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27 Millionen Engagierte brauchen Rückenwind

Bündnis fordert bessere Rahmenbedingungen für Zivilgesellschaft

Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) fordert verlässliche Rahmenbedingungen für Engagement und die organisierte Zivilgesellschaft in Deutschland. In dem Positionspapier „Zivilgesellschaft stärken – Jetzt!" appelliert das BBE gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus engagierten Organisationen an die politischen Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen, den aktuellen gesellschaftlichen Umbruch für grundlegende Reformen zur Stärkung demokratischer Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalts zu nutzen.

Zu den Erstunterzeichnenden gehören Mitglieder des BBE-Koordinierungsausschusses, des politisch-strategischen Gremiums des BBE inklusive dem Sprecher*innenrat des BBE und der Geschäftsführung. 

Das Positionspapier warnt vor einer zunehmenden Destabilisierung zivilgesellschaftlicher Strukturen. Kurzfristige Förderlogiken, steigende bürokratische Anforderungen und politische Unsicherheiten gefährden vielerorts die Arbeitsfähigkeit von Vereinen, Initiativen und Engagementinfrastrukturen. Dies schwächt gesellschaftlichen Zusammenhalt, demokratische Resilienz und die Fähigkeit, gesellschaftliche Krisen zu bewältigen. 

BBE-Geschäftsführerin Dr. Lilian Schwalb unterstreicht die zentrale Rolle der Zivilgesellschaft als demokratische Mitgestalterin: „Engagement ermöglicht Teilhabe, stärkt das Vertrauen in demokratische Prozesse und eröffnet Räume für gesellschaftliche Innovation und gemeinschaftliche Problemlösung." 

Die Erstunterzeichnenden fordern unter anderem langfristige und nachhaltige Förderstrukturen, den Ausbau verlässlicher Infrastrukturförderung sowie den Abbau bürokratischer Hürden. Zudem spricht sich das Bündnis für ein bundesweites Engagementfördergesetz und ein Demokratiefördergesetz aus, um Demokratiearbeit, politische Bildung, Integration und gesellschaftliche Teilhabe dauerhaft abzusichern. 

Ein begleitender Faktencheck verweist auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Zivilgesellschaft: Rund 27 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland freiwillig, mehr als vier Millionen Beschäftigte arbeiten in gemeinnützigen Organisationen. Mit Gesamtausgaben von rund 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreicht der gemeinnützige Sektor eine Wirtschaftskraft vergleichbar mit der Automobilindustrie. In der Bevölkerung genießt die Zivilgesellschaft ein hohes Vertrauen und Legitimität. Rund 79 Prozent schreiben der Zivilgesellschaft eine wichtige Rolle für das gute Funktionieren unserer Gesellschaft zu. 

Das BBE fordert, dass die Politik Rahmenbedingungen schafft, welche die Engagementlandschaft nachhaltig stärken, Kooperation ermöglichen und mutige Zukunftslösungen fördern. 


Über das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) ist ein Zusammenschluss von aktuell fast 300 Organisationen und Institutionen aus Zivilgesellschaft, Staat, Wissenschaft und Wirtschaft. Ziel des Netzwerks ist es, Bürgergesellschaft und bürgerschaftliches Engagement in allen Gesellschafts- und Politikbereichen nachhaltig zu fördern. Der BBE-Sprecher*innenrat ist Aufsichtsorgan und Sprachrohr der Mitglieder des Netzwerks. Die BBE Geschäftsstelle gGmbH ist die Trägerin der Projekte und der Geschäftsstelle des Netzwerks. 

Kontakt: Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE), Dr. Lilian Schwalb | presse@b-b-e.de | www.b-b-e.de



     
        
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