Gesellschaft | Stiftungen, 08.06.2026
Berlin wird zur Hauptstadt der PikoParks
Berliner Senatsverwaltung würdigt Stiftung für Mensch & Umwelt für biologische Vielfalt
Die Stiftung für Mensch & Umwelt ist von der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt für ihren besonderen Einsatz für die biologische Vielfalt in Berlin ausgezeichnet worden. Die Urkunde "Lass Berlin aufleben! Engagement für biologische Vielfalt" überreichte die Abteilung Naturschutz und Stadtgrün der Senatsverwaltung am Rande der Einweihung eines von der Stiftung geplanten Trittsteinbiotops an der Vineta-Grundschule in Berlin-Mitte an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung.
„Diese neuartige Auszeichnung überrascht und freut uns sehr, weil sie ein Zeichen setzt: Es ist möglich, mitten in der Großstadt kleine aber wertvolle Naturräume zu schaffen!", sagen Dr. Corinna Hölzer und Cornelis F. Hemmer, die Stiftungsleiter. „Biologische Vielfalt entsteht eben nicht nur in großen Schutzgebieten. Sie beginnt direkt in Wohnanlagen, auf Schulflächen, im Firmengarten oder auf Friedhöfen."Die Auszeichnung ist Anerkennung und Ansporn zugleich. Berlin steht vor großen Aufgaben: Artenverlust, Hitze, Trockenheit, Flächenkonkurrenz und Versiegelung verändern die Stadt. Naturnahe Grünflächen geben darauf konkrete Antworten. Sie kühlen, speichern Wasser, fördern Bodenleben, stärken Naturerleben und machen Wohnquartiere lebenswerter.
Seit vielen Jahren initiiert, plant, gestaltet und kommuniziert der Naturgarten-Fachbetrieb der Stiftung deshalb naturnahe Flächen in Berlin. „Wir verbinden ökologische Fachplanung mit Kommunikation, Beteiligung und Umweltbildung. Denn naturnahes Grün braucht nicht nur gute Pflanzenlisten und passende Pflegekonzepte. Es braucht Menschen, die verstehen, warum ein abgeblühter Stängel ein Winterquartier sein kann, warum Totholz voller Leben steckt und warum Wildpflanzen für spezialisierte Insekten unverzichtbar sind.", so die Stiftungsleitung.
Ein Schwerpunkt liegt auf wohnungsnahen Freiräumen. Dort entstehen neuartige „PikoParks" (naturnahe, kleine Parkanlagen), Trittsteinbiotope und weitere naturnahe Grünflächen, die heimischen Wildpflanzen, Wildbienen, Schmetterlingen, Käfern, Vögeln und vielen anderen Tieren Lebensraum bieten. Zugleich werden diese Orte zu Erfahrungsräumen für Menschen. Der Stiftung ist wichtig, dass Stadtnatur direkt vor der eigenen Wohnung erlebbar wird. PikoParks stehen dabei im Fokus; es sind kleine naturnahe Parks im urbanen Raum. Mit heimischen Blühpflanzen, Totholz, Natursteinstrukturen, Lesesteinhaufen und möglichst auch Wasserstellen schaffen sie auf wenigen hundert Quadratmetern wertvolle Lebensräume. Hölzer freut sich: „Wir machen Berlin zur Hauptstadt der PikoParks! Ende des Jahres werden wir schon 13 umgesetzt haben".Auch über Berlin hinaus setzt die Stiftung Impulse für naturnahe Flächen. Mit dem „Deutschland summt!-Pflanzwettbewerb" ruft sie z.B. seit elf Jahren zwischen April und Juli dazu auf, gemeinsam neue naturnahe Gärten zu schaffen und die Aktionen online zu stellen. Der beliebte Wettbewerb richtet sich an Personengruppen, die Privatgärten, Balkone, Schulhöfe, Firmengelände, Vereinsflächen, kommunale Flächen oder andere Orte naturnah gestalten. Gute Beispiele werden damit sichtbar und ermutigen viele weitere Menschen zum Mitmachen – der Funke der Begeisterung wird deutlich weitergetragen.
Über die Stiftung für Mensch und Umwelt
Die Stiftung für Mensch und Umwelt mit Sitz in Berlin ist gemeinnützig und bundesweit tätig. In Berlin realisiert eigene Projekte, die naturnahes Grün in urbane Räume bringen. Teil der Stiftung ist ein zertifizierter Naturgartenfachbetrieb. Ihr Naturgarten-Team hat in den vergangenen Jahren diverse unterschiedliche naturnahe Flächen in Berlin geplant und gestaltet.
Kontakt: Stiftung für Mensch und Umwelt, Dr. Corinna Hölzer | hoelzer@stiftung-mensch-umwelt.de | www.stiftung-mensch-umwelt.de
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