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Faire Kakaopreise sind möglich

INKOTA begrüßt Vorstoß von Lidl

Lidl ist der erste Supermarkt in Deutschland der Kakaobauern und -bäuerinnen existenzsichernde Preise garantiert. Die Ankündigung betrifft den gesamten Kakao in den Eigenmarken für Tafelschokoladen bei Lidl in Deutschland, Belgien und den Niederlanden. INKOTA begrüßt den Vorstoß des Discounters, und fordert, dass sich ALDI, REWE und EDEKA anschließen, anstatt weiter Armut und Kinderarbeit in ihren Lieferketten in Kauf zu nehmen.  
 
© eliasfalla; Pixaba.com„Lidl lohnt sich endlich auch für Kakaobäuerinnen und -bauern! Das Versprechen des Discounters ist eine sehr gute Nachricht für die Menschen, die in mühevoller Handarbeit die wichtigste Zutat für Schokolade ernten. Der Kakaopreis am Weltmarkt befindet sich derzeit im freien Fall und hat sich innerhalb von einem Jahr mehr als halbiert. Mit dem fairen Preis und langfristigen Verträgen haben sie Planungssicherheit und können auch in diesen unsicheren Zeiten in ihre Farmen investieren", erklärt Evelyn Bahn, Kakaoexpertin bei INKOTA.  
 
INKOTA ist Mitglied des Forum Nachhaltiger Kakao, einer Multi-Stakeholder-Initiative, der auch die fünf größten Supermärkte angehören. Das Forum Nachhaltiger Kakao hat sich zum Ziel gesetzt, dass 90 Prozent der Farmer*innen bis zum Jahr 2030 in der Lieferkette über ein existenzsicherndes Einkommen verfügen. INKOTA ist überzeugt, dass sich dieses Ziel nur erreichen lässt, wenn Farmer*innen für ihren Kakao fair bezahlt werden. Abgesehen von Lidl hat sich bisher kein Mitgliedsunternehmen dazu bekannt, existenzsichernde Preise für die Farmer*innen zu garantieren. „Armut ist die Hauptursache von Kinderarbeit. Lidl zeigt, dass faire Preise möglich sind. Nun müssen auch die anderen großen Supermärkte nachziehen", erklärt Evelyn Bahn und appelliert an alle Mitgliedsunternehmen des Forum Nachhaltiger Kakao, ebenfalls faire Preise zu bezahlen.  
 
Lidl kooperiert bei der Umsetzung des Vorhabens mit Fairtrade. Das Versprechen ist für mindestens fünf Jahre vereinbart. Das entwicklungspolitische INKOTA-netzwerk setzt sich seit Jahren für existenzsichernde Preise für Kakaobäuerinnen und -bauern ein. Dabei arbeitet INKOTA eng mit Organisationen in den beiden Hauptanbauländern Ghana und Côte d’Ivoire zusammen.

Kontakt: INKOTA-netzwerk e.V., Evelyn Bahn | bahn@inkota.de | www.inkota.de



     
        
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