Zertifizierter ESG Reporting Professional. Fit für CSRS & Co. - ESG-Reporting souverän meistern.
Technik | Energie, 13.07.2023

Energiewende zuhause?!

ZidiNaKo erforscht, wie Privathaushalte in Oberhausen an der Energiewende beteiligt und die Menschen dabei in ihrem Alltag abgeholt werden können

Privathaushalte in Oberhausen an der Energiewende beteiligen und die Menschen dabei in ihrem Alltag abholen – dies ist das Forschungsziel im Projekt ZidiNaKo. Der Forschungsverbund bestehend aus der FernUniversität Hagen und der Energieversorgung Oberhausen AG (evo) unter der Leitung von Fraunhofer UMSICHT lenkt dabei den Fokus von den technischen Bedingungen hin zur alltäglichen Energienutzung der Menschen.
 
ZidiNaKo steht für zielgruppendifferenzierte Narrative, Kommunikationsstrategien und Formate für eine schnellere Umsetzung der Energiewende.Wie verstehen die Menschen vor Ort ihren Umgang mit Energie? Was sind ihre Bilder und Geschichten? Mit den gewonnenen Erkenntnissen werden neue Kommunikationsformate und Erzählungen von und für private Haushalte entwickelt. Unterstützt wird das Konsortium von der Handwerkskammer Düsseldorf und der Verbraucherzentrale NRW. Das Projekt wird seit März vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz für die Dauer von drei Jahren gefördert.

Heizen, warmes Wasser, leuchtende Deckenlampe sowie Kühlschrank und Co.: Privathaushalte haben im Jahr 2021 30 % des Primärenergiebedarfs in Deutschland1 verbraucht. Der hohe Verbrauch zeigt, wie wichtig es ist, dass die Endverbrauchenden sich an der Energiewende beteiligen. Auch ein hoher Sanierungsaufwand und die damit verbundenen Kosten stellen neben dem hohen Energieverbrauch ein Problem dar. Ebenso die steigende Wohnfläche pro Kopf die dafür sorgt, dass Effizienzgewinne durch Heizungs- und Gebäudetechnologie teilweise kompensiert werden.

Verhaltensänderungen mittels lebensnaher Narrationen erreichen
Um an den drei zentralen Stellschrauben – Beheizungsstruktur, Sanierungsrate und - tiefe sowie Pro-Kopf-Wohnfläche – zu drehen und so Klimaneutralität im Gebäudesektor zu erreichen, braucht es neben technischen Ansätzen entsprechend soziale und kulturelle Betrachtungen. Mithilfe des Projektes ZidiNaKo sollen diese nun greifbarer werden: Das Forschungsteam erforscht und erprobt hierfür alltägliche lebensweltnahe Narrative und Visualisierungen der Energiewende. »Wir gehen davon aus, dass es nicht mehr Informationen, sondern andere, neue Narrationen und Kommunikationsformen mit Affektdimension braucht, um die Menschen anzusprechen und aktiv zu beteiligen«, erklärt Projektkoordinatorin Sabrina Schreiner vom Fraunhofer UMSICHT. »Dabei wollen wir den Menschen in seiner Lebenswelt anstelle der Technologie in den Fokus rücken.« Dazu schließen die Forschenden verschiedene gesellschaftliche Gruppen, die oft schwer zu erreichen sind, in ihre Betrachtung mit ein.

Disziplinübergreifendes Projektteam Teil der Hightech-Strategie 2025
Um die Ziele zu erreichen, vereint das inter- und transdisziplinäre Projektteam Expertise aus den Kommunikations-, Design-, und Ingenieurswissenschaften, der Energieversorgung sowie das Praxiswissen der Handwerkskammer Düsseldorf und der Verbraucherzentrale NRW. Die Forschungsergebnisse werden für Akteurinnen und Akteure der Energiewende, Unternehmen und Kommunen aufbereitet, um Handlungswissen gezielter vermitteln zu können. Damit trägt das Projekt zu den in der Hightech-Strategie 2025 formulierten gesellschaftlichen Lösungswegen für die Energiewende bei, um die Treibhausneutralität bis 2045 zu erreichen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Umweltschutz für die Dauer von drei Jahren gefördert. Die Ergebnisse werden im Sinne der Open Science-Strategie des Projekts öffentlich einsehbar zur Verfügung gestellt.

1Statistisches Bundesamt 2021, Umweltökonomische Gesamtrechnungen, Energiegesamtrechnung

Kontakt: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Stephanie Wehr-Zenz | stephanie.wehr-zenz@umsicht.fraunhofer.de | www.umsicht.fraunhofer.de



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken – Zusammen für das Gemeinwohl!
Training mit Christian Felber & Roman Huber
38489 Beetzendorf
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken
Live-Online-Training in Echtzeit mit Grit Bümann, Roman Huber, Christian Felber
online
22
OKT
2026
csrTAG 2026 – Nachhaltigkeit als Wirtschaftsfaktor
R³essourcen. R³esilienz. R³entabilität. - Ticketverkauf gestartet
A-6236 Alpbach
Alle Veranstaltungen...
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Naturschutz

Urlaub machen, wo die Feuerwehr im Dauereinsatz ist?
Christoph Quarchs philosophischer Blick auf die verheerenden Brände in Südeuropa und jetzt auch Schottland
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Orte für Menschen

Die AnStifter – Eine Welt. Viele Wege. Der Podcast von Engagement Global

Hiroshima und Nagasaki: Der Mahnruf des missachteten Gewissens

Das nachhaltigste Gebäude steht schon

Hitzegipfel jetzt!

36 Grad und es wird immer heißer...

Erneute Extremhitze: Verbände fordern Hitzegipfel

Hitze gefährdet die Trinkwasserversorgung

B.A.U.M. Insights
  • WWF Deutschland
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • NOW Partners Foundation
  • SUSTAYNR GmbH
  • TÜV SÜD Akademie
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Engagement Global gGmbH
  • ZamWirken e.V.
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • 66 seconds for the future