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Technik | Energie, 16.02.2026

„Eine Grüngasquote im Wärmemarkt wäre ein klimapolitischer Irrweg und eine teure Scheinlösung.“

DNR warnt vor Kostenfalle Grüngasquote im Wärmesektor

Unter dem Dach des Deutscher Naturschutzrings (DNR) warnen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Gaswende, Greenpeace, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Umweltinstitut München und WWF Deutschland eindringlich vor der Einführung einer Grüngasquote (GGQ) im Wärmesektor.  

© akitada, pixabayVor dem Hintergrund der laufenden Verhandlungen zum Gebäudeenergiegesetze (GEG) kritisieren die Verbände in einem gemeinsamen Positionspapier, dass eine solche Quote das Heizen für Privathaushalte verteuern, die Wärmewende verzögern und keinen wirksamen Beitrag zum Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft leisten würde. 

„Eine Grüngasquote im Wärmemarkt wäre ein klimapolitischer Irrweg und eine teure Scheinlösung, die die Klimaziele im Wärmebereich unmöglich machen und dadurch die Wirksamkeit des Klimaschutzgesetzes insgesamt verhindern würde", sagt DNR-Präsident Kai Niebert. „Sie suggeriert Klimaverträglichkeit, wo strukturell keine ist, und belastet ausgerechnet jene Haushalte besonders stark, die kaum Ausweichmöglichkeiten haben. Die Wärmewende gelingt durch Effizienz, Elektrifizierung und erneuerbare Wärmenetze, nicht durch das Beimischen knapper grüner Gase ins Erdgasnetz." 

Nach Einschätzung der Organisationen würde eine pauschale Quote knappe Ressourcen unspezifisch im Gasnetz verteilen, Fehlanreize für den Weiterbetrieb und Neubau von Gasheizungen setzen und Investitionen in tatsächlich klimaneutrale Lösungen wie Wärmepumpen und erneuerbare Fernwärme bremsen. Besonders betroffen wären Mieter*innen und einkommensschwache Haushalte, die steigende Heizkosten tragen müssten, ohne selbst von einem Umstieg profitieren zu können. 

Der DNR und die mitzeichnenden Verbände sprechen sich daher klar gegen die Einführung einer Grüngasquote im Wärmesektor aus. 


Der Deutsche Naturschutzring ist der Dachverband von knapp 100 Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen, die zusammen elf Millionen Menschen erreichen. Die unter dem Dach des DNR zusammengeschlossenen Organisationen eint die Ziele, biologische Vielfalt und natürliche Ressourcen zu schützen, den Klimawandel zu bekämpfen und für eine nachhaltige und umweltgerechte Wirtschaftsweise einzutreten. 

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Kontakt: DNR, Alexander Kräß | alexander.kraess@dnr.de | www.dnr.de



     
        
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