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Geld, das die Welt verbessern hilft

Die Investoren der Münchner BonVenture Gruppe unterstützen Sozialunternehmer

Wer eine gute Idee verwirklichen will, braucht Stehvermögen - und Geld. Das wissen die Unternehmerfamilien, die 2003 in München die BonVenture Gruppe gründen, um Menschen zu unterstützen, die soziale Probleme unternehmerisch lösen wollen: BonVenture fördert von Sozialunternehmern (Social Entrepreneurs) initiierte Projekte, die langfristig soziale, ökologische oder gesellschaftliche Veränderungen bewirken können. Aktiv ist BonVenture (BV) in den deutschsprachigen Ländern.

Die Solarlite GmbH, eines der Investmentprojekte von BonVenture, unterstützt den ökologisch notwendigen Wandel in der Energieerzeugung.
Foto: Solarlite GmbH(/h6>
"Sozialunternehmer wollen nicht in erster Linie Geld verdienen, sondern ein Problem lösen", sagt Xaver Diermayr, Investment Manager bei BV. "Das erschwert es, kommerzielle Geldgeber zu finden." Um hier zu helfen, nutzt BV das in Deutschland bislang einmalige Modell Sozial Verantwortlichen Risikokapitals. Die zwei mit insgesamt rund 14,5 Millionen Euro ausgestatteten BV-Investmentfonds arbeiten nach den Methoden des Wagniskapitals. Sie investieren in junge Projekte, die das Potenzial haben, sich gut zu entwickeln und langfristig finanziell selbst zu tragen. Allerdings streben die Investoren nicht nach persönlichen Gewinnen. Sie wollen vielmehr soziale, ökologische oder gesellschaftliche Veränderungen fördern.

"Wir unterstützen Projekte mit Spenden, Darlehen und Eigenkapital", erklärt Diermayr. Eventuelle Gewinne aus dem Investmentbereich, der BonVenture I GmbH & Co. KG, gehen großenteils als Spende an den gemeinnützigen Arm von BV, die BonVenture gGmbH. Eines der sechs Projekte, die das gemeinnützige Unternehmen derzeit fördert, ist der Lobby Control e.V., der im Mai dieses Jahres für Schlagzeilen sorgte, indem er einen PR-Skandal bei der Deutschen Bahn AG aufdeckte. Der in Köln ansässige Verein will die Macht- und Einflussstrukturen privilegierter Interessengruppen transparent machen und die Öffentlichkeit darüber informieren.

Von Parlamentwatch bis Solarenergie

Zu den aktuell sieben Projekten des BV-Investmentbereichs zählt die Hamburger Parlamentwatch GmbH. Sie wurde 2006 nach einer ehrenamtlichen Startphase von Gregor Hackmack und Boris Hekele gegründet. BV unterstützte die Gründung mit einem Darlehen.

Die von Parlamentwatch betriebenen Webseiten ermöglichen Bürgerinnen und Bürgern den öffentlichen Dialog mit Politikern. Auf abgeordnetenwatch.de können sie unter anderem die Abgeordneten des Bundestags und des Europaparlaments befragen, auf kandidatenwatch.de die Kandidaten für Europaparlaments-, Bundes-, Landtags- und Bürgerschaftswahlen. Fragen und Antworten sind öffentlich einsehbar.

Das Angebot wird rege angenommen: Im Jahr 2008 besuchten rund 2,8 Millionen Besucher die Website; gezählt wurden etwa 29 Millionen Seitenabrufe. Inzwischen betreibt auch in Österreich der Verein "Politik Transparent" eine ähnliche Plattform namens meinparlament.at. Parlamentwatch stellt in Lizenz die nötige Software.

Auch im Umweltsektor ist BonVenture aktiv und investiert derzeit in die Solarlite GmbH, die Kleinkraftwerke zur Nutzung thermischer Solarenergie entwickelt. Dank innovativer Technologie ermöglichen diese Anlagen eine kostengünstige und bedienfreundliche dezentrale Dampf-, Wärme-/Kälte- und Stromversorgung im Niedrigtemperaturbereich. Sie tragen dazu bei, den Einsatz fossiler Brennstoffe und den CO2-Ausstoß zu reduzieren.
 
 
Von Anne Malburg
 
 
 
Weitere Informationen zu BonVenture und den BV-Projekten unter www.bonventure.de

Quelle:



     
        
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