Garten-PV - Stromkosten um fast 80 Prozent gesenkt!

Belo Monte Staudamm

Deutsches Unternehmen beteiligt an Zerstörung des Amazonas und indigener Völker

Das deutsche Unternehmen Voith Hydro hat einen Vertrag über den Bau des kontroversen Belo Monte Staudamms in Höhe von 443 Millionen Euro unterzeichnet. Voith erhielt den Zuschlag in einem Konsortium mit der Andritz AG (Österreich) und Alstom (Frankreich).

Hunderte Indigenenanführer, Flussanwohner und betroffene Menschen protestieren gegen den zerstörerischen Belo Monte Staudamm.
Foto: © Antonio Bonsorte / Amazon Watch
Belo Monte wäre nach seiner Fertigstellung der drittgrößte Staudamm weltweit. Er bedroht die Lebensgrundlage von Tausenden Indigenen im Gebiet des Xingu-Flusses in Brasilien, darunter auch die unkontaktierter indigener Völker. Der Staudamm würde rund 1.500km2 Land zerstören und zwischen 20.000 und 40.000 Menschen von ihrem Land vertreiben.

Um die Umweltgenehmigung des Staudamms wird vor Brasiliens Gerichten gestritten. Erst diese Woche hat zudem die Interamerikanische Menschenrechtskommission die Regierung Brasiliens zum Baustopp aufgerufen. Die Kommission fordert die Regierung zur Einbeziehung indigener Gemeinden und zum Schutz der unkontaktieren indigenen Völker in der Nähe des Damms auf.

"Der Xingu ist unser Zuhause (...) er wird zerstört (...) Fische werden getötet, Flüsse werden austrocknen und der Wald wird abgeholzt werden. Viele indigene Völker werden von Belo Monte betroffen sein. (...) Ich bin besonders um die unkontaktierten Indianer besorgt - sie werden nicht wie menschliche Wesen behandelt," sagte Sheyla Juruna, indigene Aktivistin, während ihres Besuchs in Europa vor einigen Wochen.

Voith Hydro, ein Jointventure von Voith und Siemens, hat sich verpflichtet, die "Einhaltung aller relevanten Vorschriften sicherzustellen," inklusive der "Gesetzgebung zu den Rechten indigener Völker." Doch Belo Monte verletzt die brasilianische Verfassung und das von Brasilien ratifizierte internationale Abkommen ILO 169, da es zu dem Projekt keine angemessene Konsultation mit den betroffenen indigenen Völker gab.

Dom Erwin Kräutler, Bischof von Xingu und Preisträger des Alternativen Nobelpreises, sagte kürzlich: "Wir möchten die nationale und internationale Gesellschaft warnen, dass Belo Monte auf Unrechtmäßigkeit und der Verweigerung des Dialoges mit den betroffenen Menschen basiert."

Linda Poppe, Koordinatorin von Survival Deutschland, sagte: "Belo Monte ist ein erstklassiges Beispiel für all das, von dem Voith Hydro erklärt hat sich fernhalten zu wollen. Es ist eine Schande, dass ein deutsches Unternehmen daran beteiligt ist, für den eigenen Profit auf den Rechten und dem Leben indigener Völker herumzutrampeln."

Indigene Gruppen und ihre Unterstützer weltweit protestieren heftig gegen Belo Monte. Survival fordert von Voith, sich aus dem Projekt zurückzuziehen.

Lesen Sie Survivals Brief an Voith Hydro (PDF, 721 kb)

Quelle:



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
26
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit, 20.-28.06.2026
30
JUN
2026
Circular Tech Hub
Europe’s Largest Tech, Startup & Digital Investment Event
14055 Berlin
28
SEP
2026
Zertifikatskurs „Sustainability Management“
Wir verbinden Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit!
95447 Bayreuth
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Megatrends

Überlegen ist, wer Neues wagt
Christoph Quarch empfiehlt "Anfänge auf Abruf" als Schritt zu mehr gesellschaftlicher Expermentierfreudigkeit
B.A.U.M. Insights
Garten-PV - Grüner Strom aus eigenem Anbau.

Jetzt auf forum:

Marke als Kreislauf

Energetische Sanierung, Energieberatung und moderner Holzbau

Die Sonne schickt keine Rechnung - zahlt aber auch keinen Schadenersatz

Garten-PV gewinnt den EUPD Research Top Innovation Award 2026

The smarter E Award 2026

Solarstrom erspart Deutschland seit 2020 Kosten in dreistelliger Milliardenhöhe

Energieeffizienzgesetz: Too late, too little

DKV Mobility baut Tech Hub in Porto auf

  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Engagement Global gGmbH
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • TÜV SÜD Akademie
  • NOW Partners Foundation
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • SUSTAYNR GmbH
  • 66 seconds for the future
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • ZamWirken e.V.
  • WWF Deutschland
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften