10. Internationaler Cradle to Cradle Congress 2026

Essen bestellen: Wohin mit Pizzakarton & Co.?

Aktuelle Umfrage: Verbraucher*innen sind bei der richtigen Entsorgung von Verpackungen für geliefertes Essen unsicher

Wenn die Zeit zum Kochen fehlt oder die Familie sich Pizza, Burger und Pommes zum Videoabend wünscht - dann heißt es Essen bestellen und zu Hause genießen! Doch was passiert mit den gebrauchten Einwegverpackungen? Damit sie recycelt werden können, müssen sie korrekt entsorgt werden. Eine aktuelle YouGov-Umfrage allerdings zeigt: Nicht alle Verbraucher*innen wissen, in welchen Abfall die unterschiedlichen Verpackungen nach dem Essen gehören. Die Initiative "Mülltrennung wirkt" gibt Tipps, wie Pizzakarton, Menüschale und Co. richtig entsorgt werden und welche Alternativen sich zu Einwegverpackungen bieten. 

Nach dem Essen Pizzakartons, Menüschalen und Co. richtig entsorgen - Umwelt und Ressourcen schonen. © Initiative 'Mülltrennung wirkt' / Marcella MerkPizza, Burger, asiatische oder vegane Speisen - das Angebot von Lieferdiensten, Restaurants und Caterern für Essen zum Bestellen oder "to go" ist vielfältig. Vielfältig in Material und Form sind auch die Verpackungen, in denen die Speisen geliefert oder mitgenommen werden. Zu entscheiden, wie sie richtig entsorgt werden, ist deshalb offenbar nicht immer einfach. 

Viele Verpackungen für geliefertes Essen landen noch im falschen Abfall 
Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage würden zwar immerhin 70 Prozent der Verbraucher*innen einen gut erhaltenen Pizzakarton richtig ins Altpapier werfen. Dennoch entgehen demnach noch bei fast einem Drittel der Befragten die Kartons dem Papierrecycling. Hinzu kommt: Nur 62 Prozent wissen, dass der verschmutzte Pizzakarton in den Restmüll gehört. Besonders unsicher sind Verbraucher*innen aber bei Menüschalen aus zum Beispiel mit Kunststoff beschichtetem Karton oder Papier. Lediglich 45 Prozent würden sie richtig in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack entsorgen. Bei einem Drittel der Befragten würden diese Verpackungen im Restmüll und bei gut zehn Prozent im Altpapier landen - beides ist falsch. Das Problem: Falsch entsorgte Verpackungen entgehen dem Recycling oder verhindern, dass richtig entsorgte Abfälle recycelt werden können. 

Einfache Grundregel hilft bei der Abfalltrennung 
Orientierung für die richtige Entsorgung bietet eine einfache Grundregel: Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundmaterialien gehören in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack. Papier, Pappe und Karton kommen ins Altpapier. Glasflaschen (ohne Pfand) und Glasbehälter werden, nach Farben sortiert, in Altglascontainer eingeworfen. Axel Subklew, Sprecher der Initiative "Mülltrennung wirkt", ergänzt: "Wichtig ist, dass zum Bespiel die Menüschale wirklich komplett leer ist. Essensreste oder Fett können das Recycling von Verpackungen, egal aus welchem Material, erheblich stören oder sogar verhindern. Trennen und entsorgen wir Verpackungen richtig, können wir damit effektiv Klima und Ressourcen schützen." 

Tipps: Einwegverpackungen von gelieferten oder "to go"-Gerichten richtig entsorgen 

Pizzakarton - Altpapier oder Restmüll? Der Pizzakarton gehört ins Altpapier. Aber nur, wenn er nicht zu schmutzig ist, das heißt maximal etwa ein bis zwei Fettflecken hat und ansonsten vollkommen leer ist! Mit Käse, Saucen oder viel Fett verunreinigte Kartons müssen in den Restmüll entsorgt werden. 

