Klonfleisch - Verbraucher sollen keine Wahl haben

Produkte von Nachkommen geklonter Tieren sind schon auf dem Markt

Lebensmittel von Nachkommen geklonter Rinder sind in Europa bereits auf dem Markt. Das bestätigt ein nicht öffentliches Papier der EU-Kommission für Handel, demzufolge Tiere über importiertes Zuchtmaterial aus den USA nach Europa gelangen. Die Kommission vertritt die Auffassung, dass man entsprechende Produkte auch in Zukunft nicht kennzeichnen oder auf Risiken überprüfen könne, da die Tiere in den Export-Ländern wie den USA nicht erfasst würden.

Die über importiertes Zuchtmaterial nach Europa gelangten Tiere werden schon in den Export-Ländern wie den USA nicht erfasst.
Foto: © tesbiotech.de
Setzt sich die EU Handelskommission mit ihrer Auffassung durch, bekommen die Verbraucher in Europa bei Produkten wie Milch und Fleisch auch in Zukunft keine Wahlmöglichkeit, obwohl es eine breite Ablehnung des Klonens von Nutztieren gibt. "Über die Verbraucher sollen Produkte entsorgt werden, die vor allem aus ethischen Gründen für viele nicht akzeptabel sind. Kommissar De Gucht will vor den Lobbyisten der Agrarindustrie kapitulieren. Das ist nicht verständlich, weil letztlich nur einige wenige Firmen an der Klontechnik verdienen", sagt Christoph Then von Testbiotech.

Laut EU-Papier sollen lediglich Produkte, die unmittelbar von geklonten Tieren stammen, reguliert werden. Diese machen jedoch nur einen geringen Anteil aus. Erheblich größere Verbreitung finden dagegen Produkte, die von den Nachkommen dieser Klon-Tiere stammen.

Testbiotech hatte 2010 für die Grünen im Europäischen Parlament einen Report erstellt, in der Risiken und Konsequenzen der Einführung des Klonens von Nutztieren dargestellt werden. Testbiotech empfiehlt Kontrollen vor allem beim Import von Zuchtmaterial. Die dafür notwendigen Systeme zur Erfassung geklonter Tiere und ihrer Nachkommen sind technisch realisierbar. So sind Abstammungsnachweise in der Tierzucht durchaus üblich.

Das Europäische Parlament will am 16. März einen Kompromiss im Rahmen der überarbeiteten Novel-Food-Verordnung finden. Das Parlament fordert ein Verbot der Vermarktung von Lebensmitteln, die von geklonten Tieren oder deren Nachkommen stammen.

Quelle: TEST BIOTECH 2011

Quelle: Christoph Then
Lifestyle | Essen & Trinken, 15.03.2011
     
Cover des aktuellen Hefts

Jetzt reicht's!

forum 04/2020

  • Klimaschutz als Volkssport
  • Marketing for Future
  • Systemrelevant
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
17
FEB
2021
BIOFACH und VIVANESS
Shaping Transformation. Stronger. Together.
online
11
MÄR
2021
Kinostart „Now" - „If you fail, we will never forgive you!"
A Film for Climate Justice by Jim Rakete
deutschlandweit
Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!

Energie

Countdown für Planet B - Leila Dreggers Plädoyer für einen Aufbruch ins utopische Denken
1 - Energierevolution statt Energiewende - Balance statt Macht

Jetzt auf forum:

Revolutionierung der Land- und Energiewirtschaft

So starten Sie mit forum in ein nachhaltiges 2021

„CSR Benchmark“ - Online-Tool zum Vergleichen unternehmerischer Nachhaltigkeit

Wo Plastik die Umwelt schützt

Prior1 baut modulares Container DataCenter für Europäische Union

Für RAJA beginnt das neue Jahr erfreulich

Erneuerbares Energiesystem braucht Speicher:

Erstes Forum ‚Hydrogen Business For Climate CONNECT‘

  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene
  • PEFC Deutschland e. V.
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • TourCert gGmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  • VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence