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Englisches Storchendorf ausgezeichnet

Störche zurück auf der Insel

Es hat eine Weile gedauert, bis das Netzwerk wieder gewachsen ist, doch nun hat die Initiative der Europäischen Storchendörfer ein weiteres neues Mitglied: Das Knepp Estate und das Dorf Storrington in England wurden von EuroNatur ausgezeichnet; auch wegen der Verdienste bei der erfolgreichen Wiederansiedlung von Weißstörchen in Großbritannien.
 
Weißstörche sind gesellige Vögel. Sie brüten nicht nur eng beieinander, sondern gehen auf den Feldern und Wiesen des Knepp Estates auch gemeinsam auf Nahrungssuche. © Knepp Estate | White Stork ProjectDas Netzwerk der "Europäischen Storchendörfer" ist seit dem 5. Mai 2025 um ein Dorf reicher. Im Rahmen des ersten Stork & Wildlife Revival Festivals in Storrington zeichnete die internationale Naturschutzstiftung EuroNatur das englische Knepp Wildland und Storrington als "Europäisches Storchendorf" aus. Die Weißstorchkolonie in Knepp ist Teil des Weißstorchprojekts, einer Initiative zum Wiederaufbau einer wildlebenden Brutpopulation in Großbritannien, wo Weißstörche über Jahrhunderte ausgestorben waren.

Nach fast zehn Jahren ist das Netzwerk der Europäischen Storchendörfer damit wieder gewachsen. "Wir sind sehr froh, mit dem Knepp Estate und Storrington ein englisches Storchendorf aufgenommen zu haben, das die Werte der Initiative teilt und deren Anforderungen erfüllt", sagt Dr. Justine Vansynghel, Projektleiterin bei EuroNatur. "Knepp und Storrington bringt mit seinem Ansatz des Rewilding neue Impulse in das Netzwerk ein, worüber sich auch die anderen Storchendörfer freuen", so die Biologin. "Zudem betont die Wahl den verbindenden Charakter des Netzwerks: Ob EU-Mitglied oder nicht, beim Schutz unserer Zugvögel kennt Europa keine Grenzen."

"Wir fühlen uns geehrt, dass wir in das Netzwerk der Europäischen Storchendörfer aufgenommen wurden und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit unseren neuen Kollegen auf dem ganzen Kontinent. Besonders stolz sind wir auch auf die Teilnahme an unserem Stork and Wildlife Recovery Festival in Storrington, das hoffentlich zu einem alljährlichen Ereignis von nationaler Bedeutung wird", sagt Laura Vaughan-Hirsch, Projektleiterin Weißstorch beim Knepp Estate.

Hintergrundinformationen:
  • Initiative "Europäische Storchendörfer": Seit 1994 zeichnet EuroNatur Dörfer und Gemeinden als "Europäisches Storchendorf" aus, in denen viele Störche leben und die sich besonders für den Storchenschutz einsetzen. Damit schafft EuroNatur eine wachsende Allianz für den Schutz der Schreitvögel und setzt einen Gegenpol zum steigenden Lebensraumverlust für Weißstörche in Europa. Mit dem Knepp Estate und Storrington wird nach fast zehn Jahren wieder ein Dorf ausgezeichnet; es ist Storchendorf Nummer 16. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite Stork villages bzw. auf der EuroNatur-Website.
  • Das englische White Stork Project ist eine Kooperation zwischen der Roy Dennis Wildlife Foundation, dem Cotswold Wildlife Park, dem Knepp Estate, dem Wadhurst Park und der Knepp Wildland Foundation, mit tatkräftiger Unterstützung von Freiwilligen, die bei der Vogelpflege, der Öffentlichkeitsarbeit und dem Nestmonitoring helfen. Das Projekt liefert auch wichtige Informationen über die Zugroute der Störche nach Nordafrika. Lebensraumverlust, Jagd, Pestizide und Stromleitungen setzen die Storchenpopulationen unter Druck, so dass ihr Schutz internationale Zusammenarbeit erfordert. Weitere Informationen erhalten Sie unter whitestorkproject.org
Über EuroNatur:
EuroNatur ist eine gemeinnützige, international tätige Naturschutzstiftung mit Sitz in Radolfzell am Bodensee. Ziel ist der grenzübergreifende Erhalt wertvoller europäischer Natur- und Kulturlandschaften mitsamt ihrer Artenvielfalt. Hauptbestandteil der Arbeit von EuroNatur ist es, Menschen und Natur zu verbinden - die Grundlage, um einen langfristigen Erfolg der Projekte zum Schutz von Wildtieren wie Wölfen, Bären, Luchsen, Zugvögeln und ihren Lebensräumen zu erreichen.

Kontakt: Stiftung EuroNatur, Christian Stielow | christian.stielow@euronatur.org | www.euronatur.org



     
        
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