Technik | Energie, 02.04.2026
Raus aus der fossilen Krise
Umweltorganisationen fordern radikalen Kurswechsel
Die Organisationen BUND, Campact, Deutsche Umwelthilfe, Germanwatch, Greenpeace, NABU und WWF machen in einem heute mit dem Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) veröffentlichten Papier zur fossilen Krise unmissverständlich klar: Deutschlands Abhängigkeit von Öl und Gas verschärft die Klimakrise massiv und ist zugleich eine akute Gefahr für wirtschaftliche Stabilität, soziale Sicherheit und unsere demokratische Souveränität.
Die aktuellen geopolitischen Verwerfungen und explodierenden Energiepreise zeigen erneut, wie verwundbar ein fossil geprägtes System ist – und wie fahrlässig die aktuellen energiepolitischen Entwicklungen und derzeit vorgeschlagenen Maßnahmen der Bundesregierung vor diesem Hintergrund sind. „Wer jetzt noch an Öl und Gas festhält, spielt mit der wirtschaftlichen und sozialen Stabilität dieses Landes", so die Organisationen. „Diese Krise ist kein Ausreißer, sie ist ein Resultat politischer Fehlentscheidungen. Der Ausstieg aus fossilen Energien ist eine Frage der Sicherheit im Hier und Jetzt und ein zentrales Zukunftsprojekt für eine resiliente und bezahlbare Energieversorgung."
Das Papier skizziert in elf Bereichen konkrete Vorschläge, wie Deutschland sich schnell und wirksam aus der fossilen Abhängigkeit befreien kann: von einem beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien über eine soziale Wärmewende bis hin zur Elektrifizierung von Verkehr und Industrie. Gleichzeitig warnen die Organisationen eindringlich vor politischen Rückschritten, die fossile Strukturen weiter zementieren und die Krise verschärfen würden.
Nur ein konsequenter Kurs Richtung erneuerbare Energien, Elektrifizierung, Effizienz und Kreislaufwirtschaft schützt vor weiteren Preisschocks, stärkt die Resilienz und sichert langfristig Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit.
Zum Forderungspapier "Raus aus der fossilen Krise: Unabhängigkeit von Öl und Gas beschleunigen" (PDF).
Der Deutsche Naturschutzring ist der Dachverband von knapp 100 Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen, die zusammen elf Millionen Menschen erreichen. Die unter dem Dach des DNR zusammengeschlossenen Organisationen eint die Ziele, biologische Vielfalt und natürliche Ressourcen zu schützen, den Klimawandel zu bekämpfen und für eine nachhaltige und umweltgerechte Wirtschaftsweise einzutreten.
Kontakt: DNR - Deutscher Naturschutzring e.V., Birthe März | birthe.maerz@dnr.de | www.dnr.de
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