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Zehn Länder, ein Ziel:

Neues Projekt von Global Nature Fund und Living Lakes schützt Biologische Vielfalt rund um den Globus

  • Das „Living Lakes Biodiversity and Climate Project" (LLBCP) hat einen einzigartigen Ansatz: In zehn Ländern werden parallel wertvolle Ökosysteme bewahrt
  • Der Global Nature Fund und das Netzwerk Living Lakes kooperieren dafür mit Organisationen in Afrika, Amerika und Asien
  • Die umgesetzten Maßnahmen sind vielfältig und jeweils maßgeschneidert für die Projektregion
Der südamerikanische Titicacasee, gerade zum „Bedrohten See des Jahres Mit der Verleihung des Titels „Bedrohter See des Jahres 2023" an den südamerikanischen Titicacasee haben der Global Nature Fund (GNF) und das Netzwerk Living Lakes gerade auf die drohende Zerstörung eines einzigartigen Lebensraums aufmerksam gemacht. Jetzt weisen sie in einem neuen Projekt Wege aus der Krise der Wasser-Ökosysteme weltweit: Im Rahmen des „Living Lakes Biodiversity and Climate Project" (LLBCP) verfolgen der GNF und 13 Living Lakes-Partnerorganisationen aus Indien, Kambodscha, Kolumbien, Malawi, Mexiko, Peru, Ruanda, Sri Lanka, Südafrika und von den Philippinen ehrgeizige Ziele für den Schutz von Seen und Feuchtgebieten.

Vielfältige Maßnahmen für vielfältige Ökosysteme
Dr. Thomas Schaefer, der beim GNF die Bereiche Living Lakes und Naturschutz leitet, erläutert: „Die Idee zu diesem umfassenden Projekt hatten mehrere Partner 2019 auf der 15. Living Lakes-Konferenz in Valencia. Seitdem haben wir uns über geeignete Maßnahmen und Regionen ausgetauscht, um unseren Einsatz für Biodiversität und Klima bestmöglich zu koordinieren. LLBCP ist ebenso vielseitig wie wirkungsvoll: Wir schaffen z.B. im indischen Bhitarkanika National Park biodiversitätsfreundliche Geschäftsmodelle für den Ökotourismus und stoppen die unkontrollierte Vermüllung der dortigen Gewässer. In Malawi wollen wir helfen, mittels nachhaltiger Aquakultur die Überfischung des Malawisees aufzuhalten, unseres Bedrohten Sees des Jahres 2022. Und auf den Philippinen installieren wir im Feuchtgebiet Paligui sogenannte Grünfilter, also Pflanzenkläranlagen, mit denen sich die Abwässer der wachsenden Städte gezielt behandeln lassen."

Nachhaltige Umweltbildung für eine lebenswerte Zukunft
Die Projektpartner haben drei Zielgruppen identifiziert, an die sich die Maßnahmen des Projekts primär richten werden: Verantwortliche für das Management von Seen, Landwirtschafts- und Fischereigemeinschaften sowie alle, die politische Entscheidungen treffen. Der Schwerpunkt der Arbeit wird auf Fort- und Weiterbildung liegen und sich jeweils auf einen lokalen See oder ein Feuchtgebiet konzentrieren.

Um die weitere Zerstörung dieser Süßwasserökosysteme zu verhindern, entwickelt das LLBCP-Projektteam, das international aus bis zu 70 Personen besteht, Pläne und Strategien gegen Klimawandel, Wasserverschmutzung, Biodiversitätsverlust und umweltschädliche Formen von Landwirtschaft und Tourismus. Besondere Bedeutung für die Arbeit im Projekt hat die Einbeziehung von Frauen und jungen Menschen sowie von Angehörigen indigener Kulturen in den Projektgebieten. Eine Plattform zum Austausch von Informationen, ein vom Projekt betreuter Pool von Fachleuten sowie diverse Veranstaltungsformate werden die Bildung von Allianzen von der lokalen bis zur internationalen Ebene befördern.

Die Vereinten Nationen führen das Netzwerk Living Lakes und das Living Lakes Biodiversity and Climate Project als offiziellen Partner der UN Sustainable Development Goals Partnership Platform.


Hintergrund
Der GNF setzt das Projekt LLBCP zur Erhaltung und Wiederherstellung von Seen und Feuchtgebieten sowie zum Schutz der damit verbundenen Biodiversität gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) um. Fünf Jahre lang werden 13 Organisationen aus 12 Ländern in diesem Projekt zusammenarbeiten, um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Das Projekt hat ein Volumen von neun Millionen Euro.
  
Kontakt: Global Nature Fund, Dr. Thomas Schaefer | schaefer@globalnature.org | www.globalnature.org

Quelle: Global Nature Fund (GNF)



     
        
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