Diskriminierungssensibel über den Schulaustausch berichten

Ratgeber gibt praxisnahe Tipps, wie junge Menschen respektvoll über ihre Erlebnisse im Schulaustausch berichten können

Wie können junge Menschen respektvoll über ihre Erlebnisse im Schulaustausch berichten? Der Ratgeber „Vom Schulaustausch erzählen – aber wie?" von Engagement Global gibt praxisnahe Tipps für eine diskriminierungssensible Kommunikation – in Gesprächen, auf Social Media und im Klassenzimmer.
 
Der Ratgeber ermutigt, über Erfahrungen im Ausland zu berichten – und deckt dabei Stolperfallen für klischeehafte Erzählungen auf. © Sarah Larissa HeuserEin Schulaustausch ist eine prägende und intensive Erfahrung, über die Schüler*innen gerne berichten. In Erzählungen im Freundeskreis oder auf Social Media bekommen Eindrücke aus Ländern des Globalen Südens dabei oft besonders viel Aufmerksamkeit – nicht zuletzt, weil sie für viele ungewohnt oder außergewöhnlich erscheinen. Doch in gut gemeinten Erzählungen spiegeln sich häufig vereinfachte Bilder wider: exotische Landschaften, romantisierte Armut oder ein einseitiger Blick auf „das Fremde".

Der Ratgeber „Vom Schulaustausch erzählen – aber wie?" vom Entwicklungspolitischen Schulaustauschprogramm (ENSA) von Engagement Global bietet konkrete Hilfestellung, die eigene Perspektive zu hinterfragen und bewusster mit Sprache und Bildern umzugehen. Die Publikation vermittelt anhand von Beispielen, wie vielfältige Erfahrungen im internationalen Austausch respektvoll, differenziert und sensibel weitergegeben werden können – vom Umgang mit Fotos aus dem Gastland bis hin zur Frage, was als „normal" gilt. Letzteres ist schließlich gar nicht so leicht zu beurteilen, wenn man mit so vielen neuen Eindrücken konfrontiert wird, wie es bei einem Schulaustausch der Fall ist. 

Konkret bietet der Ratgeber Anleitungen für eine reflektierte Kommunikation und Orientierung bei der Einordnung globaler Zusammenhänge – und das anhand von realen Erfahrungen junger Reisender. Der Ratgeber richtet sich in erster Linie an Schüler*innen, ist aber ebenso für Lehrkräfte und all diejenigen interessant, die sich für diskriminierungssensible Berichterstattung interessieren – vom Schulaustausch bis zur Backpacking-Weltreise.

Förderung für Schulpartnerschaften: Jetzt bewerben
Aktuell ist es wieder möglich, Anträge für ENSA zu stellen. Schulen in Deutschland können sich bis zum 30. September 2025 für eine Förderung zum Aufbau oder zur Vertiefung von Partnerschaften mit Schulen in Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Südosteuropas im nächsten Jahr bewerben.

Über ENSA
Das Entwicklungspolitische Schulaustauschprogramm (ENSA), durchgeführt von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), bringt Schüler*innen aus Deutschland mit Gleichaltrigen aus Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Südosteuropas zusammen. Das Programm stärkt demokratische Werte und fördert den interkulturellen Austausch – ein wesentlicher Baustein für eine global vernetzte und solidarische Gesellschaft.

Weitere Informationen
 
ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen informiert und berät Einzelpersonen, Zivilgesellschaft, Kommunen, Schulen, Wirtschaft und Stiftungen zu entwicklungspolitischen Vorhaben und fördert diese finanziell. Wir qualifizieren bedarfsgerecht, verbinden Menschen und Institutionen miteinander, unterstützen zivilgesellschaftliches und kommunales Engagement.

Engagement Global arbeitet im Auftrag der Bundesregierung und wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert. Sitz ist Bonn. Weitere Standorte sind Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Leipzig, Mainz und Stuttgart.

Quelle: Engagement Global gGmbH



     
        
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