Garten-PV - Stromkosten um fast 80 Prozent gesenkt!
Stefanie Höpler

Gut zu wissen…

Nachhaltigkeit nicht nur auf Berichterstattung beschränken, sonst droht Gefahr des Greenwashings

Die neuen ESRS (European Sustainability Reporting Standards) sind die aus der CSRD resultierenden neuen Berichtsstandards. Ziel der ESRS ist es, die Nachhaltigkeitsberichterstattung einheitlicher und vergleichbarer zu gestalten und diese künftig als festen Bestandteil des Lageberichts einer Firma zu etablieren. Das Wichtigste in Kürze... 

© inspiring.team; stock.adobe.comViele Firmen sind mit der Einführung der CSRD ab 2024 erstmalig von der Nachhaltigkeitsberichtspflicht betroffen und müssen sich mit den ESRS beschäftigen. Die neuen Berichtsstandards stellen viele mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen. Da hier die Sorge vor Greenwashing besonders weit verbreitet ist, wurde bisher oft auf eine Berichterstattung verzichtet.

Bestandteile des ESRS
Neben den generellen Anforderungen unterteilen sich die Standards in die drei Nachhaltigkeitsbereiche „Ökologie", „Soziales" und „Ökonomie". Darunter finden sich insgesamt folgende 10 Themen:

Ökologie:
1. E1: Klimawandel
2. E2: Verschmutzung
3. E3: Wasser- und Meeresressourcen
4. E4: Biodiversität und Ökosysteme
5. E5: Kreislaufwirtschaft

Soziales:
6. S1: Eigene Belegschaft
7. S2: Beschäftigung in der Wertschöpfungskette
8. S3: Betroffene Gemeinden
9. S4: Verbraucher:innen & Endnutzer:innen

Ökonomie:
10. G1: Unternehmerisches Handeln

Diese 10 Themen umfassen jeweils weitere Unterthemen. Unter Klimawandel (ESRS E1) fallen beispielsweise die Unterthemen „Anpassung an den Klimawandel", „Eindämmung des Klimawandels" und „Energie". Zudem wird es künftig auch zusätzliche sektorspezifische Standards geben.

Ein zentraler Bestandteil der ESRS ist die doppelte Wesentlichkeitsanalyse. Diese dient dazu, die Auswirkungen, Risiken und Chancen eines Unternehmens und gleichzeitig die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen eines Unternehmens herauszufinden.

Erste Schritte für Unternehmen
Ein erster Schritt besteht darin, zu klären, ob bereits eine Berichtspflicht besteht. Falls dies zutrifft, sollten Unternehmen frühzeitig mit der Umsetzung der ESRS beginnen. Hier ist es hilfreich, sich mit anderen Unternehmen zusammenzuschließen und regelmäßigen Austausch zu pflegen. Da auch die Nachfrage an externer Beratung schnell steigen kann, ähnlich wie es bei der DSGVO der Fall war, sollte das Angebot schnell sondiert und eine Beratung ausgewählt werden. Darüber hinaus ist es ratsam, interne Expertise aufzubauen und die ESRS gründlich zu durchdringen.

Das Wichtigste zum Schluss
Unternehmen dürfen Nachhaltigkeit nicht nur auf die Berichterstattung beschränken, sondern müssen so schnell wie möglich eine Strategie entwickeln und umgehend erste konkrete Maßnahmen umsetzen. Andernfalls droht hier die Gefahr des Greenwashings.

Hinweis:
Stefanie Höpler ist Beraterin und Trainerin in den Bereichen Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Unternehmenskultur. In der Code Gaia GmbH unterstützt sie die Softwareentwicklung mit Fokus auf Berichterstattung und beschäftigt sich dafür intensiv mit den ESRS und anderen Nachhaltigkeitsbericht-Standards.

Dieser Artikel ist in forum 02/2024 - Jede Menge gute Nachrichten erschienen.



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit
30
JUN
2026
Circular Tech Hub
Europe’s Largest Tech, Startup & Digital Investment Event
14055 Berlin
28
SEP
2026
Zertifikatskurs „Sustainability Management“
Wir verbinden Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit!
95447 Bayreuth
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Digitalisierung

Neues "Mental Operating System" für Social Media und Ki-Systeme
Christoph Quarch plädiert für die Programmierung einer europäischen, humanistischen KI zur Erreichung digitaler Souveränität
B.A.U.M. Insights
Garten-PV - Den besten Stromtarif gibt es im Garten.

Jetzt auf forum:

Teamgeist und Zusammenhalt

VerpackDG: Über §26 mehr europäisches Recycling fördern

Jean Ziegler: Unermüdlicher Kämpfer für das Recht auf Nahrung

Alles beginnt jetzt. Auf der Straße. Im Kopf. Im Herzen.

Neuer Marktplatz für Kreislaufwirtschaft in Planung

Lebensmitteltaugliche Rezyklate aus dem Gelben Sack – Interzero leistet Pionierarbeit

DGNB entwickelt neues Zertifizierungssystem für Bestandsquartiere

CBD im Alltag: Fünf Anwendungsformen und ihre Eigenheiten

  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Engagement Global gGmbH
  • NOW Partners Foundation
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • TÜV SÜD Akademie
  • Global Nature Fund (GNF)
  • ZamWirken e.V.
  • 66 seconds for the future
  • circulee GmbH
  • SUSTAYNR GmbH
  • WWF Deutschland