Gesellschaft | Politik, 01.09.2026
Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland“ fordert Haltung statt Zurückhaltung
BNW als starkes Gründungsmitglied
In Berlin hat sich der wirtschaftsnahe parteipolitisch unabhängige Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland" gegründet. Gerade jetzt komme es darauf an, sich als einzelnes Unternehmen, aber auch als Wirtschaft als Ganzes klar für ein demokratisches, vielfältiges und weltoffenes Deutschland zu positionieren.
Mit der heutigen Gründung entsteht in Deutschland erstmals eine strukturierte Vernetzung unternehmerischer Initiativen pro Demokratie, pro Diversität und pro Weltoffenheit. Acht bundesweite Unternehmensinitiativen, Wirtschaftsverbände und ihre Vertreter:innen schließen sich zusammen, um als vereinte Stimme der Wirtschaft aufzutreten. 2.500 Unternehmen aus ganz Deutschland setzen so bereits ein Zeichen für Demokratie.„Weltoffenheit ist Grundlage für wirtschaftliche Resilienz und Standortsicherung. Als Wirtschaftsverband wissen wir: Deutschlands Stärke als Exportnation liegt in globalen Partnerschaften und offenen Märkten. Als Gründungsmitglied stärken wir daher alle Unternehmen, die ihre Stimme für Demokratie, Vielfalt und Freiheit erheben", betont BNW Geschäftsführerin Prof. Dr. Katharina Reuter.
Wirtschaft übernimmt Verantwortung
„Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland" als überparteilicher Verein wird von wirtschaftsnahen Verbänden, Initiativen und Unterstützer:innen getragen, die sich aktiv für eine offene Gesellschaft einsetzen. Der Verein positioniert sich mit klarer Haltung im bundesweiten Diskurs: bei politischen Entscheidungsinstanzen auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene sowie in der Öffentlichkeit. Dabei vereint das Netzwerk Unternehmen vom Handwerksbetrieb über KMUs bis zum Konzern. Die satzungsgemäße Grundlage seines wirtschaftlichen Handelns ist die sozial-ökologische Marktwirtschaft."
Kein wirtschaftlicher Erfolg ohne Demokratie und Weltoffenheit
Die aktuelle Studienlage – etwa von Bertelsmann Stiftung, IW Köln und Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik – bestätigt: Unternehmen, die sich klar für Demokratie, Diversität und Weltoffenheit positionieren, erhalten dafür Anerkennung von ihrer Belegschaft, was sich positiv auf Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität auswirkt. Gleichzeitig werden sie als vertrauenswürdiger wahrgenommen, ein entscheidender Faktor in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung.
„Eine offene, demokratische Gesellschaft ist eine wesentliche Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg. Diese Überzeugung teilen die Mitgliedsunternehmen des BNW, denn Wirtschaft lebt von Vertrauen und Zuversicht: Menschen konsumieren und Unternehmen investieren, wenn sie Vertrauen in die Zukunft haben. Gleichzeitig brauchen wir internationale Fachkräfte, verlässliche Handelsbeziehungen und ein gesellschaftliches Klima, in dem Menschen gerne leben und arbeiten. Gerade in Zeiten wachsender Polarisierung treten wir als Wirtschaft deshalb klar und gemeinsam für Demokratie und Weltoffenheit ein", so BNW-Vorständin und VAUDE Geschäftsführerin Dr. Antje von Dewitz.
Strategische Schwerpunkte
Das Netzwerk setzt auf drei strategische Schwerpunkte: Im Zentrum steht Weltoffenheit als Standortfaktor. Weil Deutschland Zuwanderung braucht, um Fachkräfte zu sichern, setzt sich das Netzwerk für ein modernes Einwanderungsrecht ein. Eng damit verbunden ist die demokratische Resilienz als Erfolgsfaktor für die Wirtschaft: Eine starke Demokratie sichert wirtschaftliche Stabilität. Demokratische Bildung und inklusive Teilhabe sind Voraussetzungen für eine robuste Gesellschaft und den funktionierenden Rechtsstaat. Damit übernimmt die Wirtschaft Verantwortung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Über die nationale Ebene hinaus engagiert sich das Netzwerk zudem für den Wirtschaftsraum Europa. Nur ein politisch geeintes, wirtschaftlich starkes Europa kann im globalen Wettbewerb bestehen. Dafür motiviert es die internationale Vernetzung von Unternehmen, die diese Vision teilen.
„Unsere Erfahrung zeigt: Weltoffenheit und Demokratieförderung sind keine Kostenfaktoren, sondern Investitionen in die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen", so Sylvia Pfefferkorn, Vize-Vorstandssprecherin „Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen".
Die Gründungsmitglieder sind:
- BNW Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e. V.
- Föderation Internationaler Unternehmer*innen Deutschland e.V.
- Unternehmen für Demokratie, Träger AllWeDo e.V.
- Weltoffenes Thüringen e.V. (i.G.)
- Wirtschaft für einen weltoffenen Norden e. V.
- Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen e. V.
- Isabelle Hoyer, Gründerin und Geschäftsführerin Employers for Equality GmbH
- Marko Rutzke, Vorstandsmitglied Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen e.V. und Geschäftsführer NetTask GmbH
Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW) bringt die Stimme der progressiven Unternehmen direkt ins politische Berlin. Seit der Gründung 1992 setzt sich der BNW e.V. als unabhängiger Unternehmensverband für Umwelt-, Klimaschutz und soziale Nachhaltigkeitsaspekte ein. Mit seinen 700 Mitgliedsunternehmen steht der Verband für mehr als 200.000 Arbeitsplätze; Großunternehmen sowie Mittelstand sind in dem branchenübergreifenden Netzwerk genauso vertreten wie Cleantech-Startups und Social-Entrepreneurs.
Kontakt: Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V., Valerie Poschmann | presse@bnw-bundesverband.de | www.bnw-bundesverband.de/
Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?
forum 04/2026
- Kreislaufwirtschaft
- Biodiversität
- Bildung
- Wasserweisheiten
- Altöl im Kreislauf
Kaufen...
Abonnieren...
14
SEP
2026
SEP
2026
22
SEP
2026
SEP
2026
23
NOV
2026
NOV
2026
Energie- & Umweltgipfel 2026: Produzierende Industrie
Where Industrial Transformation Creates Competitive Advantage
10623 Berlin
Where Industrial Transformation Creates Competitive Advantage
10623 Berlin
Anzeige
Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.
Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.
Naturschutz
Wer an die Sonnenfinsternis glaubt, kann den Klimawandel nicht leugnenChristoph Quarchs Überlegungen zur Sonnenfinsternis am 12. August
Jetzt auf forum:
Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland“ fordert Haltung statt Zurückhaltung
Mobilität im Unternehmen wirksam gestalten
Gute Nachrichten: Unternehmensnews aus der forum-Ausgabe 04/2026 - Teil 2
Gute Nachrichten: Unternehmensnews aus der forum-Ausgabe 04/2026 - Teil 1
Hoffnungswort 2027 gesucht: Einsendungen ab sofort möglich
Die Überlebensfrage der Menschheit
Agora Energiewende: Deutschland droht 2026 erstmals sein Klimaziel zu verfehlen























