Zertifizierter ESG Reporting Professional. Fit für CSRS & Co. - ESG-Reporting souverän meistern.

Krisenfeste Lebensmittelwirtschaft sichern

Ökologische Lebensmittelverarbeitung und mittelständische Wirtschaftsstrukturen als langfristige Antwort auf Kriege und Krisen

Die Folgen des Irankrieges werden bald nicht nur an der Tankstelle, sondern auch in den Lebensmittelgeschäften zu spüren sein. Höhere Kosten für Energie, Dünger und Transport werden an die Menschen in Europa weitergegeben. In der Folge ist mit steigenden Lebensmittelpreisen zu rechnen. Die anlässlich der erhöhten Spritpreise gebildete Taskforce der Bundesregierung möchte sich nun die Kosten für Lebensmittel vornehmen und über Gegenmaßnahmen beraten. Die Assoziation ökologischer Lebensmittelherstellerinnen und -hersteller (AöL) begrüßt dies und fordert zugleich: Kurzfristige Gegenmaßnahmen allein reichen nicht. Was gebraucht wird, ist eine strukturelle Antwort.
 © Ramon Cliff, pixabay.com
„Ökologisch ausgerichtete Unternehmen setzen auf erneuerbare Energien, beziehen wenn möglich regionale Rohwaren oder solche aus stabilen Lieferbeziehungen und setzen keine chemisch-synthetischen Düngemittel und Pestizide ein. Sie sind damit deutlich unabhängiger von fossilen Energiequellen. Das macht sie weniger anfällig für globale Versorgungskreise mit Öl und Gas", so Anne Baumann, geschäftsführende Vorständin der AöL. „Dennoch müssen auch diese Unternehmen in vielen globalen Abhängigkeiten und einem nicht resilienten Wirtschaftssystem agieren."  

Unser Ernährungssystem wird immer stärker in der Lage sein müssen, Störungen wie Naturkatastrophen, Pandemien, Wirtschaftskrisen oder Kriegen zu widerstehen, so die AöL. Unterbrochene Lieferketten oder Produktionsausfälle für Rohstoffe und Energieträger in diversen Weltregionen führten bereits in der Vergangenheit zu Problemen mit Rohwarenversorgung, Spezialzutaten oder explodierenden Energiekosten. Die Verlässlichkeit und Resilienz globaler Lieferketten sind heute nicht mehr gesichert und damit sind diese nicht nachhaltig und resilient. So kann die Versorgung der Menschen mittelfristig nicht gesichert werden. 

Bio-Lebensmittelverarbeiterinnen und -verarbeiter leisten bereits heute, was die Politik für morgen einfordert: Sie sichern Rohstoffversorgung aus heimischem Anbau, stärken ländliche Wirtschaftsräume und gestalten nachhaltige Unternehmenskulturen. Diese Strukturen verdienen aktive politische Unterstützung, unter anderem durch eine funktionale Kartellaufsicht.

Es braucht am Markt neben den großen, oft global agierenden Wirtschaftsakteuren, relevante nationale und regionale Strukturen als Ergänzung zur Stabilisierung der Versorgung – für die Fälle, dass internationale Warenketten in Kriegszeiten unter Druck geraten oder sich durch klimatische Veränderungen die Rohstoffverfügbarkeit substanziell verändert. Vielfältige Strukturen, die Bekämpfung der Klimakrise und die Entkoppelung von ökonomisch volatilen und riskanten Märkten für fossile Energien sind der beste Garant für die Sicherung der Ernährung.

Kontakt: Assoziation ökologischer Lebensmittelherstellerinnen und -hersteller e.V., Anna Wimmer | anna.wimmer@aoel.org | www.aoel.org



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken – Zusammen für das Gemeinwohl!
Training mit Christian Felber & Roman Huber
38489 Beetzendorf
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken
Live-Online-Training in Echtzeit mit Grit Bümann, Roman Huber, Christian Felber
online
22
OKT
2026
csrTAG 2026 – Nachhaltigkeit als Wirtschaftsfaktor
R³essourcen. R³esilienz. R³entabilität. - Ticketverkauf gestartet
A-6236 Alpbach
Alle Veranstaltungen...
Transformation as a Service. Engegie | KI | Cyber | ESG - aus einer Hand | Zum Festpreis.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Naturschutz

Wer an die Sonnenfinsternis glaubt, kann den Klimawandel nicht leugnen
Christoph Quarchs Überlegungen zur Sonnenfinsternis am 12. August
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

36 Grad und es wird immer heißer...

Erneute Extremhitze: Verbände fordern Hitzegipfel

Hitze gefährdet die Trinkwasserversorgung

Mehr Präsenz für Innovationen und eine nachhaltige Zukunft!

Die Bundesregierung bremst die Energiewende!

Hitzeschutz muss zur Pflichtaufgabe des Staates werden

Deutschland droht der Hitzekollaps - Regenwasser wird zum wichtigsten Rohstoff der Zukunft

Wer an die Sonnenfinsternis glaubt, kann den Klimawandel nicht leugnen

B.A.U.M. Insights
  • ZamWirken e.V.
  • WWF Deutschland
  • SUSTAYNR GmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • TÜV SÜD Akademie
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • 66 seconds for the future
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Engagement Global gGmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • NOW Partners Foundation
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Global Nature Fund (GNF)