10. Internationaler Cradle to Cradle Congress 2026

„Vogeloasen bringen Naturerlebnisse in Pflegeheime“

Neues Bildungsprojekt verbindet Biodiversität, gesellschaftliche Teilhabe und ehrenamtliches Engagement

Vögel beobachten, heimische Sträucher pflanzen und gemeinsam Lebensräume für Tiere schaffen: Mit dem neuen Bildungsprojekt „Vogeloasen – aktiv für Vögel in stationären Alten- und Behinderteneinrichtungen" bringt die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz (LZU) Naturschutz und Naturerleben unmittelbar zu Menschen, die aufgrund eingeschränkter Mobilität nur noch selten in die freie Natur gehen können. Damit sie trotzdem Sing- und Gartenvögel erleben können, sollen jetzt zehn Naturfreundinnen und Naturfreunde zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ausgebildet werden, um in stationären Pflegeeinrichtungen Vogeloasen aufzubauen.  

© Canva.com, KI-generiert mit Google GeminiDas Pilotprojekt startet im September 2026 und läuft bis Ende 2028. Realisiert wird es im Auftrag der LZU vom NABU-Zentrum Rheinauen. Grundlage sind positive Erfahrungen des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern mit einem vergleichbaren Ansatz. Das Projekt wird mit Mitteln der Aktion Grün des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums gefördert. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), die sich unter anderem die Förderung der Biodiversität im eigenen Wohnumfeld zur Aufgabe gemacht hat. Die Vogeloasen dienen zugleich dem Schutz von heimischen Vogelarten.

„Naturnah gestaltete Garten- oder Terrassenbereiche mit Sträuchern, Stauden, Nisthilfen, Futterplätzen und Wasserstelle können älteren Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen, die nur noch wenig Naturerfahrungen machen können, das Beobachten von Vögeln ermöglichen. Für viele Seniorinnen und Senioren ist die Vogelbeobachtung ein wichtiger Teil ihrer Biografie. Mit den grün gestalteten Oasen kann zudem der Verlust des eigenen Gartens ein wenig ausgeglichen werden. Naturerlebnisse dürfen keine Frage der Mobilität sein. Auch ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen sollen etwas für die biologische Vielfalt tun können. Denn Bildung für nachhaltige Entwicklung funktioniert immer dann besonders gut, wenn Menschen selbst erleben, dass sie etwas bewirken. Die Vogeloasen verbinden auf besondere Weise Naturschutz, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig stärken sie das ehrenamtliche Engagement vor Ort", so Umweltministerin Christine Schneider.

Im Zentrum des Projekts stehen zunächst zehn interessierte Naturfreundinnen und Naturfreunde. In sechs ganztägigen Workshops erhalten sie über einen Zeitraum von rund 18 Monaten (Start: Anfang 2027) das notwendige Wissen, um anschließend gemeinsam mit jeweils einer stationären Pflege- und Betreuungseinrichtung die Vogeloasen aufzubauen und dauerhaft zu begleiten. Rund um die Vogeloasen sollen feste Bildungs- und Animationsangebote etabliert werden. 

Dabei geht es um weit mehr als das Aufstellen von Nistkästen. Heimische Gehölze können gepflanzt, Laub- und Totholzecken gestaltet, Wildstaudenbeete, Nisthilfen und Futterstellen eingerichtet werden. Bewohnerinnen und Bewohner können gemeinsam Vögel beobachten, Futter nachfüllen und sich an weiteren Aktivitäten beteiligen. So entstehen unmittelbar vor Fenstern, auf Balkonen oder in Gärten neue Möglichkeiten für Naturbeobachtung und Naturkontakt.
Das Projekt greift insbesondere die UN-Nachhaltigkeitsziele Gesundheit und Wohlergehen, hochwertige Bildung und Leben an Land auf. Zugleich soll erprobt werden, wie niedrigschwellige Bildungsangebote für nachhaltige Entwicklung dauerhaft in stationären Einrichtungen verankert werden können. 

Für die erste Projektphase werden noch ehrenamtliche Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Rheinhessen gesucht, die Interesse an Natur- und Vogelschutz haben und bereit sind, eine Einrichtung längerfristig zu begleiten. Die Teilnahme an der Ausbildung ist kostenfrei.

Kontakt: Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten Rheinland-Pfalz, Jan Budde | Jan.Budde@mlwuf.rlp.de | www.mlwuf.rlp.de



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

Wie sehr auch wir Menschen von der Natur abhängig sind, hat dieser Sommer gezeigt: brennende Wälder, Ernteeinbußen, Wasserrationierung, Futterengpässe beim Vieh, steigende Gemüsepreise.

  • Aber er hat auch viele Pioniere und Unternehmen dazu inspiriert, noch mehr für ihre Energiesicherung und Resilienz zu tun.
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
14
SEP
2026
BMW auf dem Prüfstand
Tut der Konzern genug beim Klimaschutz?
80336 München und online
22
SEP
2026
WindEnergy Hamburg 2026
Connect with the global wind industry
20357 Hamburg
23
NOV
2026
Energie- & Umweltgipfel 2026: Produzierende Industrie
Where Industrial Transformation Creates Competitive Advantage
10623 Berlin
Alle Veranstaltungen...
Energie- & Umweltgipfel 2026
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Klima

Die italienischen Momente im Leben?
Christoph Quarchs Überlegungen zum Hitzesommer
Munich Climate Week 2026
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.

Jetzt auf forum:

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

Immer gut informiert mit forum future economy

Bildung braucht Demokratie. Demokratie braucht Bildung.

Macht KI dumm?

Zendure und Joybuy bringen KI-gestützten Heimspeicher mit Same-Day-Lieferung in deutsche Haushalte

Energie- & Umweltgipfel 2026, Produzierende Industrie

„Vogeloasen bringen Naturerlebnisse in Pflegeheime“

Gute Nachrichten: Unternehmensnews aus der forum-Ausgabe 04/2026 - Teil 2

B.A.U.M. Insights
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • ZamWirken e.V.
  • TÜV SÜD Akademie
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Zendure DE GmbH
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • NOW Partners Foundation
  • Engagement Global gGmbH
  • SUSTAYNR GmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • 66 seconds for the future
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • WWF Deutschland