Technik | Energie, 01.03.2025
Für schwarze Zahlen mit grünem Strom
Wie Mittelständler mit PPAs Kosten senken und Risiken minimieren
Die Zeiten, in denen sich Unternehmen einfach auf die „sichere" Wahl des klassischen Stromliefervertrags verlassen konnten, sind längst vorbei. Mit den steigenden Strompreisen, der fortwährenden Marktvolatilität und den zunehmenden regulatorischen Anforderungen wird die strategische Strombeschaffung zunehmend zur unternehmerischen Kernaufgabe. Das klingt abstrakt, doch am Ende des Tages geht es um das Überleben und den wirtschaftlichen Erfolg des deutschen Mittelstandes. Große Konzerne haben sich bereits langfristig mit Power Purchase Agreements (PPAs) abgesichert, aber auch der Mittelstand entdeckt zunehmend die Vorteile dieser Beschaffungsstrategie und das aus gutem Grund. Denn wer Preisrisiken aktiv managed, kann nicht nur erhebliche Einsparungen erzielen, sondern sich auch langfristig stabile Energiekosten sichern. Doch wie gelingt das?

Eine Antwort liegt in der Beschaffung von erneuerbarem Strom über direkte PPAs. Denn mittelständische Unternehmen, insbesondere Industrie und produzierendes Gewerbe erkennen zunehmend die Chancen dieser direkten Strombeschaffung. Die „alte" Welt der klassischen Stromlieferverträge mit ihren langen Laufzeiten und riskanten Preismodellen wird immer weniger attraktiv.
Preisvolatilität belastet den Mittelstand
Die europäischen Strommärkte waren in den vergangenen Jahren extrem volatil. Besonders 2022 führten Marktbewegungen dazu, dass vor allem mittelständische Unternehmen an die Grenzen ihrer Wirtschaftlichkeit kamen. Zwar konnten kurzfristige Preisspitzen abgefedert werden, doch die Unsicherheit bleibt. Mehrere Faktoren beeinflussen die Energiepreise: Die stetig steigenden CO?-Kosten verteuern fossile Energieträger. Gleichzeitig nimmt die Elektrifizierung in Industrie und Mobilität zu, was die Stromnachfrage erhöht. Geopolitische Unsicherheiten, wie der Ukraine-Krieg, führen zu weiteren Preisschwankungen. In diesem Umfeld bieten klassische Fixpreisverträge kaum noch eine wirtschaftlich tragfähige Absicherung, direkte PPAs hingegen schon. Denn diese ermöglichen den direkten Bezug von erneuerbarem Strom zu planbaren Preisen. node.energy verwaltet als führender Energiedienstleister über 13.500 Wind- und PV-Anlagen bzw. 34 GW Anlagenleistung in der Software-Plattform opti.node und rund 850 Industrie- und Gewerbekunden in Deutschland setzen bereits auf die node.energy Lösungen.28 Prozent Ersparnis durch direkte PPAs nach dem node.energy-Modell:
Ein Praxisbeispiel
Ein großer Betreiber von Logistik- und Gewerbeimmobilien konnte 2024 durch eine PPA-basierte Strombeschaffung mit node.energy seine Kosten um 28 Prozent bzw. rund 3 ct/kWh im Vergleich zur klassischen Fixpreis-Beschaffung senken. Dank einer klugen Kombination aus PV- und Windenergie lag der realisierte Strompreis sogar unterhalb des Base-Strompreises 2024. Und das, obwohl die vereinbarten PPA-Preise aufgrund des höheren Marktpreisniveaus zum Beschaffungszeitpunkt Ende 2023 vergleichsweise hoch waren und Überschüsse aus der PPA-Lieferung, die nicht selbst verbraucht werden konnten, nur zu sehr geringen Erlösen am Spotmarkt verkauft werden konnten.
Direkte PPAs als Absicherung gegen Preisschwankungen
Analysen von node.energy zeigen, dass eine Kombination aus festen PPA-Preisen und variabler Börsenpreis-Komponente wirtschaftlich vorteilhafte Lösungen ermöglicht. Vor allem ein ausgewogener Mix aus Wind- und PV-Erzeugung federt Preisschwankungen ab und sorgt für langfristig günstigere, stabile Bezugskosten. Diese Strategie hat sich auch in den vergangenen Jahren bewährt, trotz der starken Marktbewegungen und der teils erheblichen Spreads am Spotmarkt. Es bleibt spannend zu beobachten, ob sich diese positiven Entwicklungen auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen.
Günstigen und grünen Strom direkt vom Erzeuger beziehen
PPAs schaffen eine direkte Verbindung zwischen Stromerzeugern und Abnehmern. Während andere Stromverträge auf anonymen Märkten basieren und Preisschwankungen unterliegen, bieten PPAs eine transparente, planbare Quelle erneuerbarer Energie. Hier kennen sich die Akteure und wissen, was sie voneinander erwarten. Direkte PPAs ähneln einem Wochenmarkt, auf dem Erzeuger und Käufer sich persönlich begegnen, Qualität direkt beurteilen und Vertrauen aufbauen. Diese Direktverbindung vereinfacht den Strommarkt, ermöglicht faire Preise und stabile Geschäftsbeziehungen – eine nachhaltige, kosteneffiziente Lösung für alle Beteiligten.
So funktioniert die Strombeschaffung mit direkten PPAs
Lange galten PPAs als zu komplex für den Mittelstand. Doch digitale Plattformen wie die von node.energy erleichtern den Zugang, sodass heute auch Unternehmen mit einem Jahresverbrauch ab 2.000.000 kWh mittlerweile einfach von PPAs profitieren.
Fazit: Wer jetzt handelt, sichert sich langfristige Kostenvorteile
Die Strommärkte bleiben volatil, regulatorische Anforderungen schwer kalkulierbar. Unternehmen, die frühzeitig auf direkte PPAs setzen, profitieren von massiven Kosteneinsparungen und langfristiger Versorgungssicherheit. In einem unsicheren Marktumfeld ist das ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.
www.node.energy
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Direkte PPAs nach dem node.energy-Modell – die Vorteile im Überblick
- Bis zu 20 % Einsparung gegenüber klassischen Lieferverträgen
- Absicherung gegen Strompreisschwankungen ohne Risikoaufschläge
- 100 % zertifizierter Grünstrom für ESG-Compliance
- Flexible Vertragslaufzeiten ab einem Jahr
- Standortübergreifende Vollversorgung, passend zum Verbrauchsprofil des Unternehmens
- Direktzugang zu über 13.500 Wind- und PV-Anlagen ohne den Aufwand herkömmlicher Handelsgeschäfte oder teure Mittelsmänner
von Michael Blichmann, Geschäftsführer von node.energy
Dieser Artikel ist in forum 02/2025 - Save the Ocean erschienen.
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