Wohin mit Menüboxen aus Kunststoff oder Aluminium? Kunststoffverpackungen oder Aluminiumschalen für warme und kalte Speisen kommen in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Auch sie sollten keine Reste mehr enthalten. Die Abdeckung der Menübox zum Beispiel aus Aluminium oder Folie gehört, getrennt von der Schale, ebenfalls dorthinein. 

Was tun mit Warmhaltebeuteln und anderen Verpackungen aus beschichtetem Papier? Pommes, Frühlingsrollen und ähnliche Speisen werden oft in isolierenden Warmhaltebeuteln geliefert. Sie bestehen außen aus Papier, innen aus Aluminium- oder Kunststoffschichten, die warmhalten und schützen. Auch Verbundverpackungen wie diese kommen in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack. Das gilt ebenso für Menüschalen aus beschichtetem Papier oder Karton, in denen zum Beispiel häufig asiatische Nudelgerichte oder Reis verpackt werden. 

Verpackungsabfälle vermeiden: Bereitschaft, auf Mehrweg umzusteigen, noch verhalten 
Mit der richtigen Entsorgung von Verpackungsabfällen helfen Verbraucher*innen, die Umwelt zu schonen. Greifen sie jedoch auf Mehrwegalternativen zurück, helfen sie Verpackungsabfälle zu vermeiden. Seit Anfang dieses Jahres müssen Restaurants, Lieferdienste und Caterer (mit Ausnahme von kleinen Betrieben wie zum Beispiel Imbissbuden) neben Einwegverpackungen auch Mehrwegverpackungen für Essen und Getränke zum Mitnehmen und Bestellen nach Hause anbieten. Doch bekannt ist dies laut Umfrage nur 62 Prozent der Menschen in Deutschland. Die Bereitschaft, auf Mehrweg umzusteigen, ist ebenfalls verhalten: Lediglich etwa die Hälfte der Verbraucher*innen würden sich, wenn sie Essen oder Getränke nach Hause bzw. zum Mitnehmen bestellen, für eine Mehrwegverpackung entscheiden. Am ressourcenschonendsten ist es, wenn Sie stattdessen selber kochen. Mit einer guten Küchenausrüstung und dem passenden Küchenmesser ist das kein Hexenwerk. Just do it!

Kontakt:  "Mülltrennung wirkt", Maria Marberg | presse@muelltrennung-wirkt.de | www.muelltrennung-wirkt.de


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

forum 04/2026

  • Kreislaufwirtschaft
  • Biodiversität
  • Bildung
  • Wasserweisheiten
  • Altöl im Kreislauf
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
23
SEP
2026
BootCamp Impact Business Design
Zertifizierter Impact Business Design Master
Berlin
06
OKT
2026
Zertifizierter ESG Reporting Professional
Fit für CSRD, ESRS & Co. – ESG-Reporting souverän meistern
Online-Lehrgang in vier Modulen
Alle Veranstaltungen...
Zertifizierter ESG Reporting Professional. Fit für CSRS & Co. - ESG-Reporting souverän meistern.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Naturschutz

Wer an die Sonnenfinsternis glaubt, kann den Klimawandel nicht leugnen
Christoph Quarchs Überlegungen zur Sonnenfinsternis am 12. August
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Kanzler Merz will Klimawandel zurückdrängen. Was bedeutet das?

Dezentrale Regenwasserspeicherung ohne Dachfläche

Praxis statt Paragrafendschungel

Welthungerhilfe startet „Led by Women“

Dass interne Geschäftsrisiken im Blickpunkt der Management-Analyse stehen, ist lange Alltagsrealität

Klimarisiken sind Geschäftsrisiken

Ist die Demokratie im KI-Zeitalter noch zu retten?

Erneut Milliarden-Steuergeschenke für Großerben - Erbschaftsteuer muss endlich gerecht werden

B.A.U.M. Insights
  • ZamWirken e.V.
  • 66 seconds for the future
  • SUSTAYNR GmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • WWF Deutschland
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Zendure DE GmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • TÜV SÜD Akademie
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • NOW Partners Foundation
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Engagement Global gGmbH