Generationsunterschiede beim Thema "Green Mobility"

"SIXT share"-Studie zur Verkehrswende

Der Klimawandel ist in vollem Gange und erfordert ebenso schnelle wie nachhaltige Lösungen. Ein Lösungsansatz fokussiert den Bereich "Verkehr" inklusive der individuellen Fortbewegung. Hintergrund: Es braucht neue Formen der Mobilität, die auf umweltschonende Aspekte zielen und somit für eine Trendwende sorgen. Um der Bereitschaft zur Veränderung auf den Grund zu gehen, hat "SIXT share" eine Studie in Auftrag gegeben. Das Unternehmen wollte wissen, wie Großstädter über die Mobilitätsfaktoren "Carsharing" und "Elektromobilität" denken. Die Erkenntnisse sind in mancher Hinsicht überraschend.

Fragebogen zur Verkehrswende
© kenny2332, pixabay.comBefragt wurden im Auftrag von "SIXT share" 600 Einwohner*innen der Städte Hamburg, Berlin und München. Die befragten Personen befanden sich im Alter zwischen 14 und 99 Jahren, wobei die meisten Probanden in die Altersgruppe 25 bis 34 gehörten. Alle Teilnehmer*innen haben einen bis zu 20 Fragen umfassenden Online-Bogen ausgefüllt. Übergeordneter Sachverhalt: "Fahrt aufnehmen in Richtung Verkehrswende: Eine Studie zum Thema Green Mobility und hachhaltige Fortbewegung". Die Antworten fanden sich abschließend den Segmenten Stadt, Alter und Geschlecht zugeteilt. 

Sieben Altersgruppen
Das Segment "Alter" umschließt sieben Gruppierungen:
  • 14 bis 17 Jahre
  • 18 bis 24 Jahre
  • 25 bis 34 Jahre
  • 35 bis 44 Jahre
  • 45 bis 54 Jahre
  • 55 bis 64 Jahre
  • 65 bis 99 Jahre
Die Gruppen sind nicht paritätisch besetzt, was bedeutet, dass jeder Gruppierung eine unterschiedliche Zahl an Probanden zugerechnet wurde. 

Alle wollen die Umwelt schützen
Die meisten Stellungnahmen entfallen auf die Sektion der 25- bis 34-Jährigen. Sie haben sich überdurchschnittlich oft an der Umfrage beteiligt, was vermuten lässt, dass die Umwelt- und Klimaproblematik für jene Altergruppe eine übergeordnete und besonders wichtige Rolle spielt. Schaut man jedoch auf die Details, so fällt auf, dass alle Altersgruppen dem Bereich "Umweltschutz" primäre Bedeutung zumessen. Eine nachhaltige Lebensführung ist demnach nicht nur für Menschen um die 30 von Bedeutung, sondern auch für Teenager, Jugendliche und Heranwachsende. Was in gleichem Maße für ältere Personen gilt. Folglich sind Ruheständler ebenfalls bemüht, ihren ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten. Die Bedeutungsschwere der Situation scheint somit allen Altersgruppen bewusst. Aber wird auch entsprechend gehandelt?

Öffis als Option
In Sachen Handlungsschwerpunkt tendieren die ergriffenen Maßnahmen in unterschiedliche Richtungen. Eine Übereinkunft herrscht am ehesten in Sachen "Plastikvermeidung", wobei es speziell die ältere Generation ist, die darauf achtet, möglichst wenig in Plastik verpackte Güter zu kaufen. Beim Thema "Fortbewegung" sind Ressourcen-schonende Transportmittel, also öffentliche und individuelle Verkehrsmittel, für die gesamte Zielgruppe ein Option. Jedoch werden E-Scooter, E-Bike und Fahrräder speziell von jüngeren Verkehrsteilnehmern genutzt. Laut Umfrage seien diese Fortbewegungsmittel vor allem praktisch, helfen aber auch dabei, zu nächtlicher Stunde sicher nach Hause zu gelangen.

Teilen statt Verweilen
Geht es um Car-Sharing, so zeigen sich schwerpunktmäßig ältere Personen bereit, ein Fahrzeug zu teilen. Genutzt wird das Auto zuvorderst, wenn man schnell von A nach B kommen möchte. Auch schwer zu erreichende Ziele seien am besten mit dem klassischen Automobil anzufahren. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um das neueste Modell handeln. Für Zweidrittel der Befragten ist die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs wichtiger als die Marke und das Herstellungsdatum.

E-Auto fahren? Ja, aber...
In puncto "Elektromobilität" zeigen sich nahezu alle Menschen offen für die zugehörige Technologie. Auf Erfahrungswerte können sie allerdings kaum zurückgreifen, da der überwiegende Teil der Befragten noch nie ein E-Auto gesteuert hat. Überhaupt besetzt das elektrische Fahrzeug nach wie vor eine Nische. Diese allerdings gewinnt von Jahr zu Jahr an Bedeutung. So zeigen sich viele Menschen bereit, früher oder später auf ein E-Auto umzusteigen. Allerdings erst bei entsprechenden Rahmenbedingungen. Bis dahin räumen sogar auffällig viele jüngere Autofahrer*innen dem Verbrennungsmotor Vorfahrt ein.


     
        
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