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Technik | Energie, 20.01.2026

Neue Studie belegt: Batteriegroßspeicher sind systemrelevant

Falsche Regulierung gefährdet ihren Nutzen

  • Analyse von Neon Neue Energieökonomik und Consentec im Auftrag von Kyon Energy, LichtBlick, ECO STOR und Fluence zeigt den hohen volkswirtschaftlichen Nutzen von Großbatterien.
  • Studie warnt vor pauschalen regulatorischen Eingriffen und liefert zentrale Erkenntnisse für Netzentgelte und Netzanschlüsse.
Großbatteriespeicher Walenstadt © Kecko, cc-by-2.0Eine neue Studie der Energieberatungshäuser Neon Neue Energieökonomik und Consentec hat Batteriegroßspeicher unter dem Aspekt der Systemdienlichkeit untersucht. Das Ergebnis ist eindeutig: Batteriegroßspeicher leisten einen klar positiven Wohlfahrtseffekt im deutschen Stromsystem. Sie senken Systemkosten, reduzieren Preisschwankungen und unterstützen die Integration erneuerbarer Energien. Damit tragen sie wesentlich zur Effizienz und Stabilität des Stromsystems bei. Um ihre volle Wirkung entfalten zu können, sind jedoch koordinierte Anpassungen in der Regulierung von Strommarkt und Stromnetz erforderlich.

Batteriespeicher schaffen Wert – aber nicht so viel wie sie könnten
Der volkswirtschaftliche Nutzen von Batteriegroßspeichern entsteht heute vor allem durch ihren marktdienlichen Einsatz. Batteriespeicher verschieben Strom in Zeiten hoher Nachfrage, ersetzen teure konventionelle Kraftwerke und erhöhen die kurzfristige Flexibilität im System. Dies senkt Erzeugungskosten, reduziert CO?-Emissionen und stärkt die Versorgungssicherheit. Diese Effekte werden über Marktpreise bereits weitgehend abgebildet.

Gleichzeitig zeigt die Studie, dass Großbatteriespeicher aufgrund fehlender Signale der Netzbetreiber bislang nur begrenzt netzdienlich wirken. Netzengpässe und Netzentlastung spiegeln sich heute nicht in ökonomischen Signalen für Speicherbetreiber wider. Das vorhandene Potenzial zur gezielten Entlastung der Stromnetze wird daher nicht systematisch genutzt, sondern bislang primär zur Optimierung der Energiekosten eingesetzt.

Falsche Regulierung kostet Systemnutzen
Pauschale regulatorische Eingriffe lösen dieses Problem nicht. Stattdessen reduzieren die heute verwendeten Ansätze wie Einschränkungen der kurzfristigen Vermarktung, uneinheitliche Anschlussregeln oder starre betriebliche Vorgaben die marktdienliche Flexibilität von Batteriespeichern deutlich. Der damit verbundene Verlust an Wohlfahrtseffekten kann den potenziellen Netznutzen übersteigen.

Netzdienlichkeit darf daher kein isoliertes Ziel sein. Vielmehr muss die Systemdienlichkeit als Maßstab gelten, also der Gesamtbeitrag von Batteriespeichern zu Markt- und Netzeffizienz, und damit zur Reduzierung der Kosten des Energiesystems. Erforderlich sind gezielte, transparente und investitionsfreundliche Anpassungen im Strommarktdesign. Dazu zählen zeit- und ortsvariable Preissignale, bundesweit einheitliche Anschlussregeln und Marktmechanismen, die netz- und systemdienliches Verhalten sachgerecht abbilden und vergüten.

„Die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache: Batteriespeicher sind ein Gewinn für das gesamte Stromsystem", sagt Prof. Dr. Lion Hirth, Gründer und Geschäftsführer von NEON. „Entscheidend ist nun, die regulatorischen Rahmenbedingungen so anzupassen, dass auch die Netze noch stärker profitieren."

Die vollständige Studie „Systemdienlichkeit von Großbatterien" wird am  26. Januar 2026 um 13 Uhr in einem Webinar von NEON vorgestellt. Interessierte können sich hier einwählen.

Hinweis zur Datenbasis
Die Studie „Systemdienlichkeit von Großbatterien" ist eine ökonomisch-analytische Wirkungsanalyse. Grundlage sind öffentlich verfügbare Strommarktdaten, geltende Markt- und Netzregelwerke sowie bestehende empirische Studien.

Kontakt: LichtBlick SE, Ralph Kampwirth | ralph.kampwirth@lichtblick.de | www.lichtblick.de



     
        
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