Umwelt | Wasser & Boden, 13.06.2025
UN-Ozeankonferenz in Nizza
Weltgemeinschaft setzt Zeichen für regelbasierte Ordnung und Schutz der Weltmeere
Mit der Verabschiedung des "Meeresaktionsplans von Nizza"
verpflichtet sich die internationale Staatengemeinschaft auf der heute
endenden UN-Ozeankonferenz in Nizza zu ambitioniertem Meeresschutz. Die
Bundesregierung hat die Konferenz in Nizza genutzt, um erfolgreich für
mehr Tempo im Meeresschutz zu werben: So unterstützen weitere Staaten
ein Moratorium zum Schutz der Tiefsee vor kommerziellem Bergbau, das
UN-Hochseeschutzabkommen steht mit der nötigen Unterstützung kurz vor
Inkrafttreten und vor den anstehenden Verhandlungen über ein globales
Plastikabkommen wächst die Gruppe der Staaten, die für ein wirksames
Abkommen eintritt.
Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Die Hohe See ist nicht der
Wilde Westen. Auch dort gelten Regeln für den Schutz unserer gemeinsamen
Umwelt. Das hat die Weltozeankonferenz von Nizza deutlich
unterstrichen. Diese Konferenz hat den Meeresschutz deutlich
vorangebracht, trotz geopolitisch schwieriger Lage. Mehr Staaten als je
zuvor haben sich klar gegen Tiefseebergbau positioniert, denn wir wissen
einfach noch zu wenig über die potenziellen Schäden. Und: Wir haben
jetzt schon mit Partnerländern in Afrika, Asien, Pazifik und
Lateinamerika verabredet, künftig Meeresschutzgebiete auf Hoher See
gemeinsam zu entwickeln und vorzuschlagen. Die nächste wichtige Etappe
im Meeresschutz steht im August an, wenn ein neues Abkommen gegen die
Plastikflut in den Meeren verhandelt wird."
Von Nizza geht eine starke Botschaft zum Schutz der Tiefsee vor kommerziellem Bergbau aus: Bereits 37 Staaten inklusive Deutschland unterstützen ein Moratorium. Eine solche "vorsorgliche Pause" ist wichtig, denn das vorhandene Wissen über die Tiefsee ist noch viel zu gering, um Umweltschäden durch eine kommerzielle Ausbeutung auszuschließen.
Die Bundesregierung hat sich in Nizza zur Umsetzung verschiedenster Maßnahmen verpflichtet. Beispielsweise sieht das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz bis 2031 knapp 100 Millionen Euro vor, um Salzwiesen, Seegraswiesen und Algenwälder in Nord- und Ostsee zu erhalten und wiederherzustellen. Damit wird die natürliche CO2-Speicherfähigkeit und Widerstandskraft der Meere gestärkt. Ein weiteres Beispiel ist das weltweit erste Programm, für die Bergung und Vernichtung von Altmunition aus dem Meer, das in Nizza auf großes Interesse stieß. Damit leistet Deutschland in Nord- und Ostsee Pionierarbeit. Deutschland wird das bei ersten Pilotbergungen und dem Bau einer industriellen Berge- und Entsorgungsplattform gewonnene Wissen mit anderen Staaten teilen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.
Weiterführende Informationen
Kontakt: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Nikolai Fichtner | presse@bmukn.bund.de | www.bmukn.bund.de
Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Die Hohe See ist nicht der
Wilde Westen. Auch dort gelten Regeln für den Schutz unserer gemeinsamen
Umwelt. Das hat die Weltozeankonferenz von Nizza deutlich
unterstrichen. Diese Konferenz hat den Meeresschutz deutlich
vorangebracht, trotz geopolitisch schwieriger Lage. Mehr Staaten als je
zuvor haben sich klar gegen Tiefseebergbau positioniert, denn wir wissen
einfach noch zu wenig über die potenziellen Schäden. Und: Wir haben
jetzt schon mit Partnerländern in Afrika, Asien, Pazifik und
Lateinamerika verabredet, künftig Meeresschutzgebiete auf Hoher See
gemeinsam zu entwickeln und vorzuschlagen. Die nächste wichtige Etappe
im Meeresschutz steht im August an, wenn ein neues Abkommen gegen die
Plastikflut in den Meeren verhandelt wird."Von Nizza geht eine starke Botschaft zum Schutz der Tiefsee vor kommerziellem Bergbau aus: Bereits 37 Staaten inklusive Deutschland unterstützen ein Moratorium. Eine solche "vorsorgliche Pause" ist wichtig, denn das vorhandene Wissen über die Tiefsee ist noch viel zu gering, um Umweltschäden durch eine kommerzielle Ausbeutung auszuschließen.
Die Bundesregierung hat sich in Nizza zur Umsetzung verschiedenster Maßnahmen verpflichtet. Beispielsweise sieht das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz bis 2031 knapp 100 Millionen Euro vor, um Salzwiesen, Seegraswiesen und Algenwälder in Nord- und Ostsee zu erhalten und wiederherzustellen. Damit wird die natürliche CO2-Speicherfähigkeit und Widerstandskraft der Meere gestärkt. Ein weiteres Beispiel ist das weltweit erste Programm, für die Bergung und Vernichtung von Altmunition aus dem Meer, das in Nizza auf großes Interesse stieß. Damit leistet Deutschland in Nord- und Ostsee Pionierarbeit. Deutschland wird das bei ersten Pilotbergungen und dem Bau einer industriellen Berge- und Entsorgungsplattform gewonnene Wissen mit anderen Staaten teilen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.
Weiterführende Informationen
- UN-Ozeankonferenz
- Liste der bei den Vereinten Nationen gemeldeten freiwilligen Selbstverpflichtungen
- Meeresschutz
- UN-Hochseeschutzabkommen
- Plastikmüll im Meer
- Munitionsaltlasten im Meer
- Meere als Klimaschützer (Video)
Mehr dazu in den Ausgaben 02/2025 und 03/2025 von forum Nachhaltig Wirtschaften im Rahmen der Serie zur UN-Ozeandekade.
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- Wasserweisheiten
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