Technik | Energie, 27.05.2026
Ortsgemeinde Landkern gestaltet Energiewende
Neuer Energieknotenpunkt stärkt regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien bietet für Kommunen erhebliche wirtschaftliche Chancen: Studien zufolge könnte sich die regionale Wertschöpfung bis 2033 nahezu verdoppeln. Auch die Ortsgemeinde Landkern in der Verbandsgemeinde Kaisersesch hat dieses Potenzial erkannt – und handelt.
Mit der Entwicklung eines modernen Energieknotenpunktes treibt die Gemeinde Landkern die Energiewende aktiv auf eigenen und auf angrenzenden Flächen voran. Geplant sind zwei Freiflächen-Photovoltaikanlagen, ein leistungsstarker Batteriespeicher sowie ein entsprechender Netzanschlusspunkt. Anfang März 2026 entschied der Gemeinderat der Ortsgemeinde Landkern mit breiter Mehrheit, dass drei aussichtsreiche Flächen zu diesen Zwecken an den Projektierer WES Green GmbH aus Föhren bei Trier verpachtet werden sollen. An den Kosten der Energieprojekte wird Landkern auf diesem Wege nicht beteiligt. Die geplanten Projekte bilden die Grundlage für eine nachhaltige, verlässliche und wirtschaftlich tragfähige Energieversorgung vor Ort.Ortsbürgermeister Ewald Mattes betont: „Wir wollen die Transformation unserer Heimat nicht dem Zufall überlassen, sondern aktiv gestalten. Mit diesen Projekten schaffen wir die Basis für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung – und damit für eine starke Zukunft unserer Gemeinde."
Die Anlagen sollen in enger Zusammenarbeit mit privaten Grundstücksbesitzern realisiert werden. Teilweise tritt die Ortsgemeinde als Zwischenpächter auf, um eine vertrauensvolle Projektrealisierung möglich zu machen. Auch mit benachbarten Gemeinden und der Verbandsgemeinde besteht ein reger Austausch zur Umsetzung weiterer Energieprojekte vor Ort. Ziel ist es, die regionale Wertschöpfung zu stärken. Diverse kommunale Bauprojekte stehen an, zu deren Finanzierung die Erneuerbaren Energien-Projekte einen wertvollen Beitrag leisten können.
„Wir freuen uns, dass sich auch die Ortsgemeinde Landkern unserem Großprojekt angeschlossen hat und darin eine zentrale Position einnehmen möchte", begrüßt Olaf Schomaker, Geschäftsführer der WES Green GmbH, die Initiative der Ortsgemeinde Landkern. „Nach der intensiven Phase der Beratung der Ortsgemeinde und den Gesprächen mit den privaten Eigentümern möchten wir nun im Laufe des Jahres mit den notwendigen Genehmigungsschritten beginnen", ergänzt Alexander Knopp, Prokurist der WES Green GmbH.
Begleitet wurde die Ortsgemeinde in diesem Prozess von der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz. Dr. Timo Karl, Regionalreferent der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz, bilanziert: „Das Besondere an diesem Projekt ist die lokale Geschlossenheit, mit der die verschiedenen Akteure zusammenarbeiten, um Wirtschaftsprojekte vor Ort möglich werden zu lassen."
Energiewende mit Augenmaß
Die geplanten Photovoltaikanlagen werden künftig sauberen Strom für mehrere hundert Haushalte in der Region liefern. Der integrierte Großspeicher wird dafür sorgen, Erzeugungsschwankungen auszugleichen und Strom bedarfsgerecht bereitzustellen – ein entscheidender Beitrag zur Netzstabilität und Versorgungssicherheit, der die aktuellen Herausforderungen der Energiewende adressiert.
„Energiewende und wirtschaftliche Vernunft sind für uns kein Widerspruch", erklärt Bürgermeister Ewald Mattes und ergänzt: „Das Projekt zeigt, dass ländliche Räume die Energiewende nicht nur bewältigen, sondern aktiv gestalten können." In diesem Sinne soll in Landkern nun weitergearbeitet werden. Es gilt die Frage der Netzeinspeisung für die Energieprojekte zu beantworten. Auch zeigt man sich weiterhin sehr offen, mit Privaten und den Nachbargemeinden zur Umsetzung weiterer Projekte ins Gespräch zu kommen.
Kontakt: Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH, Sabine Werle | sabine.werle@energieagentur.rlp.de | www.energieagentur.rlp.de
Quelle: Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
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