Zertifizierter ESG Reporting Professional. Fit für CSRS & Co. - ESG-Reporting souverän meistern.

Kakaoexperten aus Côte d'Ivoire klagen Schoko-Genuss auf Kosten von Menschenrechten an

"Schokoladenunternehmen stehen in der Verantwortung höhere Preise an die Bauern zu zahlen, denn existenzsichernde Einkommen sind ein Menschenrecht"

Die ivorischen Kakaoexperten Pauline Zéi und Desiré Adon berichten über fortbestehende Menschenrechtsverletzungen im Kakaoanbau. Die Kakao- und Schokoladenindustrie verspricht seit über zwanzig Jahren Kinderarbeit in ihren Lieferketten zu beenden, im wenigen Wochen tritt das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz in Kraft. Bis heute gehören Kinderarbeit, Ausbeutung von Erntehelfern und gesundheitsgefährdender Einsatz von Pestiziden zum Alltag von Kakaobauern- und -bäuerinnen. 

© eliasfalla, pixabay.com"Faire Preise für Kakaobauern und -bäuerinnen sind der beste Weg, um Kinderarbeit zu beenden. Denn Armut ist die Hauptursache dafür, dass die Kinder nicht zu Schule gehen können oder ihren Eltern auf den Plantagen helfen müssen. Schokoladenunternehmen stehen in der Verantwortung höhere Preise an die Bauern zu zahlen, denn existenzsichernde Einkommen sind ein Menschenrecht", erklärt Pauline Zéi von der ivorischen Entwicklungsorganisation INADES. 

Desiré Adon baut seit 15 Jahren selbst Kakao an. Er hat eine Kakao-Kooperative mitgegründet und erhofft sich davon bessere Vermarktungschancen für den Kakao. Doch jetzt sind er und die anderen Bauern von massiv steigenden Düngemittelpreisen, Transportkosten und Lebensmittelpreisen betroffen. "Die Preisexplosionen bedroht die Existenz vieler Kakaobauern und -bäuerinnen, denn viele können die Produktionskosten nicht mehr decken. Wenn Unternehmen in Deutschland auch in Zukunft eine sichere Kakao-Lieferkette haben wollen, darf unsere Armut nicht weiter toleriert werden." Nach einer Berechnung von Fairtrade von September 2022, müsste sich der Kakaopreis an die Bauern in der Côte d'Ivoire fast verdoppeln um existenzsichernd zu sein. 

Die Kakaoexpert*innen begrüßen, dass die Bundesregierung mit dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz auf die Menschenrechtsverletzungen in globalen Lieferketten reagiert und fordern nun ein ambitioniertes Gesetz auch auf europäischer Ebene ein. Während ihres Besuchs in Berlin, Bonn und Brüssel treffen sie sich auch mit Vertreter*innen der Politik und setzen sich dafür ein, dass beim anstehenden EU-Lieferkettengesetz die Sicherstellung von existenzsichernden Einkommen für alle Menschen in den Lieferketten als Menschenrecht anerkannt wird. 

Hier finden Sie Kurzprofile zu Pauline Zéi und Desiré Adon. 

Kontakt:  INKOTA-netzwerk e.V., Juliane Bing | bing@inkota.de | www.inkota.de


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken – Zusammen für das Gemeinwohl!
Training mit Christian Felber & Roman Huber
38489 Beetzendorf
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken
Live-Online-Training in Echtzeit mit Grit Bümann, Roman Huber, Christian Felber
online
22
OKT
2026
csrTAG 2026 – Nachhaltigkeit als Wirtschaftsfaktor
R³essourcen. R³esilienz. R³entabilität. - Ticketverkauf gestartet
A-6236 Alpbach
Alle Veranstaltungen...
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Sport & Freizeit, Reisen

Der Rummelplatz als Kulturgut
Christoph Quarchs Gedanken zur Volksfestzeit
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Die AnStifter – Eine Welt. Viele Wege. Der Podcast von Engagement Global

Hiroshima und Nagasaki: Der Mahnruf des missachteten Gewissens

Das nachhaltigste Gebäude steht schon

Hitzegipfel jetzt!

36 Grad und es wird immer heißer...

Erneute Extremhitze: Verbände fordern Hitzegipfel

Hitze gefährdet die Trinkwasserversorgung

Mehr Präsenz für Innovationen und eine nachhaltige Zukunft!

B.A.U.M. Insights
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • 66 seconds for the future
  • TÜV SÜD Akademie
  • ZamWirken e.V.
  • WWF Deutschland
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Engagement Global gGmbH
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • NOW Partners Foundation
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • SUSTAYNR GmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften