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Technik | Energie, 26.03.2025

Kurs halten im Gebäudesektor

Ressourcen in bezahlbares Wohnen und nachweislich wirksamen Klimaschutz lenken

"Kurs halten", so nennt sich eine Initiative engagierter deutscher Stiftungen, die sich für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen einsetzt. Im Bereich sauberer und bezahlbarer Wärme (SDG7) wird sie von der Stiftung Energieeffizienz unterstützt. Es gilt jetzt eine realistische Roadmap für die europäische Dekarbonisierung in den kommenden 20 Jahren aufzustellen und in terminierten Etappen abzuarbeiten. Ziele und nachweisbare Fakten müssen klar und verständlich sein, um zu funktionierendem Klimaschutz zu gelangen, der Energiearmut und Abhängigkeiten vermindert und internationale Technologieführerschaft ermöglicht.
 
Langfristig handelnde Stiftungen können dabei Orientierung geben, um in den kommenden Dekaden die Steuerung der Klimaschutzziele auch in nebulösen Zeiten zu begleiten, erfolgreiche Ansätze transparent zu machen und zu beschleunigen und bei Fehlentwicklungen Kurskorrekturen anzuzeigen. Wo diese von Beharrungskräften unterbleiben, oder behindert werden können sie fehlende Lösungen und Standards vorantreiben, damit die Transformation gemeinsam gelingt.

Das Positionspapier liefert sechs Impulse zum Einhalten der Klimaschutzziele im Gebäudesektor, für Vereinfachungen des Gebäudeenergiegesetzes und eine überfällige Digitalisierung "Made in Europe", die die Interessen von Bürgerinnen und Bürgern in den Mittelpunkt rückt.
  1. Für eine erfolgreiche Wärmewende und bezahlbare Heizkosten ist eine vereinfachte "Nachweisbasierte Baumethodik" im Gebäudeenergiegesetz zuzulassen. Nachweise zur Dekarbonisierung des Gasnetzes sind verbindlich zu regeln.
  2. Hohe Effizienz und geringe Heizkosten und CO2-Emissionen auf Basis gemessener Werte belohnen.
  3. Zentrale Kennwerte für saubere und bezahlbare Wärme sind mit zertifizierten CO2-Faktoren für Strom, Gas, Wasserstoff, Biomasse, Fern- und Nahwärme transparent zu machen.
  4. Die Emissionen der Gebäudeherstellung sind für Neubauten in das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und die Bundesförderung (BEG) einzubeziehen.
  5. GEG, BEG und Wärmeleitplanung sind nachweisbasiert auf die europäische Effizienzrichtlinie EPBD und eine qualitativ hochwertige nationalen Gebäudedatenbank auszurichten.
  6. Die Nutzung von Daten und KI ist europäisch zu gestalten und konsequent auf hohe Performance, die UN-Nachhaltigkeitsziele und bezahlbare Klimaneutralität auszurichten.
Dieses Positionspapier regt an die Chancen der 21. Legislaturperiode zu nutzen, um über Verbandsinteressen hinaus Kurs auf das nachweisliche Einhalten der Klimaschutzziele im Gebäudesektor zu halten. Es plädiert für ein gemeinwohlorientiertes europäisches Bau- und Digitalisierungsverständnis.

Informationen: Stiftung Energieeffizienz:
Die 2010 gegründete Stiftung Energieeffizienz stammt aus der Planung und der Qualitätssicherung von NRW-Solar- und Klimaschutzsiedlungen und betreibt das energy-check Monitoring für effiziente Gebäude und Anlagen. Mit der Ludwig-Bölkow-Stiftung und innovativen Wohnungsunternehmen führt sie seit 2016 das Langzeitprojekt ReConGeb unter Einbezug der Kosten durch. Durch das Monitoring und Controlling von ca. 500 hocheffizienten Gebäuden ist ein bundesweit einzigartiger Datenpool hocheffizienter Gebäude entstanden, der Rückschlüsse über effiziente und wirtschaftliche Maßnahmen zur Dekarbonisierung erlaubt. Eine progres.NRW geförderte Studie zur Steuerung einer Wärme-Energiewende konnte die Eignung des ReConGeb Ansatzes zur Steuerung einer Wärme-Energiewende im MFH-Bereich nachweisen. Seit 2020 trägt die gemeinnützige Stiftung kommissarisch die offene sustainable data platform, auf der Unternehmen, Energieagenturen und Institute mit langjähriger Erfahrung in Klimaschutz und Digitalisierung ehrenamtlich zusammenarbeiten. Der Plattformkodex regelt die gemeinwohlorientierte Datennutzung.

Kontakt: Stiftung Energieeffizienz | info@stiftung-energieeffizienz.org | www.stiftung-energieeffizienz.org



     
        
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