Technik | Mobilität & Transport, 02.03.2011
Chancen auf zwei Rädern
Das Fahrrad macht alle zu Gewinnern - den Chef und die Mitarbeiter!
Welches ist das kostengünstigste Verkehrsmittel? Und noch dazu absolut emissionsfrei? Richtig: Das Fahrrad! Trotz seiner unbestreitbaren Vorteile fristet es in den Unternehmen zumeist ein Schattendasein und wird als Mobilitätsmittel kaum in Erwägung gezogen. Dabei hat der Drahtesel großes Potenzial: Klimaschutz, Gesundheitsförderung und auch Kosteneinsparungen!
Zugegebenermaßen kommt das Fahrrad nur für Kurzstrecken in Betracht, wobei die "Schmerzgrenze" sehr individuell ist. Jedoch: Die Hälfte aller Autofahrten ist kürzer als sechs Kilometer und damit ideal für die Fahrradnutzung! Dies gilt gerade auch für Wege der Mitarbeiter zum Arbeitsplatz.
Leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter
Unternehmen sollten daher prüfen, welche Vorteile sich durch eine Förderung des Radfahrens ergeben können. Fahren mehr Mitarbeiter mit dem Fahrrad zur Arbeit und halten sich dadurch fit und gesund, zahlt sich dies für den Betrieb durch geringere Ausfallzeiten aus. Eine aktuelle Studie des niederländischen Verkehrsministeriums hat empirisch nachgewiesen, dass radfahrende Mitarbeiter im Schnitt etwa einen Tag pro Jahr weniger krank sind. Da jeder Ausfalltag eines Mitarbeiters den Betrieb etwa zwischen 200 und 350 Euro kostet, machen sich fittere Mitarbeiter schnell bezahlt - und sind obendrein leistungsfähiger und motivierter, wie ergänzende Untersuchungen ergeben haben.
Fahrräder statt neue Parkplätze!
Große Kosteneinsparpotenziale ergeben sich auch aus dem geringeren Platzbedarf eines Fahrrads. Gerade wo Parkplätze auf dem Firmengelände rar sind oder bei Erweiterungen zusätzlicher Parkplatzbedarf entsteht, gilt es abzuwägen: Soll der Betrieb mit erheblichem Kostenaufwand zusätzliche Autoparkplätze schaffen, oder doch lieber - mit wesentlich geringerem Aufwand - versuchen, einen Teil der Mitarbeiter zum Umsteigen vom Auto auf das Fahrrad zu bewegen?
Mitarbeitern Anreize geben
Ganz wichtig sind die positive Kommunikation des Themas und Anreize für Mitarbeiter. Kleine Wettbewerbe, Prämien und Preisausschreiben konnten so Manchen zum Aufsatteln motivieren. Als wirksamer Anreiz hat sich auch das Bereitstellen guter Fahrräder erwiesen. Die Mitarbeiter können diese für kurze Besorgungs- oder Geschäftsfahrten nutzen, das spart Auto- oder Taxikosten ein. Ein gutes Fahrrad kostet nur etwa 120 Euro pro Jahr, das sind je nach Fahrleistung etwa 3-12 Cent/km. Das liegt weit unter den Betriebskosten eines Firmen-Wagens!
Ein wenig investieren sollte der Betrieb jedoch schon: Gute, überdachte und diebstahlsichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sind wichtige Bausteine einer fahrradgerechten Infrastruktur. Zusätzlich sind Duschen, Umkleideräume, aber auch Pannensets und Luftpumpe hilfreiche Angebote für Radfahrer. Fahrradaktionstage bringen das Thema zusätzlich der Belegschaft nahe.
Wie der Weg zu mehr Fahrradnutzung erfolgreich beschritten - oder befahren - werden kann, haben einige Unternehmen schon aufgezeigt. In dem Projekt des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. wurden Unternehmen auf dem Weg zum fahrrad-aktiven Unternehmen begleitet und unterstützt. Viele Unternehmen haben die Förderung des Fahrradfahrens systematisch in ihr Mobilitätsmanagement aufgenommen und entsprechende Maßnahmen umgesetzt.
Kontakt
B.A.U.M. e.V.
Dieter Brübach
Telefon +49 (0)511 / 1 65 00 21
info@fahrrad-fit.de
www.fahrrad-fit.de
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Der Zeiger dieser Tankuhr wird sich nicht bewegen: Klimaschutz, Gesundheitsförderung und Kosteneinsparungen durch Fahrradfahren. |
Leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter
Unternehmen sollten daher prüfen, welche Vorteile sich durch eine Förderung des Radfahrens ergeben können. Fahren mehr Mitarbeiter mit dem Fahrrad zur Arbeit und halten sich dadurch fit und gesund, zahlt sich dies für den Betrieb durch geringere Ausfallzeiten aus. Eine aktuelle Studie des niederländischen Verkehrsministeriums hat empirisch nachgewiesen, dass radfahrende Mitarbeiter im Schnitt etwa einen Tag pro Jahr weniger krank sind. Da jeder Ausfalltag eines Mitarbeiters den Betrieb etwa zwischen 200 und 350 Euro kostet, machen sich fittere Mitarbeiter schnell bezahlt - und sind obendrein leistungsfähiger und motivierter, wie ergänzende Untersuchungen ergeben haben.
Fahrräder statt neue Parkplätze!
Große Kosteneinsparpotenziale ergeben sich auch aus dem geringeren Platzbedarf eines Fahrrads. Gerade wo Parkplätze auf dem Firmengelände rar sind oder bei Erweiterungen zusätzlicher Parkplatzbedarf entsteht, gilt es abzuwägen: Soll der Betrieb mit erheblichem Kostenaufwand zusätzliche Autoparkplätze schaffen, oder doch lieber - mit wesentlich geringerem Aufwand - versuchen, einen Teil der Mitarbeiter zum Umsteigen vom Auto auf das Fahrrad zu bewegen?
Mitarbeitern Anreize geben
Ganz wichtig sind die positive Kommunikation des Themas und Anreize für Mitarbeiter. Kleine Wettbewerbe, Prämien und Preisausschreiben konnten so Manchen zum Aufsatteln motivieren. Als wirksamer Anreiz hat sich auch das Bereitstellen guter Fahrräder erwiesen. Die Mitarbeiter können diese für kurze Besorgungs- oder Geschäftsfahrten nutzen, das spart Auto- oder Taxikosten ein. Ein gutes Fahrrad kostet nur etwa 120 Euro pro Jahr, das sind je nach Fahrleistung etwa 3-12 Cent/km. Das liegt weit unter den Betriebskosten eines Firmen-Wagens!
Ein wenig investieren sollte der Betrieb jedoch schon: Gute, überdachte und diebstahlsichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sind wichtige Bausteine einer fahrradgerechten Infrastruktur. Zusätzlich sind Duschen, Umkleideräume, aber auch Pannensets und Luftpumpe hilfreiche Angebote für Radfahrer. Fahrradaktionstage bringen das Thema zusätzlich der Belegschaft nahe.
Wie der Weg zu mehr Fahrradnutzung erfolgreich beschritten - oder befahren - werden kann, haben einige Unternehmen schon aufgezeigt. In dem Projekt des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. wurden Unternehmen auf dem Weg zum fahrrad-aktiven Unternehmen begleitet und unterstützt. Viele Unternehmen haben die Förderung des Fahrradfahrens systematisch in ihr Mobilitätsmanagement aufgenommen und entsprechende Maßnahmen umgesetzt.
Wann satteln Sie auf?
Von Dieter Brübach, B.A.U.M. e.V.
Kontakt
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Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 01/2011 - Green Building erschienen.
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