evoBuild - Zirkulär gedacht. Für Visionen gemacht.

Klimaforschung in München für Biodiversität und gesündere Stadtplanung

LMU engagiert sich im neuen Bayerischen Klimaforschungsnetzwerk bayklif2 in zwei Forschungsprojekten mit großer gesellschaftlicher Bedeutung

Wie können Städte widerstandsfähiger gegen Hitze werden? Wie lässt sich die Gesundheit bayerischer Seen im Klimawandel überwachen? Und welche Rolle spielen künstliche Intelligenz, Umweltmodellierung und Biodiversitätsforschung für die Zukunft Bayerns? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das neue Bayerische Klimaforschungsnetzwerk bayklif2, das vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert wird.

Die LMU ist dabei mit mehreren Forschungsgruppen und Projekten maßgeblich beteiligt. Besonders sichtbar wird der Beitrag der LMU in den beiden Verbundprojekten MEDICUS und ecoBay, die zentralen Herausforderungen des Klimawandels in Bayern adressieren: die gesundheitlichen Folgen zunehmender Hitze- und Luftbelastung in Städten sowie die ökologische Stabilität bayerischer Gewässer.
 
MEDICUS entwickelt und erprobt partizipative Maßnahmen zur Klimawandelanpassung. © Viktoriya ZayikaKlimawandel und Gesundheit in Städten
Das Projekt MEDICUS untersucht die Auswirkungen klimabedingter Stressoren wie Hitze, Luftverschmutzung und Pollenbelastung auf die Gesundheit der Bevölkerung in urbanen Räumen.

Beteiligt sind an der LMU insbesondere die Forschungsgruppen von Dr. Magdalena Mittermeier und Professor Ralf Ludwig am Department für Geographie. Mithilfe hochauflösender Klimamodelle, KI-gestützter Analysen und partizipativer Reallabore in München und Augsburg sollen Belastungsschwerpunkte identifiziert und konkrete Anpassungsmaßnahmen entwickelt werden.

Im Fokus stehen dabei nicht nur wissenschaftliche Analysen, sondern auch der gesellschaftliche Transfer. Digitale Werkzeuge wie Resilience-Apps und neue Bildungsformate sollen helfen, Klimaanpassung langfristig in Stadtplanung und Gesundheitsvorsorge zu verankern. An diesem Projekt arbeiten die LMU-Forschenden gemeinsam mit Partnern der Technischen Universität München (TUM) und des Universitätsklinikums Augsburg.

Ziel von ecoBay ist es, die Biodiversität und ökologische Gesundheit von Seen zu analysieren. © TUM Limnologische ForschungsstationBiodiversität als Frühwarnsystem
Mit dem Projekt ecoBay bringt die LMU ihre Expertise in Biodiversitäts- und Umweltforschung in das Netzwerk ein. Unter Mitleitung von Professor Gert Wörheide vom Department für Geo- und Umweltwissenschaften, Lehrstuhl für Paläontologie & Geobiologie entwickelt das Projekt ein autonomes, KI-gestütztes Monitoring-System für bayerische Seen. Ziel ist es, mithilfe genetischer Analysen von Umwelt-DNA und Umwelt-RNA Veränderungen der Biodiversität frühzeitig sichtbar zu machen.

Ein schwimmender Roboter soll künftig kontinuierlich Wasserqualitätsdaten erfassen und automatisch Proben entnehmen. Die gewonnenen Daten werden mit KI-gestützten Modellen ausgewertet, um ökologische Veränderungen in Seen wie dem Ammersee oder dem Großen Ostersee frühzeitig zu erkennen.

Das Projekt verbindet Umweltgenomik, Robotik und künstliche Intelligenz und schafft damit neue Grundlagen für ein modernes Gewässermonitoring in Bayern.

Interdisziplinäre Klimaforschung an der LMU
bayklif2 vereint sechs interdisziplinäre Forschungsprojekte aus den Bereichen Gesundheit, Biodiversität, Landwirtschaft, Wasserforschung und KI-gestütztes Umweltmonitoring. Ziel des Netzwerks ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu übersetzen.

Die LMU trägt dabei nicht nur mit ihrer Forschungskompetenz zum Netzwerk bei, sondern übernimmt auch organisatorische Verantwortung: Die Geschäftsstelle von bayklif2 ist am Genzentrum der LMU angesiedelt und wird von Dr. Ulrike Kaltenhauser und Dr. Julius Reich geleitet. Sie koordiniert die Zusammenarbeit der Projekte und unterstützt den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit.

„Mit bayklif2 stärkt die LMU ihre Rolle als zentrale Akteurin der Klima- und Umweltforschung in Bayern – interdisziplinär, datenbasiert und mit klarem Fokus auf gesellschaftliche Relevanz und nachhaltige Zukunftslösungen", sagt Ulrike Kaltenhauser.
 

Kontakt: Ludwig-Maximilians-Universität München, bayklif2, Dr. Ulrike Kaltenhauser | kaltenhauser@forschungsnetzwerke.de | www.lmu.de/



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

forum 04/2026

  • Kreislaufwirtschaft
  • Biodiversität
  • Bildung
  • Wasserweisheiten
  • Altöl im Kreislauf
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
12
SEP
2026
Corso Leopold
Ein Wochenende voller Musik, Kunst und Begegnung
80804 München, Leopoldstraße
22
SEP
2026
WindEnergy Hamburg 2026
Connect with the global wind industry
20357 Hamburg
23
NOV
2026
Energie- & Umweltgipfel 2026: Produzierende Industrie
Where Industrial Transformation Creates Competitive Advantage
10623 Berlin
Alle Veranstaltungen...
Energie- & Umweltgipfel 2026
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Sport & Freizeit, Reisen

Der Rummelplatz als Kulturgut
Christoph Quarchs Gedanken zur Volksfestzeit
Munich Climate Week 2026
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.

Jetzt auf forum:

Ein Wochenende voller Musik, Kunst und Begegnung

11. Internationaler Bodentag zum Thema "Gesunder Boden: vom Acker zum Teller" am 18,/19. November 2026 in Neunburg v. Wald

EthioTrees ist das Leuchtturm-Projekt 2026

PLAN-B NET ZERO gewinnt zweiten PaaS-Kunden

Regenwald-Konferenz erhält den "Making a Difference" Award 2026 des Jane Goodall Instituts Deutschland

Hitzeschutz muss verbindlicher Bestandteil von Neubau, Sanierung und Instandhaltung von Schulen werden

Zendure auf der IFA 2026

Der Kanzler will den Klimawandel zurückdrängen

B.A.U.M. Insights
  • Engagement Global gGmbH
  • SUSTAYNR GmbH
  • WWF Deutschland
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • 66 seconds for the future
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • NOW Partners Foundation
  • Zendure DE GmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • ZamWirken e.V.