Umwelt | Wasser & Boden, 30.05.2025
Weltweite Weichenstellung für den Schutz des Ozeans
Deutsche Meeresstiftung als Partner von forum Nachhaltig Wirtschaften bei UN-Konferenz in Nizza und Monaco vom 3. bis 13. Juni 2025 führend beteiligt
Die südfranzösische Mittelmeerküste wird im Juni zum globalen Zentrum der Meerespolitik: Vom 3. bis 13. Juni 2025 findet in Nizza und Monaco die bislang größte und bedeutendste Ozeankonferenz der Vereinten Nationen statt. Tausende internationale Expert:innen aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Finanzen kommen zusammen, um gemeinsame Lösungen für den Schutz des größten zusammenhängenden Ökosystems der Erde zu entwickeln – dem Ozean.

Im Zentrum der Konferenz steht die Bekanntgabe des brandneuen Europäischen Ozeanpakts durch Ursula von der Leyen, einer wegweisenden Initiative für eine nachhaltige europäische Meerespolitik. An dessen Entwicklung waren maßgeblich die Deutsche Meeresstiftung, die Oceano Azul Foundation und die Jacques Delors Stiftung beteiligt. Der Pakt soll nicht nur ein starkes politisches Bekenntnis zum Schutz der Meere darstellen, sondern auch die Erkenntnis verankern, dass der Ozean als global verbundenes System entscheidend für die Zukunft der Menschheit ist.
Bereits im Vorfeld der Konferenz setzt die Deutsche Meeresstiftung ein deutliches Zeichen auf dem One Ocean Science Congress: Gemeinsam mit Scuba Schools International (SSI) und dem Europäischen Meeresbeobachtungs- und Datennetzwerk (EMODnet) präsentiert sie das derzeit weltgrößte Citizen Science-Projekt für den Ozean. Millionen von Temperaturdaten aus Tauchcomputern werden dabei gesammelt, über die MySSI-App in die europäische Meeresdatenbank EMODnet eingespeist und der internationalen Forschung zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, Meeres-Hitzewellen besser zu verstehen und damit auch die Vorhersage extremer Wetterereignisse wie Hurrikans zu verbessern.
Ein weiterer Schwerpunkt des deutschen Engagements ist die Beteiligung am Ocean Hackathon der französischen Organisation Objectif Sciences International (OSI). Besonders junge Talente aus Meeresforschung und -technologie werden hier eingeladen, innovative Lösungen für den nachhaltigen Umgang mit dem größten Lebensraum unseres Planeten zu entwickeln.
Ab dem 4. Juni wird ein Team der Deutschen Meeresstiftung in Nizza sein, um das Citizen Science Projekt und verschiedene Projekte zur Meeresbildung in La Baleine, an der Université Côte d'Azur und an Bord der METEOR und der Malizia Explorer im Hafen vorzustellen.
Die Deutsche Meeresstiftung versteht ihr Wirken im Geiste von Elisabeth Mann Borgese, der Pionierin der modernen Ozeanpolitik und jüngsten Tochter von Thomas Mann. In ihrer Philosophie vom gemeinsamen Erbe der Menschheit liegt die Grundlage für das Engagement der Stiftung innerhalb der UN-Dekade der Ozeanforschung für nachhaltige Entwicklung (2021–2030). Die Stiftung will mit ihrer Arbeit die internationale Zusammenarbeit stärken und insbesondere in Deutschland mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung für einen zukunftsfähigen Meeresschutz mobilisieren.
Kontakt: Deutsche Meeresstiftung, Katrin Heratsch | katrin.heratsch@meeresstiftung.de | www.meeresstiftung.de
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