Sweco-Bericht: Fünf wichtige Trends der Biodiversitätsagenda Europas

„Die Dringlichkeit, den Verlust der Biodiversität zu stoppen, verändert Geschäftsmodelle, Investitionsströme und Naturschutzmaßnahmen in ganz Europa."

Der Verlust der Biodiversität gefährdet Ökosysteme, Volkswirtschaften und Gesellschaften und setzt damit über die Hälfte des globalen BIP aufs Spiel. Der neue Bericht von Urban Insight by Sweco beschäftigt sich mit den fünf wichtigsten Maßnahmen, die Europa ergreifen kann, um den Verlust der Biodiversität bis 2030 zu stoppen und umzukehren.

Mit mehr als 1 Million Arten, die derzeit am Rande des Aussterbens stehen, bedroht der fortwährende Rückgang der Artenvielfalt Ökosysteme, Gesellschaften und Unternehmen und gefährdet über die Hälfte des globalen BIP

Piia Pessala, Executive Director für Biodiversität bei Sweco © Sweco„Die Dringlichkeit, den Verlust der Biodiversität zu stoppen, verändert Geschäftsmodelle, Investitionsströme und Naturschutzmaßnahmen in ganz Europa. Swecos Bericht beschreibt den Fortschritt der Biodiversitätsagenda Europas und empfiehlt weitere Maßnahmen für Regierungen, den öffentlichen Sektor, Unternehmen, Finanzinstitutionen und Bürger*innen" ", sagt Piia Pessala, Executive Director für Biodiversität bei Sweco und eine der Autor*innen des Berichts.

Der neue Bericht ist hier zu finden und hebt fünf Schlüsseltrends hervor, die zeigen, wie Europa die Wiederherstellung der Biodiversität angeht:
  1. Biodiversität in der finanziellen Entscheidungsfindung – Integration von Biodiversität in Investitionsstrategien. Als Beispiel unterstützt Sweco im Vereinigten Königreich die Europäische Investitionsbank, um sicherzustellen, dass Investitionsmöglichkeiten in großangelegte Energieprojekte ihren Biodiversitätsstandards entsprechen.

  2. Märkte für Biodiversitätskompensationen – Schaffung von Märkten für Biodiversitätsguthaben zur Förderung des Naturschutzes. In den Niederlanden wird z. B. der Naturepoints-Rechner von Sweco verwendet, um den Gewinn oder Verlust an Biodiversität zu quantifizieren und dies in Biodiversitätsguthaben zu übersetzen.

  3. Investitionen in den Naturschutz – Erhöhung der öffentlichen und privaten Finanzierung für Biodiversitätsprojekte. Sweco hat beispielsweise ökologische Expertise bei der Wiederherstellung eines Flusses und eines Sees in einem Nationalpark in Finnland bereitgestellt sowie die Planung der Wiederherstellung von Feuchtgebieten in Deutschland unterstützt. 

  4. Biodiversität in Städte bringen – Verbesserung der Biodiversität durch urbane Rewilding-Initiativen. Solche Maßnahmen umfassen z. B. die Umwandlung eines ehemaligen Industriegebiets in Norwegen in ein blau-grünes Viertel durch Sweco sowie das Mitwirken am zirkulären Wasserprojekt in Antwerpen.

  5. Digitale Werkzeuge & KI – Nutzung von Technologien zur Beschleunigung der Überwachung der Biodiversität und der Entscheidungsfindung. Sweco hat zum Beispiel das Potenzial alkalischer Moore auf der schwedischen Insel Gotland mithilfe von KI-Modellierung und Fernerkundung kartiert, um Gebiete mit hohem Biodiversitätswert zu identifizieren.
„Es ist großartig, dass es internationale Vereinbarungen für gemeinsame Investitionen in die Biodiversität gibt. Um das 30 %-Ziel des Globalen Biodiversitätsrahmens bis 2030 zu erreichen, sind jedoch stärkere Erhaltungsstrategien und eine verstärkte Zusammenarbeit erforderlich, da derzeit lediglich 20 % der Landflächen Europas und 13 % der Meeres- und Küstengebiete geschützt sind. Im neuen Bericht haben Swecos Expert*innen mögliche Maßnahmen aufgezeigt, die von verschiedenen Interessengruppen in der Gesellschaft ergriffen werden können, sowie Beispiele für bewährte Praktiken aus verschiedenen europäischen Ländern", so Piia Pessala. 

Über Urban Insight by Sweco
Urban Insight ist eine Reihe von Expert*innenberichten, die Sweco zu verschiedenen Aspekten der Stadtentwicklung aus der Sicht der Bürger*innen verfasst. Der neueste Bericht ist hier verfügbar.

Kontakt: Sweco GmbH, Susanne Tettinger | susanne.tettinger@sweco-gmbh.de | www.sweco-gmbh.de



     
        
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