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Mehrwegflaschen - kosteneffizient und ökologisch vorteilhafter

Pfandsysteme, aber welche? PwC erstellt umfassenden Nachhaltigkeitsvergleich

Mehrwegflaschen zeigen nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische und soziale Vorteile. Insgesamt sind Pfandsysteme für Getränkeverpackungen insbesondere aus ökologischer Sicht, aber auch unter bestimmten ökonomischen und sozialen Aspekten vorteilhaft. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Mehrweg- und Recyclingsysteme für ausgewählte Getränkeverpackungen aus Nachhaltigkeitssicht", die die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC für die Deutsche Umwelthilfe e.V. erstellt hat.

"Das Mehrwegsystem ist kein Selbstläufer", so Dieter Horst, Nachhaltigkeitsexperte im Bereich Sustainability Services von PwC. Welche Systeme nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische und soziale Vorteile bringen, zeigt der Vergleich der PwC-Studie.
Foto: © Benjamin Duda
Die vorliegende Studie vergleicht erstmals umfassend die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen der drei wesentlichen Rücknahme- und Recyclingsysteme für Getränkeverpackungen: Pfandsysteme für Mehrweg- und Einweggetränkeverpackungen sowie Grüner-Punkt-Systeme für Einweggetränkeverpackungen. Berücksichtigt werden alle Stufen der Wertschöpfung - von der Abfüllung über die Distribution und Rücknahme bis zur Wiederbefüllung bzw. Verwertung und Entsorgung. In die Bewertung fließen Faktoren wie z.B. Ressourcenverbrauch, Recyclingquoten, Recyclingqualität, Systemkosten, Beschäftigungseffekte und Abfallaufkommen ein.

"Das Mehrwegsystem ist kein Selbstläufer. Dies zeigt die seit Jahren sinkende Mehrwegquote. Vor allem für große Hersteller mit einer zentralisierten Abfüllorganisation und den Einzelhandel sind Einwegsysteme in der Regel aus ökonomischer Sicht vorteilhafter. Bezieht man ökologische und soziale Auswirkungen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit mit ein, ist eine Förderung effizient funktionierender Mehrwegsysteme gesamtwirtschaftlich sinnvoll", kommentiert Dieter Horst, Nachhaltigkeitsexperte im Bereich Sustainability Services von PwC.

Politische Unterstützung von Mehrwegsystemen notwendig
Um die politisch gewünschte Quote aus Mehrweg- und ökologisch vorteilhaften Einwegverpackungen von 80 Prozent am Gesamtmarkt zu erreichen, wäre aus Sicht der Studienautoren eine eindeutigere Kennzeichnung von Mehrweg- und Einweggetränkeverpackungen ein wichtiger erster Schritt. Kommunikationskampagnen könnten die Transparenz des Systems für Konsumenten weiter erhöhen. Am wirksamsten wären allerdings die Einbeziehung weiterer Getränkesegmente (z.B. Fruchtsaft) in die Pfandpflicht sowie Lenkungsabgaben auf ökologisch nachteilige Verpackungen. Auf diese Weise würden sich die ökologisch nachteiligen Auswirkungen der Einwegverpackungen in den Preisen niederschlagen und das Kaufverhalten der Konsumenten zu Gunsten der umweltfreundlicheren Alternative beeinflussen. "Eine Lenkungsabgabe kann jedoch nur Schritt für Schritt und auf keinen Fall gegen den Willen der Mehrheit der Konsumenten eingeführt werden. Zudem muss gewährleistet sein, dass die Erlöse aus der Abgabe in die Optimierung des Mehrweg- und Recyclingsystems fließen", erläutert Dieter W. Horst.

Einweg-Pfandsystem ist kosteneffizient und verbessert das Recycling
Durch höhere Rücklaufquoten und höhere Sortenreinheit der gesammelten Getränkeverpackungen bieten Pfandsysteme gegenüber der Sammlung in dualen Systemen nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ anspruchsvolleres Recycling. Für PET-Flaschen aus dem Pfandsystem wird der Materialkreislauf durch ein hochwertiges bottle-to-bottle-Recycling geschlossen. Durch die sehr hohen Rücklaufquoten - zwischen 96 und 99 Prozent - tragen Pfandsysteme effektiv zur Reduzierung des Abfallaufkommens von Getränkeverpackungen bei. Im Vergleich des Einweg-Pfandsystems mit dem Grüner-Punkt-System zeigt die Studie, dass keines der beiden Systeme absolut betrachtet als teurer oder günstiger betrachtet werden kann. Werden jedoch die Rücklauf- und Recyclingquoten der Systeme in die Bewertung mit einbezogen, kann ein Einweg-Pfandsystem als kosteneffizienter angesehen werden.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Auftraggeber der Studie unter: www.duh.de

Pressekontakt:
Nicole Susann Roschker, Pressesprecherin Marketing & Communications
Tel.: (069) 95 85 - 1669
E-Mail: nicole.susann.roschker@de.pwc.com




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Quelle: PwC, Nicole Susann Roschker, Pressesprecherin Marketing & Communications
Umwelt | Ressourcen, 20.07.2011
     
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