Technik | Energie, 02.06.2025

Braunschweig erweitert 2D-Solarkataster um einen 3D-Solarzwilling

Die Anwendung ermöglicht es, Machbarkeit und mögliche Erträge bei der Installation von Solaranlagen zu beurteilen

Die Stadt Braunschweig geht einen weiteren Schritt zur nachhaltigen Stadtentwicklung und digitalen Transformation. Ab sofort ist der Solar-Zwilling der Stadt Braunschweig erreichbar. Er stellt das Solarpotenzial aller Gebäude und Flächen im Stadtgebiet dar und macht es analysierbar.
 
Zum Vergrößern auf die Graphik klicken. © Stadt BraunschweigDie 3D-Solarpotenzialanalyse hat sich als zuverlässige Methode zur Bewertung der solaren Energiegewinnung in urbanen Gebieten etabliert. Braunschweig geht einen Schritt weiter und nutzt fortschrittliche Technologien, um die Sonneneinstrahlung auf individuelle Objekte und Flächen in einer 3D-Szene zu simulieren. Diese innovative Lösung eröffnet neue Perspektiven für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung.

Die frei zugängliche Anwendung besteht aus zwei Komponenten: der berechneten Solareinstrahlung auf Basis meteorologischer und geographischer Daten (inklusive NASA-Daten) sowie der interaktiven Solar-App. Die großflächige Berechnung der Solareinstrahlung für das gesamte Stadtgebiet zeigt das jährliche Potenzial eines Gebäudes durch die Einfärbung der Oberflächen. Mit dem Informationswerkzeug können für jedes Gebäude genaue Potenzialwerte abgefragt werden. Die Solar-App bietet darüber hinaus eine interaktive Live-Analyse, die nicht nur alle Gebäude im Stadtgebiet, sondern auch Planungs- und Vegetationsobjekte einbezieht. Zusätzlich können Simulationen zum konkreten Schattenwurf durchgeführt oder auch die Betrachtung über ein 3D-Mesh oder Schrägluftbilder vorgenommen werden. Über den Ertragsrechner können Nutzer die solare Eignung ihrer Flächen ermitteln. Zudem liefert die App Daten zur Wirtschaftlichkeit.

Von der Einführung des Braunschweiger Solar-Zwillings profitieren Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Planer gleichermaßen. Die Anwendung ermöglicht es, Machbarkeit und mögliche Erträge bei der Installation von Solaranlagen zu beurteilen - auf Dachflächen und an Fassaden bestehender oder geplanter Gebäude ebenso wie auf Freiflächen. Der Solarzwilling ergänzt das etablierte, aber statische 2D-Solarpotentialkataster.

Der kostenfrei bereitgestellte Service dient als umfangreiche Erstinformation, die den Nutzerinnen und Nutzern einen guten Überblick zur Vorbereitung der eigenen Planungen verschafft. So können eigenständig erste Schritte unternommen werden, bevor eine Fachfirma beauftragt wird. Die Berechnungsergebnisse lassen sich als Bericht exportieren und für die konkrete Umsetzungsplanung nutzen. Um bestmögliche Bedienbarkeit und Effizienz zu gewährleisten, ist die Anwendung für den Desktop konzipiert. Dies bedingt, dass die Nutzung auf mobilen Geräten eingeschränkt ist. 

Kontakt: Stadt Braunschweig | kommunikation@braunschweig.de | www.braunschweig.de



     
        
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