50 Prozent weniger Energie verbrauchen - in einer Branche, die weltweit etwa drei Prozent des Stromverbrauchs ausmacht. In Architektur und Bauwesen hat die DBU bauökologische Leuchtturmprojekte mit Niedrigenergie- und Passivhäusern unterschiedlicher Art realisiert.
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Ein siebengeschossiges Mehrfamilienhaus in Holzbauweise, Berlin |
Top-Thema Energieeffizienz
Seit Beginn ihrer Fördertätigkeit unterstützt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) die Entwicklung, Erprobung und Umsetzung energiesparender Produkte und Produktionsverfahren. Insgesamt hat die DBU seit 1991 über 7.700 modellhafte und innovative Projekte im Umweltbereich mit mehr als 1,35 Milliarden Euro unterstützt. Die Spannweite der im Bereich der Energieeffizienz geförderten Projekte ist groß. Sie erstreckt sich von Mess- und Anzeigegeräten, die den Energieverbrauch auf ein Fünftel senken, über Wäschetrockner, die 50 Prozent weniger Strom verbrauchen bis hin zu High-Tech-Entwicklungen wie Induktionsheizer in der Metallindustrie auf Supraleiter-Basis, die über 50 Prozent weniger Energie verbrauchen - in einer Branche, die weltweit etwa drei Prozent des Stromverbrauchs ausmacht. In Architektur und Bauwesen hat die DBU bauökologische Leuchtturmprojekte mit Niedrigenergie- und Passivhäusern unterschiedlicher Art realisiert.
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Robuste Enzyme zur Herstellung von Feinchemikalien: Reinigung neuer Amidasen |
Optimierte Prozesse in Chemie und Biotechnologie
Ein großes Potenzial zur Schonung der Ressourcen liegt auch im Bereich der Chemieindustrie: Bereits heute haben biotechnologisch hergestellte Produkte einen Anteil am weltweiten Umsatz der chemischen Industrie von fünf Prozent. Studien gehen davon aus, dass dieser Einfluss zukünftig weiter wachsen wird. Neue Rohstoffe, neue Produktionsprozesse, neue Produkte sind wesentliche Erfolgsfaktoren der Weißen (= industriellen) Biotechnologie. Nachwachsende Rohstoffe ersetzen dabei vielfach fossile Rohstoffe. Effiziente, ökonomisch wie ökologisch überlegene Produktionsprozesse auf Basis von Biokatalyse, Biotransformation und Fermentation lösen chemische Synthesen ab. So ermöglichen Effizienzmaßnahmen einen dauerhaften Ressourcenschutz bei gleichzeitiger Verbesserung der wirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit.
Ein großes Potenzial zur Schonung der Ressourcen liegt auch im Bereich der Chemieindustrie: Bereits heute haben biotechnologisch hergestellte Produkte einen Anteil am weltweiten Umsatz der chemischen Industrie von fünf Prozent. Studien gehen davon aus, dass dieser Einfluss zukünftig weiter wachsen wird. Neue Rohstoffe, neue Produktionsprozesse, neue Produkte sind wesentliche Erfolgsfaktoren der Weißen (= industriellen) Biotechnologie. Nachwachsende Rohstoffe ersetzen dabei vielfach fossile Rohstoffe. Effiziente, ökonomisch wie ökologisch überlegene Produktionsprozesse auf Basis von Biokatalyse, Biotransformation und Fermentation lösen chemische Synthesen ab. So ermöglichen Effizienzmaßnahmen einen dauerhaften Ressourcenschutz bei gleichzeitiger Verbesserung der wirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit.
Von Dr. Fritz Brickwedde, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
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