Technik | Energie, 21.06.2022

Moderne Windräder können Rückgang der globalen Windressource mehr als ausgleichen

Umweltmeteorologen entwickeln globale techno-klimatische Szenarien und Standortprognosen bis 2060

Weltweit sind ausreichend Standorte für eine effiziente Windenergienutzung verfügbar – bei optimalem Ausbau und günstiger Klimaentwicklung lässt sich die Effizienz bis 2035 global um bis zu 23,5 Prozent steigern.

© Matthias Boeckl, pixabay.comDie Nutzung von Windenergie trägt wesentlich zum nachhaltigen, CO2-armen Umbau des Energiesektors bei. Die Effizienz von Windenergieanlagen ist aber von verfügbaren Windressourcen und technischen Eigenschaften der Anlagen abhängig. Ausgerechnet der Klimawandel sorgt dafür, dass sich die globale Windressource im 21. Jahrhundert verringert. Gleichzeitig verbessern sich die technischen Eigenschaften von Windenergieanlagen stetig. Auf der Grundlage globaler Klimamodelle und neu entwickelter Techno-Projektionen konnten die Forscher Dr. Christopher Jung und Prof. Dr. Dirk Schindler diese beiden gegenläufigen Einflussfaktoren abschätzen und ihre Auswirkungen auf die globale und regionale Effizienz von Windenergieanlagen bis 2060 berechnen. Eine Erkenntnis, ist, dass sich die Effizienz der globalen Windenergieanlagenflotte bis 2035 bei einer günstigen Klimaentwicklung um bis zu 23,5 Prozent erhöhen könnte, wenn der Windenergieausbau optimal gestaltet werden würde. Die Ergebnisse der beiden Wissenschaftler vom Institut für Geo- und Umweltnaturwissenschaften der Universität Freiburg wurden im Fachmagazin „Nature Energy" veröffentlicht.

Hohe räumliche Auflösung
Die Berechnungen der beiden Forscher bieten eine wichtige Grundlage für das zukünftige globale Ausbaupotenzial der Windenergie. In ihrer Studie identifizieren sie zugängliche Regionen, in denen unter den zukünftigen Klimabedingungen die Windressource am effizientesten genutzt werden kann. Der verwendete Ansatz ermöglicht die Bestimmung der weltweit besten Standorte mit besonders hoher räumlicher Auflösung für einzelne Windenergieanlagen und Windparks.

„Überraschend war der geringe Einfluss des Klimawandels auf die Windressource im Vergleich zur projizierten technischen Entwicklung von Windenergieanlagen", sagt Jung. Der klimawandelbedingte Rückgang der Windressource kann also mit einer Modernisierung des Bestands an Windenergieanlagen mehr als ausgeglichen werden. Ebenfalls bedeutender als der generelle Einfluss des Klimawandels auf den nutzbaren Wind sind Schwankungen in der Ressourcenverfügbarkeit zwischen einzelnen Jahren.

Faktenübersicht:
Kontakt: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Dr. Christopher Jung | christopher.jung@mail.unr.uni-freiburg.de | kommunikation.uni-freiburg.de


     
        
Cover des aktuellen Hefts

forum Nachhaltig Wirtschaften heißt jetzt forum future economy

forum 01/2026

  • Zukunft bauen
  • Frieden kultivieren
  • Moor rockt!
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
29
JAN
2026
Symposium Bau Innovativ 2026 - Zukunft gestalten, heute handeln!
Das Branchen-Event für alle, die Innovationen mitgestalten wollen.
92339 Beilngries
29
JAN
2026
VSME (Voluntary Sustainability Reporting Standard for SME)
Gerade jetzt so viel mehr als nur ein ESG-Bericht
Online
10
FEB
2026
E-world energy & water
Der Branchentreffpunkt der europäischen Energiewirtschaft
45131 Essen
Alle Veranstaltungen...
Anzeige

Professionelle Klimabilanz, einfach selbst gemacht

Einfache Klimabilanzierung und glaubhafte Nachhaltigkeitskommunikation gemäß GHG-Protocol

Megatrends

Mut und Zuversicht im neuen Jahr
Christoph Quarch identifiziert Wohlwollen und Freundlichkeit als Voraussetzung für Beherztheit und Courage
B.A.U.M. Insights

Jetzt auf forum:

Davos zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Hinterzimmer in Davos

Message to Davos 2026: Time to Rethink Economics

3 Signale aus Davos

Kommunalwahl: Mehr als 80 Organisationen Münchens fordern eine Stadt für Alle!

Wenn Davos leiser wird – und tiefer

SRH Gesundheit setzt neuen Standard für klimafreundliche Patientenversorgung

Wasser statt Hydrauliköl in den Adern von Maschinen

  • WWF Deutschland
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • TÜV SÜD Akademie
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • circulee GmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Engagement Global gGmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • NOW Partners Foundation
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • toom Baumarkt GmbH
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen