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Studie mit KLIMA° vor acht-Folge zeigt

Faktenbasierte Klimakommunikation wirkt gegen Desinformation – und kann Lernen fördern

Eine Folge von KLIMA° vor acht über Klimakipppunkte stand im Zentrum einer neuen Studie der Universität Tübingen, veröffentlicht im Journal of Environmental Psychology. Die Ergebnisse zeigen, wie stark einzelne Aussagen über den wissenschaftlichen Konsens zum Klimawandel die Wahrnehmung der Öffentlichkeit beeinflussen – und wie faktenbasierte Klimakommunikation diesen Effekten entgegenwirken kann.

Moderatorin Nina Eichinger präsentierte 2025 die neue Folge im TV – auf einem Werbeplatz zur Primetime. © KLIMA° vor acht„Unsere Ergebnisse zeigen, wie anfällig die Wahrnehmung wissenschaftlicher Einigkeit für einzelne Botschaften sein kann", sagt Prof. Dr. Markus Huff, Lehrstuhlinhaber für Angewandte Kognitionspsychologie an der Universität Tübingen und stellvertretender Direktor des Leibniz-Instituts für Wissensmedien. „Gleichzeitig zeigen sie aber auch, dass korrekte Informationen solche Verzerrungen wieder korrigieren können." 

In einem repräsentativen Experiment mit 941 Teilnehmenden aus Deutschland untersuchten Forschende, wie sich unterschiedliche Botschaften über den wissenschaftlichen Konsens zum Klimawandel auf Überzeugungen und Wissensaufnahme auswirken. 
 
Eine einzige Falschinformation reicht
Die Ergebnisse zeigen eine asymmetrische Wirkung von Konsensbotschaften: Eine einzige falsche Information über einen angeblichen geringen wissenschaftlichen Konsens (55 %) senkte die wahrgenommene Einigkeit unter Klimawissenschaftler:innen im Durchschnitt um 15 Prozentpunkte. Eine korrekte Information über den tatsächlichen Konsens (97 %) erhöhte diese Wahrnehmung hingegen um etwa 9 Prozentpunkte. 

Desinformation über den wissenschaftlichen Konsens gilt als eine bekannte Strategie, um Zweifel an der Klimaforschung zu säen. Die Studie liefert empirische Evidenz dafür, dass bereits eine einzelne entsprechende Botschaft die Wahrnehmung des Konsenses deutlich verschieben kann. 

Gleichzeitig zeigte das Experiment, dass diese Effekte durch nachfolgende korrekte Informationen rückgängig gemacht werden können. Nachdem Teilnehmende am Ende der Studie über den tatsächlichen wissenschaftlichen Konsens informiert wurden, lag ihre Wahrnehmung der Einigkeit wieder auf dem Niveau der Gruppe, die von Beginn an korrekt informiert worden war. 

Desinformation wirkt schnell – Aufklärung muss kontinuierlich sein 
Im Experiment sahen die Teilnehmenden anschließend ein kurzes Erklärvideo über Klimakipppunkte, das von KLIMA° vor acht produziert wurde. Die Studie zeigt, dass eine vorher vermittelte Information über einen hohen wissenschaftlichen Konsens das anschließende Lernen aus solchen Bildungsinhalten fördern kann. Dieser Effekt entstand durch eine erhöhte Wahrnehmung wissenschaftlicher Einigkeit. 

„Diese Studie ist für uns ein Meilenstein: Sie ist der wissenschaftliche Beweis, dass täglicher Klimajournalismus zur Primetime wirkt – gegen Desinformation und für Klimawissen. Dass die Öffentlich-Rechtlichen trotzdem weniger berichten als je zuvor, ist nicht länger zu rechtfertigen", ordnet Friederike Mayer, Vorständin von KLIMA° vor acht e.V., die Ergebnisse ein. 

Klimaberichterstattung zur Primetime im ÖRR kaum vorhanden
Trotz der belegten Wirkung von Klimaberichterstattung nimmt deren Anteil im öffentlich-rechtlichen Fernsehen stetig ab. Laut einer aktuellen Programmauswertung von KLIMA° vor acht entfielen bisher im Jahr 2026 nur noch 0,8 % des Gesamtprogramms (Stand 26.02.26) bei Das Erste auf Klimathemen – nach 1,3 % im Jahr 2025, 1,49 % im Jahr 2024 und 2,2 % im Jahr 2023. 

KLIMA° vor acht fordert deshalb ein tägliches, kurzes TV-Format zur Primetime – direkt vor der Tagesschau – auch als wirksames Mittel gegen Klima-Desinformation und für eine informierte Öffentlichkeit. 

Kontakt: KLIMA° vor acht e.V., Dr. Norman Schumann | presse@klimavoracht.de | www.klimavoracht.de



     
        
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